Kloster Chiajna

Kloster Chiajna

Bucharest-Ilfov Region

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Das Kloster Chiajna ist eine bedeutende, verfallene Kirche am Stadtrand von Bukarest in Rumänien. Sie wurde im späten 18. Jahrhundert während der Herrschaft von Alexander Ypsilanti und von Fürst Nicholas Mavrogenes errichtet. Der Bau erfolgte im neoklassizistischen Stil und galt für seine Zeit als außergewöhnlich groß: 43 Meter lang und 18 Meter hoch, mit dicken Mauern. Obwohl es als einer der wichtigsten Orte des Gottesdienstes in Rumänien gedacht war, wurde das Kloster während eines Pestausbruchs verlassen und erfüllte seinen religiösen Zweck nie vollständig. Im Laufe der Jahrhunderte nahm die Bausubstanz Schaden, besonders der Einsturz seines Turms während des Erdbebens von 1977. Der Ort ist von lokalen Legenden umgeben: So ranken sich Erzählungen von türkischen Bombardements vor der Weihe sowie von mysteriösen Verschwinden im Umfeld. Heute sind die Ruinen geschützt und eingezäunt, während Restaurierungspläne in Arbeit sind. Die Nähe zu stark frequentierten Verkehrswegen beschleunigt den Verfall, doch viele Architekten sind überzeugt, dass eine Wiederherstellung möglich und im Vergleich zu einem Neubau kostengünstig ist. Besucher können den Ort frei betreten, der bis heute ein eindrucksvolles Symbol für spirituelles und historisches Erbe bleibt.

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Tipp: Besucher sollten möglichst bei Tageslicht kommen – das erhöht die Sicherheit und ermöglicht einen besseren Blick auf die Ruinen. Obwohl der Zugang kostenlos ist, empfiehlt es sich, vorher nach eventuellen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Restaurierung zu suchen. Da es sich um eine Outdoor-Ruine handelt, die dem Wetter ausgesetzt ist, und zudem nahe an Verkehr liegt, sind bequemes Schuhwerk und witterungsgerechte Kleidung ratsam. Für den Besuch sind keine speziellen Tickets erforderlich, aber geführte Touren können das Verständnis für die Geschichte und Legenden des Ortes vertiefen. Frühling und der frühe Herbst sind ideal, um hartes Wetter zu vermeiden und mildere Bedingungen zu genießen.

Interessante Fakten

  • Das Kloster ist von vielen Legenden umgeben – darunter die Behauptung, es sei vor der Weihe von den Türken bombardiert worden, weil man es für ein militärisches Ziel gehalten habe.
  • Der große Glocke wird nachgesagt, sie sei in den Dâmbovița-Fluss gegossen worden, und man soll sie an Vollmondnächten klingeln hören.
  • Ein Putzfleck im Inneren des Klosters soll eine Dame, einen Engel – oder sogar die Sphinx von Giza – ähneln.
  • Es gab Berichte über mysteriöse Verschwinden sowie zwei Morde, die mit dem Gebiet rund um das Kloster in Verbindung gebracht werden.
  • Der Turm stürzte während des Erdbebens von 1977 Vrancea ein – ein bedeutendes Seismikereignis in Rumänien.

Geschichte

1774

Der Bau des Klosters Chiajna begann während der Herrschaft von Alexander Ypsilanti (1774–1782) und wurde von Fürst Nicholas Mavrogenes zwischen 1786 und 1790 vollendet.

Errichtet wurde sie in der Zeit der Phanarioten in der Walachei – ein Bau, der den neoklassizistischen Architekturstil widerspiegelt.

Das Kloster wurde während eines Pestausbruchs verlassen und entwickelte sich nie zu einem voll funktionsfähigen religiösen Zentrum.

1977

Im Laufe der Zeit erlitt es Schäden, unter anderem durch den Einsturz seines Turms beim Erdbeben von 1977.

In den letzten Jahren wurde die Kirche von der Rumänisch-Orthodoxen Kirche in Anspruch genommen, die plant, das Denkmal wiederherzustellen.

Ortsführer

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Ruinenkirchenbau1786-1790
Fürst Nicholas Mavrogenes (Vollendung)

Das prägende Element der Anlage ist die große, neoklassizistische Ruinenkirche – auffällig wegen ihrer massiven Mauern und ihrer beeindruckenden Größe, die den architektonischen Stil des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Besucher können die Reste der Mauern, Pfeiler und den Bereich der Ikonostase erkunden, in dem sich noch immer schwach Spuren der früheren religiösen Kunst erkennen lassen.

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Umgebung und Zugang

Das Kloster liegt nahe der Bahnstrecke Bukarest–Craiova und in der Nähe der Flugroute des Flughafens von Bukarest. Diese Faktoren tragen zu seinem anhaltenden Verfall bei. Zum Schutz ist das Gelände eingezäunt, bleibt aber für Besucher zugänglich. Durch die Nähe zu Verkehrswegen ist der Ort erreichbar, zugleich aber laut.

Kontakt

Telefon: 0739 682 161