
Museum des Dorfes
Bucharest-Ilfov Region
Das Dimitrie-Gusti-Nationalmuseum des Dorfes, das sich im König-Michael-I-Park in Bukarest, Rumänien, befindet, zählt zu den größten ethnografischen Freilichtmuseen Europas. 1936 gegründet, bewahrt und präsentiert es das traditionelle rumänische Dorfleben – mit mehr als 123 authentischen Siedlungen bäuerlicher Prägung und 363 Monumenten aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Die Sammlung spiegelt die Vielfalt der ethnografischen Regionen Rumäniens wider, darunter Banat, Siebenbürgen, Moldau, Maramures, Oltenien, Dobrodgea und Muntenien. Im Mittelpunkt steht die ikonische Holzkirche aus Maramures aus Dragomirești, die auch im Logo des Museums zu sehen ist. Das Museum wurde von dem Volkskundler und Soziologen Dimitrie Gusti konzipiert, mit Grundrissplänen von Victor Ion Popa und Henri H. Stahl, und wurde in Anwesenheit von König Carol II. eröffnet. Im Laufe seiner Geschichte hat das Museum seine Ausstellungen erweitert und sich von Schäden erholt, die durch den Zweiten Weltkrieg sowie durch Brände Ende des 20. Jahrhunderts verursacht wurden. Besucher können traditionelle Häuser, Kirchen, Mühlen, Gasthäuser und andere ländliche Bauten entdecken, die intensive Einblicke in die rumänische Landarchitektur, Kultur und Lebensweise bieten. Außerdem veranstaltet das Museum kulturelle Events, Workshops und Ausstellungen und ist damit ein lebendiger Mittelpunkt für die Bewahrung und Vermittlung rumänischen Kulturerbes.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum im Frühling oder im frühen Herbst für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Kaufen Sie Tickets im Voraus online, um Wartezeiten zu vermeiden. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Planen Sie mehrere Stunden ein, um das weitläufige Gelände zu erkunden, und nehmen Sie – falls verfügbar – an kulturellen Workshops oder Veranstaltungen teil. Tragen Sie bequeme Schuhe, da das Gelände uneben ist. Prüfen Sie die offizielle Website für aktualisierte Öffnungszeiten und besondere Ausstellungen.
Interessante Fakten
- •Das Museum umfasst über 100.000 Quadratmeter und enthält mehr als 50.000 Exponate.
- •Es war das vierte Freilichtmuseum, das in Europa gegründet wurde.
- •Das zentrale Symbol des Museums ist die Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert aus Maramures, die ebenfalls Teil seines Logos ist.
- •Die Gebäude wurden sorgfältig aus ihren ursprünglichen Standorten demontiert und vor Ort wieder zusammengesetzt, um die Authentizität zu bewahren.
- •Das Museum bietet kulturelle Workshops und saisonale Veranstaltungen an, um Besucherinnen und Besucher mit rumänischen Traditionen vertraut zu machen.
Geschichte
Das Museum wurde am 10.
Mai 1936 eingeweiht – als eines der frühesten Freilichtmuseen Europas, nach Vorbildern wie Skansen in Schweden und Norsk Folkemuseum in Norwegen.
Es entstand aus soziologischen und folkloristischen Forschungen, die Dimitrie Gusti und sein Team zwischen 1925 und 1935 durchführten: Dabei sammelten sie authentische ländliche Gebäude aus ganz Rumänien, um die traditionelle Kultur zu bewahren.
Anfangs umfasste es 4,5 Hektar mit 33 Siedlungen und wurde auf einem Gelände errichtet, das von der Stadtverwaltung von Bukarest im König-Michael-I-Park bereitgestellt wurde.
Das Museum hat zahlreiche Herausforderungen gemeistert, darunter Schäden im Zweiten Weltkrieg durch den Aufenthalt von Flüchtlingen sowie Brände in den Jahren 1997 und 2002.
Gleichzeitig wurde es kontinuierlich erweitert und modernisiert – der neueste Flügel wurde 2016 eröffnet.
Ortsführer
Holzkirche von Maramures17. Jahrhundert
Ein Schmuckstück des Museums: Diese Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert wurde aus Dragomirești in der Region Maramures (Kreis) herangeschafft. Sie steht exemplarisch für die traditionelle rumänische Holz-Architektur im Kirchenbau und gilt als Symbol des Museums.
Traditionelle Bauernhäuser17.-20. Jahrhundert
Zahlreiche Häuser aus verschiedenen rumänischen ethnografischen Regionen wie Banat, Siebenbürgen, Moldau und Oltenien – mit unterschiedlichen architektonischen Stilen sowie Einblicken in das ländliche Leben aus dem 17. bis 20. Jahrhundert.
Ethnografische Monumente und Exponate
Das Museum umfasst über 363 Monumente und 50.000 Exponate – darunter Mühlen, Gasthäuser, Schreine, Brunnen und traditionelle Werkzeuge, die den Alltag und die Bräuche rumänischer Dorfbewohner veranschaulichen.
Kontakt
Telefon: 021 317 9103