Botanischer Garten und Zoo von Asunción
Asunción
Der Botanische Garten und Zoo von Asunción ist eine bedeutende Grünfläche in Paraguays Hauptstadt und erstreckt sich über 110 Hektar Naturwald. Hier leben nahezu siebzig Arten südamerikanischer Wildtiere – darunter Vögel, Säugetiere und Reptilien – in Lebensräumen, die ihre natürlichen Gegebenheiten nachbilden sollen. Der Botanische Garten stellt vor allem heimische Arten in den Mittelpunkt, besonders seine üppigen, ausgewachsenen Bäume, von denen einige über 150 Jahre alt sind. Außerdem gibt es eine Gärtnerei, in der über 500 Pflanzenarten kultiviert werden, viele davon mit medizinischer Nutzung, und die Bildungsprogramme unterstützt. Ursprünglich war das Gut der Landsitz von Präsident Carlos Antonio López in den 1840er-Jahren. Das Hauptgebäude spiegelt Architektur und Dekoration dieser Epoche wider und ist rechtlich als Kulturerbe geschützt. Gegründet als Botanischer Garten im Jahr 1914 von den deutschen Wissenschaftlern Karl Fiebrig und Anna Gertz, die auch den Zoo mit einem fortschrittlichen Ansatz in der Tierpflege ins Leben riefen, hat der Ort eine reiche wissenschaftliche und kulturelle Vergangenheit. Das Naturkundemuseum, das sich in einem ehemaligen Bauernhaus auf dem Gelände befindet, trägt zusätzlich zur Bildungsbedeutung bei. Obwohl der Landsitz historisch größer war, ist er durch die städtische Entwicklung verkleinert worden. Der Garten bleibt ein wichtiger Ort für Naturschutz, Bildung und Erholung in Asunción.
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Tipp: Besuchen Sie den Garten in den kühleren Morgenstunden, um im Schatten der alten Bäume die aktiven Tiere zu erleben. Kaufen Sie Tickets im Voraus, falls möglich, und fragen Sie nach Ermäßigungen für Studierende oder Gruppen. Die Gärtnerei bietet Bildungsführungen zu Heilpflanzen – ideal für alle, die sich für Botanik interessieren. Planen Sie genügend Zeit ein, um sowohl den Zoo als auch die botanischen Bereiche zu erkunden. Prüfen Sie die offizielle Website oder kontaktieren Sie den Garten für die aktuellen Öffnungszeiten sowie für besondere Veranstaltungen oder geführte Touren.
Interessante Fakten
- •Das Hauptgebäude des Gartens ist nach paraguayischem Recht als Kulturerbe geschützt.
- •Das bekannte Tagua peccary, das einst für ausgestorben gehalten wurde, ist eine zentrale Attraktion – 1980er-Jahren im paraguayischen Chaco wiederentdeckt.
- •Die botanische Gärtnerei arbeitet international zusammen, unter anderem mit dem Botanic Garden und Conservatory of Geneva.
- •Zum Landsitz gehörte einst ein Bahnhof, ein Hafen und mehr als 60 km Straßen innerhalb des Geländes.
Geschichte
Der Landsitz gehörte zunächst Carlos Antonio López, dem Präsidenten von Paraguay von 1842 bis 1862, der das Hauptgebäude in den 1840er-Jahren errichten ließ.
1896 wurde das Grundstück an die staatseigene Agricultural Bank verkauft.
Der Botanische Garten wurde 1914 von Karl Fiebrig und Anna Gertz gegründet, deutschen Wissenschaftlern, die auch den Zoo mit dem Fokus auf naturgetreue Tierlebensräume ins Leben riefen.
Garten und Zoo wurden von Fiebrig bis 1936 betreut, als ihn politische Veränderungen dazu zwangen, Paraguay zu verlassen.
Im Laufe der Zeit schrumpfte das Gut durch die Ausdehnung der Stadt und Infrastrukturmaßnahmen von über 600 Hektar.
Seitdem verwaltet die Municipalidad de Asunción den Ort und bewahrt sowohl sein kulturelles als auch sein natürliches Erbe.
Ortsführer
Haupthaus (Casa Lopez)1840s
Die historische Residenz von Carlos Antonio López, die in den 1840er-Jahren erbaut wurde, zeigt Architektur, Dekoration und technische Besonderheiten der damaligen Zeit. Es ist als geschütztes Kulturerbe eingetragen.
Botanischer Garten
Ein weitläufiges Areal mit heimischen paraguayischen Baumarten, von denen viele älter als 150 Jahre sind, mit beschatteten Spazierwegen und einer reichhaltigen Präsentation natürlicher Vegetation.
Gärtnerei
Beherbergt über 500 Pflanzenarten und konzentriert sich auf Heilpflanzen, die für Bildungsangebote anschaulich aufbereitet werden. Für Forschung und Anzucht kooperiert sie international.
Zoo
Lebensraum für etwa 64 Arten von Säugetieren, Vögeln, Reptilien und weiteren Tieren – mit Gehegen, die natürliche Lebensräume nachbilden sollen. Das Tagua peccary ist eine besonders hervorzuhebende Art.
Naturkundemuseum
Das Naturkundemuseum befindet sich in einem ehemaligen Bauernhaus auf dem Gelände und zeigt Sammlungen rund um die Naturgeschichte und Biodiversität der Region.
Kontakt
Telefon: (021) 281 389