
Black Church
Center Region
Die Black Church, mitten in Brașov, Rumänien, ist eine beeindruckende lutherische Kirche im gotischen Stil, deren Ursprünge bis ins späte 14. Jahrhundert zurückreichen. Sie steht an der Stelle einer ehemaligen romanischen Kirche, die während der Tatareninvasion von 1241 zerstört wurde. Der Bau begann 1383 in einer Phase des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs für Brașov – damals ein wichtiges Handelszentrum an der Grenze zwischen Siebenbürgen und Walachei. Trotz Unterbrechungen durch die türkische Invasion von 1421 und ein schweres Erdbeben im Jahr 1471 wurde die Kirche bis 1477 fertiggestellt. Ursprünglich war sie eine römisch-katholische Kirche, die der Heiligen Maria geweiht war, doch wurde sie nach der Protestantenreformation im 16. Jahrhundert lutherisch. Ihren Namen erhielt sie nach einem verheerenden Brand im Jahr 1689, der die Wände schwärzte und das Innere zerstörte – darauf folgten umfangreiche Renovierungen im barocken Stil, die 1722 abgeschlossen wurden. Die Black Church ist vor allem wegen ihrer imposanten Größe bekannt: Sie ist über 89 Meter lang und damit die größte gotische Kirche Südosteuropas sowie die zweitgrößte Kirche in Rumänien. Außerdem beherbergt sie eine der größten barocken Orgeln in Osteuropa: gebaut von der Firma Buchholz in Berlin im 19. Jahrhundert, und weitgehend erhalten. Die Black Church ist ein Symbol für das reiche kulturelle Erbe von Brașov und ein Zeugnis für die historischen religiösen Umbrüche in Siebenbürgen.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website prüfen, um Öffnungszeiten und Ticketinformationen zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch sind Wochentage, um Menschenmengen zu vermeiden. Tickets können im Voraus online gekauft werden, um den Eintritt – besonders in touristischen Saisonzeiten – sicherzustellen. Audioguides oder geführte Touren werden empfohlen, um die reiche Geschichte und Architektur der Kirche vollständig zu würdigen. Ermäßigungen können für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Die Black Church ist die größte gotische Kirche Südosteuropas und die zweitgrößte in Rumänien.
- •Der Name geht auf den Brand von 1689 zurück, der die Wände schwarz färbte; den Namen übernahm man offiziell im 19. Jahrhundert.
- •Die Kirche beherbergt eine berühmte Barockorgel mit nahezu 4.000 Pfeifen, gebaut von der Firma Buchholz in Berlin im Jahr 1839.
- •Die Gewölbe wurden nach dem Brand von 1689 im barocken Stil von Handwerkern aus Danzig rekonstruiert, da lokale Bauleute nicht über das Know-how für solche großen Gewölbe verfügten.
- •Vor dem südlichen Turm steht eine Statue von Johannes Honterus, dem siebenbürgischen Reformator, die an seine Rolle beim Verbreiten des Luthertums in der Region erinnert.
Geschichte
Die heutige Black Church wurde ab 1383 an der Stelle einer früheren romanischen Kirche errichtet, die 1241 zerstört worden war.
Der Bau wurde durch die türkische Invasion von 1421 und ein großes Erdbeben im Jahr 1471 unterbrochen, aber bis 1477 abgeschlossen.
Zunächst war es eine römisch-katholische Kirche, die der Heiligen Maria gewidmet war; nach der Protestantenreformation in der Mitte des 16.
Jahrhunderts wurde sie lutherisch.
Ein großer Brand im Jahr 1689 schwärzte die Wände der Kirche, gab ihr damit ihren heutigen Namen und zerstörte einen Großteil des Innenraums; bis 1722 wurde das Innere im barocken Stil wiederhergestellt.
Die große barocke Orgel der Kirche wurde im 19.
Jahrhundert installiert und ist bis heute ein bedeutendes historisches Instrument.
Ortsführer
Hauptschiff und Basilika-Anlage14th-15th century
Die Black Church zeigt einen Basilika-Grundriss mit drei Seitenschiffen bzw. Mittelschiffen gleicher Höhe – typisch für deutsche Hallenkirchen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Dieser Baustil schafft ein geräumiges und harmonisches Kircheninnere, das auf Vertikalität und Licht setzt.
Barocke GewölbeEarly 18th century
Nach dem Brand von 1689 wurden die Gewölbe der Kirche im barocken Stil von Meisterhandwerkern aus Danzig neu errichtet – anstelle der ursprünglichen gotischen Gewölbe. Diese Gewölbe sind vor allem wegen ihrer Größe und der dekorativen Elemente bemerkenswert und verbinden die gotische Baukonstruktion mit dem barocken Erscheinungsbild.
Buchholz-Orgel1839
Die zwischen 1836 und 1839 von der Berliner Firma Buchholz eingebaute Orgel gehört zu den größten barocken Orgeln in Osteuropa. Sie verfügt über nahezu 4.000 Pfeifen, vier Manuale und 63 Register. Seit der Installation ist sie weitgehend unverändert und wurde zwischen 1997 und 2001 sorgfältig restauriert.
Johannes-Honterus-Statue1898
Vor dem südlichen Turm steht eine Statue, die Johannes Honterus ehrt – den Humanisten und Reformator, der das Luthertum in Siebenbürgen eingeführt hat. Sie steht symbolisch für den religiösen Wandel der Kirche während der Reformation.
Kontakt
Telefon: 0772 253 781