Manzana de la Rivera

Manzana de la Rivera

Asunción

75/10090 min

Manzana de la Rivera ist ein einzigartiger Kulturkomplex in Asunción, Paraguay. Er besteht aus einem restaurierten historischen Stadtblock mit neun Häusern aus vergangenen Zeiten. Direkt gegenüber dem Regierungspalast gelegen, fungiert er als Museums-, Bibliotheks-, Theater- und Café-Zentrum und verkörpert paraguayische Geschichte und Kultur. Der Komplex umfasst Gebäude in kolonialem und neoklassizistischem Stil aus dem 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Zu den Bauten gehört das Haus Viola (ca. 1750), in dem das Museo Memoria de la Ciudad untergebracht ist, sowie das Haus Clari, das heute als Café und Kunstgalerie dient. Die Anlage wurde 1989 durch eine Bürgerinitiative vor dem Abriss gerettet und ab 1991 wiederhergestellt. Heute bietet sie vielfältige kulturelle Programmpunkte wie Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und Bildungsangebote. Die Manzana de la Rivera sticht besonders durch die Mischung aus architektonischem Erbe und lebendigem zeitgenössischem Kulturleben hervor – und ist damit ein wichtiges Symbol der paraguayischen Identität sowie ein Muss für Kulturfans in Asunción.

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Tipp: Besuchen Sie die Manzana de la Rivera an Wochentagen, wenn kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen regelmäßig stattfinden; prüfen Sie die offizielle Website, um Tickets zu buchen oder Plätze für besondere Shows zu reservieren. Für beliebte Termine empfiehlt sich eine frühzeitige Planung. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende und Gruppen verfügbar. Die Anlage liegt zentral und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Interessante Fakten

  • Das Haus Viola geht auf die Zeit zwischen 1750 und 1758 zurück und zeigt traditionelle paraguayische Bautechniken wie eine Dachgalerie mit Palmen- und Tacuara-Holz.
  • Das Haus Castelví, 1804 vom katalanischen José Castelvi erbaut, bewahrt originale Türen, Fenster und Böden aus der Kolonialzeit.
  • Das Auditorium von Ruy Díaz de Guzmán im Clari-Mestre-Haus beherbergt Konzerte, Theater-, Tanz- und Buchpräsentationen.
  • Der Garten Patio Arecayá erinnert an die Rebellion der Indianer von Arecayá und wird für Outdoor-Kulturveranstaltungen genutzt.

Geschichte

1991

Die Restaurierung der Manzana de la Rivera begann 1991 nach einer Bürgerinitiative aus dem Jahr 1989, die den historischen Stadtblock vor dem Abriss bewahren sollte.

Ursprünglich bestand der Komplex aus kolonialen und neoklassizistischen Häusern, die zwischen dem 18.

und dem frühen 20.

Jahrhundert errichtet wurden; der Ort wurde erhalten, um das architektonische Erbe Asuncións zu bewahren.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Komplex zu einem Zuhause für Museen, Bibliotheken, kulturelle Büros und Aufführungsräume und wurde so zu einem kulturellen Wahrzeichen.

Die Erhaltung spiegelt die kulturelle Wiederbelebung Paraguays nach der Diktatur und das Engagement für den Erhalt des Erbes wider.

Ortsführer

1
Viola House1750-1758

Ein Gebäude aus der Kolonialzeit Mitte des 18. Jahrhunderts, das die traditionelle paraguayische Architektur mit einem Ziegeldach und einer Palmen-Tacuara-Galerie zeigt. Hier ist das Museo Memoria de la Ciudad untergebracht, das Karten, Gemälde und Exponate präsentiert, die Asuncións Geschichte erzählen.

2
Clari House and Miguel Acevedo AdditionEarly 20th century
Architect Clari

Ein Haus im Art-déco-Stil (Art Nouveau) aus dem frühen 20. Jahrhundert, das heute als Café-Bar dient und über den Zubau Miguel Acevedo zusätzlich einen angrenzenden Raum für zeitgenössische Kunstgalerie bietet.

3
Clari-Mestre House and Ruy Diaz de Guzmán Auditorium1912

Ein neoklassizistisches Gebäude aus dem Jahr 1912 mit einem Auditorium, das für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird – darunter Konzerte, Theateraufführungen und Buchpräsentationen.

4
Vertúa House1898

Ein neoklassizistisches Haus, das 1898 erbaut wurde und heute die Stadtbibliothek beherbergt – mit über 20.000 Bänden sowie einem mobilen Bibliotheksservice, der Schulen und Parks besucht.

5
Emasa House

Ehemaliges Zollamt und Druckerei, heute mit dem Centro Cultural (Kulturzentrum), der Agencia de Cooperación Española (Spanische Kooperationsagentur) und der Cámara de Libreros del Paraguay (Paraguayischer Buchhändlerverband). Dazu gehört eine Ausstellungsgalerie für Skulpturen und Kunstwerke.

6
Castelví House1804
José Castelvi

Ein koloniales Haus, das 1804 von José Castelvi erbaut wurde. Es bewahrt originale Merkmale aus der Kolonialzeit und beherbergt Ausstellungsräume sowie einen Kinder-Spielbereich. Der Garten heißt Patio Arecayá – zu Ehren einer lokalen indigenen Rebellion.

7
Serra I and Serra II Houses

Zwei neoklassizistische Häuser, die zu einem Gebäude zusammengeführt wurden. Es gibt doppelte Flure und Zimmer, die zur Straße hin ausgerichtet sind – ein Beispiel für die Wohnarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts.

Kontakt

Telefon: (021) 442 448