Burg von Râșnov

Burg von Râșnov

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Die Burg von Râșnov ist eine mittelalterliche Festung vom Typ einer Fliehburg in Râșnov, im Kreis Brașov, Rumänien. Sie wurde zwischen 1211 und 1225 erbaut und diente als Zufluchtsort für die einheimischen Dorfbewohner während der Einfälle, insbesondere für jene, die über den Bran-Pass kamen. Die Festung wurde gemeinsam von rumänischen und sächsischen Gemeinschaften besetzt, was ihre regionale Bedeutung widerspiegelt. Architektonisch weist sie Stein- und Ziegelmauern, hölzerne Tore und gedeckte Dächer auf, um Brandschäden zu verhindern. Die Mauern sind etwa 5 Meter hoch, wobei die südliche Mauer am dicksten ist. Eine Besonderheit ist der 146 Meter tiefe Brunnen, der zwischen 1623 und 1642 gegraben wurde, um während Belagerungen Wasser zu sichern – verbunden mit einer lokalen Legende über türkische Gefangene. Historisch hielt die Festung mehreren Angriffen stand, darunter einem Tataren-Einfall im Jahr 1335 sowie einer osmanischen Belagerung 1421. Erst 1612 wurde sie eingenommen – wegen Wassermangels, noch bevor der Brunnen gebaut war. Zuletzt wurde die Burg in der Ungarischen Revolution 1848–1849 als Zufluchtsort genutzt und 1850 aufgegeben. Restaurierungsarbeiten begannen Mitte des 20. Jahrhunderts und werden fortgesetzt, um diesen symbolträchtigen Ort zu bewahren. Er bietet Besuchern einen Einblick in Siebenbürgens mittelalterliche Verteidigungsstrategien und die Widerstandskraft der Gemeinschaft.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Burg von Râșnov sind die wärmeren Monate, wenn das Wetter gut zum Erkunden der weitläufigen Mauern und des Brunnens ist. In der Hochsaison empfiehlt es sich, Tickets im Voraus zu kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Aufgrund unebenem Gelände und Stufen sollten Besucher bequemes Schuhwerk tragen. Geführte Touren vermitteln wertvollen historischen Kontext und bereichern das Erlebnis. Ermäßigungen sind möglicherweise für Schüler, Senioren und Gruppen verfügbar. Die Burg ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Brașov aus erreichbar und damit ideal für Tagesausflüge.

Interessante Fakten

  • Die Festung wurde nie eingenommen – abgesehen von genau einmal 1612 wegen Wassermangel.
  • Der 146 Meter tiefe Brunnen innerhalb der Festung wurde über 19 Jahre lang gegraben, um die Wasserversorgung während Belagerungen sicherzustellen.
  • Gefangene sollen den Brunnen gegraben und Verse aus dem Koran an die Wände geschrieben haben, die noch immer zu sehen sind.
  • Die Burgmauern sind mit Dachziegeln bedeckt, um Schäden durch Feuer während der Angriffe zu verhindern.
  • Die Burg von Râșnov war Teil eines Verteidigungssystems, das siebenbürgische Dörfer vor Einfällen über den Bran-Pass schützte.

Geschichte

Archäologische Hinweise deuten darauf hin, dass es bereits seit der vorgeschichtlichen und dakischen Zeit Befestigungen an diesem Ort gab.

1211

Die heutige mittelalterliche Festung dürfte zwischen 1211 und 1225 während der Herrschaft der Deutschen Orden in Burzenland erbaut worden sein.

1335

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1335, als sie einem Angriff der Tataren standhielt.

1421

Die Festung erlebte ihre erste osmanische Belagerung im Jahr 1421.

1612

1612 wurde sie wegen eines Wassermangels eingenommen, bevor der Bau eines tiefen Brunnens zwischen 1623 und 1642 begann.

1718

Sie wurde 1718 durch einen Brand beschädigt und 1802 durch ein Erdbeben.

1821

Die Festung diente als Zufluchtsort während des Aufstands der Walachen im Jahr 1821 und während der Ungarischen Revolution 1848–1849.

1850

Ihre Verteidigungsfunktion endete 1850; danach verfiel sie, bis im 20.

Jahrhundert mit der Restaurierung begonnen wurde.

Ortsführer

1
Mauern und Türme der Festung13. Jahrhundert

Die Festungsmauern erreichen eine Höhe von etwa 5 Metern und sind aus Stein und Ziegeln gebaut, mit hölzernen Toren und Plattformen. Die südliche Mauer ist die dickste und misst bis zu 1,5 Meter Breite. Dachziegel bedecken die Mauern und Türme, um während Belagerungen vor Feuer zu schützen.

2
Der tiefe Brunnen1623-1642

Ein 146 Meter tiefer Brunnen, der zwischen 1623 und 1642 gegraben wurde, um während Belagerungen eine zuverlässige Wasserquelle zu schaffen. Laut Legende haben türkische Gefangene ihn gegraben und Verse aus dem Koran an die Wände geschrieben, die heute noch zu sehen sind.