Staudamm von Itaipu

Staudamm von Itaipu

Alto Paraná

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Der Staudamm von Itaipu am Río Paraná an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay gehört zu den größten Wasserkraftwerken der Welt. Er wurde 1984 fertiggestellt und ist ein binationales Projekt, das gemeinsam von beiden Ländern verwaltet wird. Der Damm verfügt über eine installierte Leistung von 14 GW aus 20 Generatoranlagen, wobei jede Anlage 700 MW erzeugt. Sein Stausee zählt zu den größten weltweit und belegt nach Größe Rang 45. Die Stromerzeugung von Itaipu liegt nur hinter dem Drei-Schluchten-Staudamm in China an zweiter Stelle und ist damit eine entscheidende Energiequelle für die Region. Der Name Itaipu leitet sich von einer nahegelegenen Insel ab und bedeutet auf Guaraní, einer indigenen Sprache, „der klingende Stein“. Neben seiner technischen Bedeutung hatte Itaipu auch eine Rolle in der regionalen Diplomatie: dafür war die Zusammenarbeit zwischen Brasilien, Paraguay und Argentinien erforderlich. Außerdem umfasst die Anlage ein Zentrum für Umwelt- und soziale Verantwortung, Tekotopa, das Nachhaltigkeit und Naturschutzmaßnahmen in den Mittelpunkt stellt. Für den Bau wurden der Río Paraná umgeleitet und eine umfangreiche internationale Zusammenarbeit koordiniert. Heute steht Itaipu als Symbol für die binatonale Partnerschaft und nachhaltige Energieerzeugung in Südamerika.

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Tipp: Besucher sollten ermutigt werden, geführte Touren im Voraus über die offizielle Website von Itaipu zu buchen, um das Ausmaß und die Technik des Damms in vollen Zügen zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch sind Wochentage, um Menschenmassen zu vermeiden. Ermäßigungen können für Studierende und Gruppen verfügbar sein. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um den Damm und das Tekotopa Environmental Center zu erkunden. Bequeme Wanderschuhe und Sonnenschutz werden empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Staudamm von Itaipu ist der drittgrößte Wasserkraftdamm der Welt nach Energieerzeugung.
  • Seine installierte Leistung beträgt 14 GW, mit 20 Generatoranlagen, die jeweils 700 MW produzieren.
  • Der Name Itaipu bedeutet auf Guaraní „der klingende Stein“ und wurde nach einer nahegelegenen Insel benannt.
  • Der Stausee des Damms ist weltweit der 45-größte.
  • Itaipu erzeugt mehr Strom als jedes andere Wasserkraftwerk außer dem Drei-Schluchten-Staudamm in China.
  • Der Damm war ein bedeutendes diplomatisches Projekt mit Brasilien, Paraguay und Argentinien.
  • Der Río Paraná wurde 1978 umgeleitet, um den Bau des Damms zu ermöglichen.

Geschichte

Die Idee für den Staudamm von Itaipu entstand in den 1960er-Jahren durch Verhandlungen zwischen Brasilien und Paraguay.

1966

Der Prozess mündete in den Iguaçu-Act von 1966 und den Vertrag von 1973, der das Projekt festlegte.

1975

Mit dem Bau wurde 1975 begonnen, nachdem 1974 die Einheit Itaipu Binacional geschaffen worden war.

1978

Ein wichtiges Meilensteinereignis war die Umleitung des Río Paraná im Jahr 1978, um den Bau des Damms zu ermöglichen.

1979

Argentinien stellte das Projekt anfangs infrage, doch ein Tripartite-Abkommen im Jahr 1979 klärte die Streitigkeiten und legte Wasserstandsregelungen zwischen den drei Ländern fest.

1982

Der Stausee begann 1982 zu füllen, und der Damm ging 1984 in Betrieb.

Seitdem ist Itaipu zu einem Eckpfeiler der regionalen Energieinfrastruktur und der Zusammenarbeit geworden.

Ortsführer

1
Kraftwerk1984

Das Herzstück des Staudamms von Itaipu: Es besteht aus 20 Generatoranlagen, die die hydraulische Energie des Flusses in Strom umwandeln. Dabei laufen 10 Anlagen mit 50 Hz für Paraguay und 10 mit 60 Hz für Brasilien.

2
Tekotopa Environmental Center

Ein Zentrum für Umwelt- und soziale Verantwortung, das mit Itaipu verbunden ist. Im Fokus stehen Naturschutz, Nachhaltigkeit und Umweltbildung.