Kloster Snagov

Kloster Snagov

Bucharest-Ilfov Region

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Das Kloster Snagov ist ein historisches mittelalterliches orthodoxes Kloster auf einer Insel im nördlichen Teil des Snagov-Sees in Rumänien. Es wurde auf den Fundamenten einer alten thrakischen Siedlung errichtet und zählt zu den ältesten geistlichen Zentren der Region. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1408; mehrfach wurde es von Herrschern wiederaufgebaut – darunter Vlad Țepeș und Neagoe Basarab. Die heutige Kirche, 1521 von Neagoe Basarab erbaut, beherbergt das Grab, das als das von Vlad dem Pfähler gilt – einer bedeutenden Gestalt der rumänischen Geschichte. Das Kloster diente als königliche Nekropole und als panorthodoxes kulturelles Zentrum, besonders im 17. Jahrhundert unter der Leitung von Anthim dem Iberer, der eine Druckpresse einführte, mit der Bücher in mehreren Sprachen gedruckt wurden. Zu den architektonischen Highlights zählen die Kirche, der Glockenturm und ein historischer Brunnen; im Inneren sind Fresken aus verschiedenen Epochen erhalten. Trotz Schäden durch Erdbeben im 20. Jahrhundert wurde das Kloster restauriert und bleibt eine Stätte von religiöser und historischer Bedeutung, verwaltet durch das Rumänische Patriarchat.

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Tipp: Besucher sollten am besten in der Zeit vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst kommen – dann ist das Wetter angenehm und der Zugang ist einfacher. Tickets können vor Ort gekauft werden, doch es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, um die reiche Geschichte des Ortes vollständig zu erleben. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen erhältlich. Beachten Sie, dass der Zugang zur Insel eingeschränkt ist – planen Sie daher den Transport im Voraus.

Interessante Fakten

  • Man geht davon aus, dass das Kloster die Grabstätte von Vlad dem Pfähler ist – der historischen Figur, die Dracula inspirierte.
  • Ein Gefängnis, das von Vlad III. errichtet wurde, befand sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Insel und wurde für Verräter und Diebe genutzt.
  • Anthim der Iberer ließ hier Kirchentücher bzw. Kirchenbücher in mehreren Sprachen drucken und trug so den Ruf von Snagov über Europa und Kleinasien hinaus.
  • Archäologische Forschungen zeigten eine Klostersiedlung aus dem 11. Jahrhundert – also noch vor dem heutigen Kloster.
  • Die kaiserlichen Türen aus der ursprünglichen Kapelle aus dem 15. Jahrhundert wurden im See gefunden und sind heute im Nationalen Kunstmuseum von Rumänien ausgestellt.

Geschichte

Die Anfänge des Klosters reichen bis in das späte 14.

oder frühe 15.

1408

Jahrhundert zurück, mit der ersten urkundlichen Erwähnung aus dem Jahr 1408.

Vladislav II.

1453

ließ 1453 eine Kapelle errichten, die später um 1600 dem See zum Opfer fiel.

Vlad III.

(Vlad der Pfähler) befestigte die Insel Mitte des 15.

Jahrhunderts und errichtete ein Gefängnis sowie Verteidigungsanlagen.

1521

Die heutige Kirche wurde 1521 erbaut, nachdem ein Erdbeben die ursprüngliche Anlage zerstört hatte.

Im 17.

Jahrhundert erlebte das Kloster kulturell einen Aufschwung: Eine Druckpresse wurde von Matei Basarab eingerichtet und von Anthim dem Iberer geleitet.

Über Jahrhunderte hinweg diente es als königliche Nekropole und als Zentrum orthodoxer Spiritualität; nach Schäden im 20.

Jahrhundert folgten Restaurierungen.

Ortsführer

1
Kirche des Klosters Snagov1521
Neagoe Basarab

Das zentrale Gebäude, das 1521 von Neagoe Basarab errichtet wurde, mit erhaltenen Fresken im Narthex aus dem Jahr 1563 sowie späteren Gemälden aus dem Jahr 1815 im Kirchenschiff und im Altarraum. Es ist der wichtigste Ort des Gottesdienstes und beherbergt die Grabplatte, die als die von Vlad dem Pfähler gilt.

2
Glockenturm

Ein historischer Glockenturm auf der Insel – Teil der erhaltenen mittelalterlichen Bauten des Klosterkomplexes.

3
Brunnen

Ein antiker Brunnen auf der Insel – einer der wenigen ursprünglichen Bestandteile, die noch aus früheren Phasen des Klosters erhalten sind.

4
Inselbefestigungen und Überreste des Gefängnissescirca 1456
Vlad III (Vlad der Pfähler)

Ruinen und archäologische Spuren des Gefängnisses aus dem 15. Jahrhundert sowie der unter Vlad III. errichteten Verteidigungsmauern, einschließlich Tunneln, die angeblich die Insel mit dem Festland verbinden.

Kontakt

Telefon: 0724 768 949

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