
Burg Montalegre
Vila Real
Die Burg Montalegre ist eine bemerkenswerte mittelalterliche Festung, die auf einem Granitfelsen über der Stadt Montalegre in Vila Real, Portugal, thront. Von hier aus genießt man einen weiten Panoramablick auf die Gebirgszüge Gerês und Larouco sowie auf das Tal des Cávado. Der Ort ist seit vorgeschichtlicher Zeit bewohnt; Belege für die Präsenz von Römern, Sueben und Westgoten finden sich hier. Der Bau der Burg begann wahrscheinlich im späten 13. Jahrhundert unter König Afonso III und wurde 1331 während der Herrschaft von König Afonso IV vollendet – wie eine Inschrift am Südturm belegt. Im Laufe der Geschichte spielte die Anlage während der Portugiesischen Thronfolgekrise von 1383 bis 1385 eine strategische Rolle und wurde im 17. Jahrhundert modernisiert, um sich auf den Artilleriekampf einzustellen. Trotz des Erdbebens von 1755 ist die Burg gut erhalten: Sie besitzt vier Türme, die durch Mauern verbunden sind, sowie äußere Verteidigungsmauern und einen Wassergraben. Ihre historische Bedeutung und die beherrschende Lage nahe der galicischen Grenze machen sie zu einem Symbol des mittelalterlichen Erbes der Region und ihrer Wehrarchitektur.
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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten im Frühling oder im frühen Herbst ein – dann ist das Wetter angenehm und die Ausblicke sind klarer. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Die Burg bietet Ermäßigungen für Senioren, Studierende und Gruppen. Geführte Touren vermitteln einen tieferen historischen Kontext und sind sinnvoll, um die Bedeutung des Ortes vollständig zu erfassen. Aufgrund des unebenen Geländes sind bequeme Schuhe ratsam.
Interessante Fakten
- •Die Burg steht auf einem Granithügel und bietet Ausblicke auf die Gebirgszüge Gerês und Larouco sowie auf das Tal des Cávado.
- •Eine Inschrift am Südturm datiert die Vollendung der Burg auf 1331 und erwähnt Reparaturen aus dem Jahr 1580.
- •Die Burg gehörte zur Verteidigungslinie nahe der portugiesisch-spanischen Grenze und wurde im 17. Jahrhundert modernisiert, um Artillerie aufnehmen zu können.
- •Sie überstand das Erdbeben von 1755 in Lissabon mit nur minimalen Schäden und verlor lediglich eine Zinnenreihe.
- •Der Ort zeigt Belege für eine durchgehende menschliche Besiedlung von der Vorgeschichte über die römische, suebische und westgotische Zeit.
Geschichte
Der Standort der Burg Montalegre ist seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt; archäologische Funde belegen römische, suebische und westgotische Siedlungen.
Nach der Unabhängigkeit Portugals erhielt die Stadt 1273 eine Urkunde – der Beginn des Burgbaus unter König Afonso III.
Die Festung wurde 1331 unter König Afonso IV fertiggestellt.
Sie spielte eine Rolle in der Thronfolgekrise von 1383 bis 1385: Zunächst unterstützte sie Beatriz, fiel dann jedoch unter die Kontrolle von König Johann I.
Im 16.
und 17.
Jahrhundert wurden Reparaturen und Modernisierungen vorgenommen, darunter Anpassungen für die Artillerie während des Portugiesischen Restaurationskriegs.
Trotz des Erdbebens von 1755 erlitt die Burg nur geringe Schäden und wurde seit 1910 als nationales Denkmal erhalten.
Ortsführer
Südlicher Turm1331
Der Südliche Turm ist vor allem wegen seiner epigraphischen Inschrift bemerkenswert, die die Fertigstellung der Burg auf 1331 sowie Reparaturen aus dem Jahr 1580 datiert. Bis etwa zwei Drittel seiner Höhe ist er teilweise massiver Bauweise und diente der Verteidigung.
Bergfried (Nordturm)
Der wichtigste Bergfried-Turm ist 68 bis 70 Fuß hoch und hat einen quadratischen Grundriss mit 30 bis 40 Fuß Seitenlänge. Er war der zentrale Verteidigungsstützpunkt und beherbergte im 18. Jahrhundert die Residenz des Gouverneurs.
Burgmauern und Verteidigungsanlagen
Die Burg umfasst vier Türme, die durch Ringmauern verbunden sind, umgeben von einer äußeren Mauer und einem Wassergraben. Zu den Verteidigungselementen zählen drei Haupttore sowie ein Seitentor (Postern), und oben auf den Mauern befinden sich hölzerne Palisaden.
Kontakt
Telefon: 276 510 200