Citania de Santa Luzia

Citania de Santa Luzia

Viana do Castelo

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Die Citânia de Santa Luzia ist eine bedeutende archäologische Fundstätte auf dem Hügel Santa Luzia in Viana do Castelo, Portugal. Die aus der Eisenzeit stammende befestigte Siedlung wurde strategisch angelegt, um das Mündungsdelta des Rio Lima zu überwachen. Sie verfügt über drei Verteidigungsmauern, Türme und Gräben. Ausgrabungen haben etwa 74 Häuser freigelegt, deren Grundrisse überwiegend kreisförmig und elliptisch sind. Sie sind in kleinen, von Mauern umgebenen Vierteln angeordnet. Die Anlage belegt eine kontinuierliche Besiedlung vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis in die römische Zeit und hinein in das frühe Mittelalter. Obwohl nur ein Drittel der ursprünglichen Siedlung aufgrund späterer Bebauung ausgegraben werden konnte, umfassen die Funde Keramik aus der Castro-, der römischen und der westgotischen Epoche. Die Architektur der Siedlung zeigt, wie sich die Bauten an Gelände und Klima angepasst haben: Die Hauseingänge waren so ausgerichtet, dass sie die Bewohner vor vorherrschenden Winden und Regen schützen. Die Citânia beherbergte außerdem einst eine mittelalterliche Kapelle, die der Heiligen Lucia gewidmet war; sie wurde im frühen 20. Jahrhundert durch eine neue ersetzt. Heute ist die Anlage als nationales Denkmal geschützt und bietet einen Einblick in die Kultur und Siedlungsmuster des antiken Nordportugals.

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Tipp: Besuchen Sie die Citânia von Dienstag bis Sonntag, am besten im Frühling oder im frühen Herbst für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Eintrittskarten sind vor Ort erhältlich; möglich sind Ermäßigungen für Studierende und Senioren. In der Hochsaison wird eine vorherige Buchung empfohlen. Tragen Sie bequeme Schuhe, um das unebene Gelände gut zu meistern, und nehmen Sie Wasser sowie Sonnenschutz mit. Geführte Touren werden angeboten und vertiefen das Verständnis für die Geschichte und Architektur der Anlage.

Interessante Fakten

  • Es wurde nur etwa ein Drittel der ursprünglichen Citânia de Santa Luzia ausgegraben; vieles ging durch die Bauarbeiten im frühen 20. Jahrhundert verloren.
  • Die Siedlung war durch drei konzentrische Mauern, Türme und zwei Gräben geschützt – ein Hinweis auf eine fortschrittliche Verteidigungsarchitektur für ihre Zeit.
  • Die Hauseingänge waren nach Südwesten bis Südosten ausgerichtet, um vor Regen und nördlichen Winden zu schützen – das zeigt eine Anpassung an das Klima.
  • Man hat Keramik aus mehreren Kulturperioden – Castro, römisch und westgotisch – gefunden, was auf eine lang anhaltende Besiedlung schließen lässt.
  • An der Stelle stand einst eine mittelalterliche Kapelle, die der Heiligen Lucia gewidmet war, doch 1926 wurde sie abgerissen, um in der Nähe eine neue Kirche zu bauen.

Geschichte

Die Citânia de Santa Luzia reicht in die Eisenzeit zurück: Die Besiedlung begann etwa im 8.

Jahrhundert v.

Chr.

1876

Die erste Ausgrabung erfolgte 1876 durch Joaquim Possidónio Narciso da Silva.

Die Fundstätte zeigt Spuren römischer Besiedlung und eine fortgesetzte Nutzung bis mindestens ins 5.

Jahrhundert n.

Chr.

Im Laufe der Jahrhunderte gingen Teile der Siedlung durch den Bau eines Hotels, einer Kirche und von Straßen im frühen 20.

Jahrhundert verloren.

1926

1926 wurde die Anlage als National Monument eingestuft – ein Zeichen für ihre kulturelle und historische Bedeutung im Norden Portugals.

Ortsführer

1
Haupt- Verteidigungsmauern und TürmeEisenzeit

Drei Mauerringe aus Stein mit Türmen und zwei Gräben umschließen die Siedlung und verdeutlichen ihr strategisches Verteidigungskonzept mit Blick auf das Delta des Rio Lima.

2
WohnquartiereEisenzeit bis römische Zeit

Reste von etwa 74 Häusern, die überwiegend kreisförmig oder elliptisch sind, angeordnet in kleinen, von Mauern umgebenen Vierteln, die durch gepflasterte Verkehrsflächen voneinander getrennt sind.

3
Standort auf dem Hügel Santa Luzia

Die Lage auf dem Hügel bietet einen weitreichenden Blick über die Mündung des Rio Lima und die Atlantikküste – das unterstreicht die strategische Bedeutung der Siedlung.

Kontakt

Telefon: 258 825 917