
Herăstrău-Park
Bucharest-Ilfov Region
Der König-Michael-I.-Park, früher als Herăstrău-Park bekannt, ist der größte Park in Bukarest in Rumänien. Er erstreckt sich über etwa 187 Hektar, darunter 74 Hektar Wasserfläche. Der Park wurde 1936 angelegt, nachdem zuvor Sumpfgebiete trockengelegt worden waren. Er bietet eine besondere Mischung aus Natur- und Erholungsbereichen. Der Park ist in eine naturnahe, rustikale Zone gegliedert – dort befindet sich das Dimitrie-Gusti-National-Dorfmuseum – sowie in einen Bereich mit Freilichtcharakter: ein Museum unter freiem Himmel, das das traditionelle ländliche Leben Rumäniens zeigt. Zu sehen sind Hunderte authentischer Häuser aus allen Regionen des Landes. Daneben gibt es einen öffentlichen Bereich mit offenen Flächen zum Entspannen sowie Möglichkeiten zum Bootfahren auf dem Herăstrău-See. Innerhalb des Parks liegt das Elisabeta-Palais, der heutige Wohnsitz der rumänischen königlichen Familie – und damit ein Ort mit zusätzlicher historischer und kultureller Bedeutung. Besucher können außerdem verschiedene Einrichtungen nutzen, darunter ein Freilufttheater, Yacht- und Sportvereine sowie Berăria H, eine der größten Bierhallen Südosteuropas. Die weit verzweigten Alleen, Gärten, Skulpturen und Denkmäler machen den Park zu einer lebendigen grünen Lunge der Stadt. Deshalb ist er sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen beliebt, die Erholung, Kultur und Aktivitäten im Freien suchen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des König-Michael-I.-Parks ist im Frühling und im Herbst: Dann ist das Wetter mild und das Grün im Park wirkt besonders lebendig. Wer das Dimitrie-Gusti-National-Dorfmuseum besuchen möchte, sollte am besten Tickets im Voraus kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Kleine Boote können auf dem See gemietet werden und bieten ein besonders schönes Panorama. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Der Park ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und hat mehrere Eingänge – darunter der bekannte Charles-de-Gaulle-Eingang. Aufgrund der großen Ausdehnung empfiehlt sich bequemes Schuhwerk zum Laufen.
Interessante Fakten
- •Der Park umfasst etwa 187 Hektar, darunter ein 74 Hektar großer See, der durch den Fluss Colentina entstanden ist.
- •Der Name „Herăstrău“ geht auf ein Dialektwort im Rumänischen zurück und bedeutet „Sägewerk“ – als Verweis auf historische, mit Wasserkraft betriebene Sägewerke an der Colentina.
- •Das Elisabeta-Palais liegt im Inneren des Parks und ist der heutige Wohnsitz der rumänischen königlichen Familie.
- •Das im Park gelegene Dimitrie-Gusti-National-Dorfmuseum zeigt Hunderte traditioneller rumänischer Häuser, die aus allen Regionen des Landes gesammelt wurden.
- •Berăria H, ebenfalls im Park gelegen, ist die größte Bierhalle Südosteuropas – mit einer Kapazität von insgesamt 3.000 Personen im Innen- und Außenbereich.
- •Der Park hieß einst nach Stalin und hatte eine Stalin-Statue, die im Zuge der Entstalinisierung 1956 entfernt wurde.
Geschichte
Ursprünglich war das Areal ein Sumpfgebiet, das seit der Altsteinzeit bewohnt war.
Der Standort des König-Michael-I.-Parks hat eine reiche archäologische Geschichte: Hinweise auf die Mousterienkultur sowie große Landsäuger aus der Eiszeit.
In der Eisenzeit gehörte das Gebiet zur Bordei-Herăstrău-Kultur, später folgten dakische Siedlungen, die bis ins 1.
Jahrhundert v.
Chr.
zurückreichen.
Im 19.
Jahrhundert wurde die Gegend zu einem beliebten Spazier- und Flanierbereich der Bukarester Elite.
Der Park wurde in den 1930er-Jahren offiziell geschaffen, indem man die Sümpfe trockenlegte und Industrieanlagen entfernte.
Er öffnete 1939 für die Öffentlichkeit als Nationalpark.
Sein Name änderte sich mehrfach und spiegelte politische Umbrüche wider: von Parcul Carol II über Parcul I.
V.
Stalin mit einer Stalin-Statue, dann während der Entstalinisierung zu Herăstrău.
Schließlich wurde der Park 2017 in König-Michael-I.-Park umbenannt, um dem ehemaligen König Rumäniens zu ehren.
Ortsführer
Dimitrie-Gusti-National-Dorfmuseum1936
Ein weitläufiges Freilichtmuseum, das das traditionelle Dorfleben Rumäniens mit authentischen Häusern, Windmühlen, Kirchen und Werkstätten aus verschiedenen Regionen zeigt – und so ländliche Architektur und Bräuche veranschaulicht.
Elisabeta-Palais1930er-Jahre
Ein königlicher Wohnsitz, der im Sinne einer „Insel“ im Bereich des Dorfmuseums liegt und als Zuhause der rumänischen königlichen Familie dient.
Herăstrău-See
Ein großer See, der durch den Fluss Colentina entstanden ist. So sind im Park Erkundungen per Boot sowie schöne Ausblicke möglich.
Berăria H BierhalleMitte des 20. Jahrhunderts
Die größte Bierhalle in Südosteuropa, früher bekannt als Pavilion H. Sie beherbergt ein Gebäude im Stil der Sowjetunion mit Sitzgelegenheiten drinnen und draußen – für Tausende Gäste.
Kontakt
Telefon: 021 224 5860