Kloster Cozia

Kloster Cozia

Southwest Oltenia Region

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Das Kloster Cozia liegt nahe Călimănești in der Region Oltenia in Rumänien. Es ist eine bedeutende religiöse und historische Stätte, die zwischen 1387 und 1391 vom walachischen Herrscher Mircea der Ältere gegründet wurde. Die Hauptkirche, der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht, ist ein architektonisches Meisterwerk aus massivem weißem Stein, gebaut von mahrischen (Moravian) Handwerkern. Sie orientierten sich dabei an der serbischen Kirche in Kruševac, der Lazarica. Die Kirche besitzt einen dreilappigen Grundriss (trilobate plan), genaue Proportionen und eine reich verzierte Ausgestaltung. Die Fresken des Klosters – einige stammen noch aus der Zeit von Mircea, andere wurden 1517 unter Neagoe Basarab renoviert – zeigen unter anderem bemerkenswerte Porträts von Mircea und seinem Sohn Michael in ritterlicher Kleidung sowie das von Șerban Cantacuzino, der die Restaurierungen im 18. Jahrhundert leitete. Der Klosterkomplex umfasst außerdem zwei Kapellen, ein Baptisterium, Mönchszellen und einen Pavillon als Sommerresidenz aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dort befinden sich auch die Gräber von Mircea dem Älteren und Teofana, der Mutter von Michael dem Tapferen. Das Kloster ist bis heute ein lebendiges spirituelles Zentrum und zugleich ein Symbol für rumänische mittelalterliche Kunst und Geschichte.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten täglich zwischen 8:00 und 21:00 Uhr ein, da das Kloster ohne Eintrittsgebühr geöffnet ist. Eine Voranmeldung ist nicht nötig – wer früh am Tag kommt, kann Menschenmengen leichter vermeiden. Souvenirgeschäfte sind vor Ort verfügbar. Die beste Reisezeit ist der Frühling oder der frühe Herbst: angenehmes Wetter und weniger Touristen. Aus Respekt gegenüber der religiösen Stätte wird eine schlichte Kleidung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die Kirche des Klosters wurde von mahrischen (Moravian) Handwerkern errichtet und nach der serbischen Lazarica-Kirche in Kruševac gestaltet.
  • Das ursprüngliche hölzerne Ikonostas brannte nieder und wurde 1794 aus Ziegeln neu errichtet; gemalt wurde er 1907.
  • Das Kreuz auf dem Kirchturm stammt aus der Zeit von Mircea dem Älteren.
  • Das Kloster Cozia beherbergt die Gräber von Mircea dem Älteren und Teofana, der Mutter von Michael dem Tapferen.
  • Das Kloster hat zwei Kapellen: eine ist der Himmelfahrt der Mutter Gottes (1583) gewidmet, die andere dem Sonntag Allerheiligen (1710).
  • Die Fresken enthalten Porträts historischer Persönlichkeiten in ritterlicher Kleidung – ein seltenes künstlerisches Merkmal für diese Epoche.

Geschichte

1387

Das Kloster Cozia wurde zwischen 1387 und 1391 von Mircea dem Älteren gegründet – ein wichtiges Kapitel der mittelalterlichen Staatlichkeit und Kultur in der Walachei.

Ursprünglich hieß es Nucet Monastery und erhielt seinen heutigen Namen nach den nahegelegenen Cozia-Bergen.

1388

Die Kirche wurde 1388 geweiht und erfuhr 1517 während der Herrschaft von Neagoe Basarab bedeutende Renovierungen der Fresken.

Anfang des 18.

Jahrhunderts wurde das Kloster durch Șerban Cantacuzino um einen Vorbau (Porch), Mönchszellen und ein Baptisterium erweitert.

Im 19.

Jahrhundert folgten weitere Restaurierungen sowie die Ergänzung eines Pavillons für eine Sommerresidenz durch die Herrscher Bibescu und Știrbei.

Das Kloster dient seit über sechs Jahrhunderten ununterbrochen als religiöse und kulturelle Landmarke.

Ortsführer

1
Hauptkirche der Heiligen Dreifaltigkeit1387-1391
Mahrische (Moravian) Handwerker

Die zentrale Kirche wurde zwischen 1387 und 1391 errichtet. Besonders hervorzuheben sind ihr dreilappiger Grundriss, die reiche Steinornamentik sowie die Fresken mit Darstellungen von Mircea dem Älteren und seinem Sohn in ritterlicher Kleidung. Sie ist das spirituelle Herz des Klosters.

2
Vorbau und Mönchszellen1706-1707
Șerban Cantacuzino

Diese Ergänzungen stammen aus den Jahren 1706 bis 1707 und wurden von Șerban Cantacuzino vorgenommen. Dazu gehören der Vorbau, die renovierten Fresken, die Mönchszellen sowie ein Baptisterium (Wasserbecken) vor der Kirche – was sowohl die Funktionalität als auch die ästhetische Wirkung des Klosters verbessert.

3
Pavillon der Sommerresidenz1850-1856
Die Herrscher Bibescu und Știrbei

Der Pavillon wurde zwischen 1850 und 1856 von den Herrschern Bibescu und Știrbei erbaut. Er diente als Sommerresidenz für die Klosterleitung und ist einer der wenigen erhaltenen Bauten aus dieser Zeit.

4
Kapellen1583, 1710

Das Kloster hat zwei Kapellen: eine ist der Himmelfahrt der Mutter Gottes gewidmet (erbaut 1583) und die andere dem Sonntag Allerheiligen (erbaut 1710). Beide erfüllen zusätzliche liturgische Aufgaben innerhalb des Komplexes.

Kontakt

Telefon: 0250 750 230