
Rumänisches Athenäum
Bucharest-Ilfov Region
Das Rumänische Athenäum liegt mitten in Bukarest und ist ein renommiertes Konzerthaus sowie ein Symbol für die rumänische Kultur. Das 1888 eröffnete Gebäude ist im neoklassizistischen Stil mit romantischen Akzenten gehalten und wurde vom französischen Architekten Albert Galleron entworfen. Es ist die Heimat der „George Enescu“-Philharmonie und beherbergt das renommierte George-Enescu-Festival. Das Athenäum ist besonders bekannt für sein großes rundes Auditorium mit etwa 600 Plätzen im Parkett sowie zusätzlichen Sitzplätzen in 52 Logen. Eine bemerkenswerte 75-mal-3-Meter-Fresko von Costin Petrescu schmückt die Innenwand im Rund und zeigt zentrale Momente der rumänischen Geschichte – von der römischen Eroberung von Dacia bis zur Vereinigung von Großrumänien im Jahr 1918. Das Gebäude steht vor einem kleinen Park mit einer Statue des rumänischen Dichters Mihai Eminescu. Als Kulturdenkmal wurde es 2007 in die Liste der European-Heritage-Standorte aufgenommen. Das Athenäum ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein historischer Ort: Hier fand 1919 die Konferenz statt, die die Vereinigung der rumänischen Gebiete beschloss. Eine umfangreiche Restaurierung im Jahr 1992 bewahrte das Haus vor dem Einsturz und sicherte seine fortwährende Rolle im künstlerischen und kulturellen Leben Rumäniens.
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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, während des George-Enescu-Festivals an Konzerten teilzunehmen – so erlebt man einen besonders besonderen kulturellen Abend. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter angenehm ist. Tickets für Veranstaltungen können oft im Voraus gekauft werden, häufig mit Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Wenn Sie früh ankommen, bleibt genug Zeit, um die Architektur des Gebäudes und das eindrucksvolle Fresko in Ruhe zu genießen. Gelegentlich werden geführte Touren angeboten, die noch tiefere Einblicke in die Geschichte und Kunst des Athenäums geben.
Interessante Fakten
- •Das Fresko des Rumänischen Athenäums von Costin Petrescu ist 75 Meter lang und zeigt die rumänische Geschichte von der Römerzeit bis 1918.
- •Das Gebäude wurde durch eine 28-jährige öffentliche Spendenaktion mit dem Slogan „Donate one leu for the Athenaeum!“ finanziert.
- •Im Jahr 1919 veranstaltete das Athenäum die Konferenz, die die Vereinigung von Großrumänien bestätigte.
- •Es wurde 2007 in die Liste der European-Heritage-Standorte aufgenommen.
- •Das Athenäum beherbergt die George-Enescu-Philharmonie und veranstaltet das George-Enescu-Festival – Rumäniens bedeutendstes klassisches Musikevent.
Geschichte
Das Rumänische Athenäum wurde 1865 von der Romanian Athenaeum Cultural Society gegründet, um Kunst und Wissenschaft zu fördern.
Entworfen wurde es von Albert Galleron, die Einweihung erfolgte 1888, während der Bau bis 1897 fortgesetzt wurde.
Die Finanzierung stützte sich auf eine berühmte 28-jährige öffentliche Spendenaktion mit dem Slogan „Donate one leu for the Athenaeum!“.
1919 beherbergte das Athenäum die Konferenz, die die Vereinigung von Bessarabien, Siebenbürgen und Bukowina mit Rumänien beschloss und Großrumänien formte.
Eine umfangreiche Restaurierung im Jahr 1992 sollte einen Einsturz verhindern; finanziert wurde sie zu gleichen Teilen von der rumänischen Regierung und der Council of Europe Development Bank.
Ortsführer
Hauptrundsaal1888-1897
Der runde Konzertraum mit 600 Plätzen im Parkett und zusätzlichen Sitzplätzen in 52 Logen. Er bietet ausgezeichnete Akustik und ist mit dem großen Fresko von Costin Petrescu verziert, das wichtige Stationen der rumänischen Geschichte zeigt.
Konferenzsaal1888-1897
Im Erdgeschoss gelegen, ist dieser prunkvolle Saal ebenso groß wie das darüberliegende Auditorium und wird für Konferenzen sowie kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Außenbereich und Park
Ein kleiner Park vor dem Athenäum: Hier steht eine Statue von Mihai Eminescu, dem nationalen Dichter Rumäniens – das sorgt für eine besonders kulturelle Atmosphäre am Ort.
Kontakt
Telefon: 021 315 2567