Römisch-katholische Kathedrale St. Georg (Timișoara)

Römisch-katholische Kathedrale St. Georg (Timișoara)

West Region

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Die Römisch-katholische Kathedrale St. Georg, auch bekannt als die Römisch-katholische Kuppel, ist eine monumentale barocke Kathedrale in Timișoara, Rumänien. Sie wurde zwischen 1736 und 1774 erbaut und gilt als das zweitgrößte barocke Kirchenbauwerk in Südosteuropa – nach der Kathedral-Basilika von Oradea. Die Kathedrale ist Sitz des Römisch-katholischen Bistums Timișoara und dem Heiligen Georg gewidmet. Der Entwurf wird Johann Jakob Schellbauer zugeschrieben, mit möglichem Einfluss von Joseph Emanuel Fischer von Erlach, einem renommierten Barockarchitekten. Die Kathedrale hat einen kreuzförmigen Grundriss, wurde hauptsächlich aus Ziegeln errichtet und mit Stuck- sowie Steinelementen an der Außenfassade verziert. Aufgrund des sumpfigen Geländes steht sie auf hölzernen Pfeilern. Sie ist 55 Meter lang, 22 Meter breit; die Höhe des Schiffs beträgt 16,9 Meter, und die beiden Türme ragen bis zu 35,5 Meter. Die Fronttüren sind aus massivem Eichenholz gefertigt und mit ornamentalen Nickelgittern verziert. Im Inneren sind die außergewöhnlichen Akustikverhältnisse hervorzuheben: Hier finden regelmäßig Gottesdienste auf Ungarisch, Deutsch und Rumänisch statt, außerdem Orgelkonzerte. Auch historisch ist die Kathedrale bedeutend: Während Belagerungen diente sie als Zufluchtsort, und es gibt eine Krypta, in der Bischöfe und militärische Adlige bestattet sind. Der Barockstil gilt in Timișoara als der prägnanteste – und macht die Kathedrale zu einem Muss für Kultur- und Architekturfreunde.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, eines der Orgelkonzerte in der Kathedrale zu besuchen, um die berüchtigte Akustik zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch ist außerhalb großer religiöser Feiertage, um Menschenmengen zu vermeiden. Für besondere Anlässe oder geführte Touren sind möglicherweise Tickets verfügbar; in der Hochsaison wird eine frühzeitige Buchung empfohlen. Die Kathedrale bietet Gottesdienste in mehreren Sprachen und richtet sich damit an ein vielfältiges Publikum.

Interessante Fakten

  • Die Kathedrale ist nach der Kathedral-Basilika von Oradea das zweitgrößte barocke Kirchenbauwerk in Südosteuropa.
  • Sie wurde aufgrund des sumpfigen Geländes in Timișoara auf hölzernen Pfeilern errichtet.
  • Während der Belagerung von Timișoara 1849 suchten die Bürger Zuflucht in der Krypta der Kathedrale, als das Dach bombardiert wurde.
  • Die erste Heilige Messe in der Kathedrale wurde von einer Komposition von Michael Haydn begleitet und erlebte die Uraufführung der „Missa in honorem Sanctissimae Trinitatis“.
  • In der Kathedrale finden regelmäßig Gottesdienste auf Ungarisch, Deutsch und Rumänisch statt.

Geschichte

1736

Der Bau der Kathedrale erfolgte in zwei Hauptphasen: von 1736 bis 1751 und von 1755 bis 1774.

Der Grundstein wurde am 6.

1736

August 1736 gelegt, nachdem Kaiser Karl VI.

1733

1733 den Sitz des römisch-katholischen Bistums nach Timișoara verlegt hatte.

Der Bau wurde durch den Österreichisch-Türkischen Krieg unterbrochen und unter aufeinanderfolgenden Bischöfen fortgesetzt, die das Werk vorantrieben.

1754

Die erste Heilige Messe wurde 1754 in der teilweise fertiggestellten Kathedrale gefeiert.

1761

Die beiden Türme wurden 1761 vollendet, und die Kathedrale wurde 1803 feierlich geweiht.

1849

Im Laufe ihrer Geschichte hatte die Kathedrale verschiedene Aufgaben: unter anderem als Salzlager während der österreichisch-türkischen Auseinandersetzungen und als Schutz während der Belagerung von Timișoara im Jahr 1849, in deren Verlauf sie Schaden nahm.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Altar1736–1774

Der zentrale Teil der Kathedrale zeigt ein hohes Langhaus mit aufwendigen barocken Schmuckelementen und einen reich geschmückten Altar, der dem Heiligen Georg gewidmet ist – ein Beispiel für künstlerisches und religiöses Handwerk des 18. Jahrhunderts.

2
Zwillingstürme1761
Carl Alexander Steinlein und Johann Theodor Kostka Edler (Bauleitung)

Die beiden Türme, die 1761 fertiggestellt wurden und sich auf 35,5 Meter Höhe erheben, sind markante Merkmale der Fassade der Kathedrale. Ursprünglich waren sie aufgrund von Kosteneinschränkungen mit Verschalungen bedeckt, die heute noch den barocken Charakter prägen und das Gebäude mit Eleganz krönen.

3
Krypta

Unterhalb der Kathedrale gelegen, dient die Krypta als Begräbnisstätte für mehrere Bischöfe, für die Domherren von Cenad sowie für militärische Adlige. Das unterstreicht die historische und kirchliche Bedeutung der Kathedrale.

4
Fronttüren

Die aus massivem Eichenholz gefertigten und mit ornamentalen Nickelgittern verzierten Fronttüren sind besonders bemerkenswert: Sie stehen für die handwerkliche Qualität und die Langlebigkeit – und heißen Besucher in den heiligen Raum willkommen.

Kontakt

Telefon: 0256 430 671