
Aquädukt von Pegões
Santarém
Das Aquädukt von Pegões, auch bekannt als Aquädukt des Convento de Cristo, ist ein erstaunliches Meisterwerk der Wasserbaukunst. Es wurde gebaut, um das Convento de Cristo in Tomar von vier verschiedenen Quellen mit Wasser zu versorgen. Mit einer Länge von rund 6 Kilometern wurde es 1584 von Filippo Terzi entworfen und zwischen 1593 und 1614 unter der Herrschaft von Philipp I. von Portugal gebaut. Nach Terzis Tod führte Pedro Fernando de Torres die Arbeiten fort und vollendete den Hauptbau; die monumentale Fontäne im Hauptkloister des Klosters markierte die Fertigstellung im Jahr 1619. Das Aquädukt weist etwa 180 Bögen auf – darunter ein besonders eindrucksvoller Abschnitt über dem Tal von Pegões mit 58 gerundeten Bögen, die auf 16 spitz zulaufenden Bögen ruhen. Das Wasser floss aufgrund der Schwerkraft in einem Kanal, der einen Höhenunterschied von über 26 Metern überbrückte. Ursprünglich sollte es dem Kloster und seinen landwirtschaftlich genutzten Flächen Wasser liefern, später versorgte es auch die Stadt Tomar. Das Aquädukt wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt und erhielt im Laufe der Zeit verschiedene Maßnahmen zur Erhaltung, darunter in den letzten Jahren eine strukturelle Verstärkung. Seit 1910 als Nationales Denkmal eingestuft, ist es bis heute ein bedeutendes Symbol für die Renaissance-Architektur und das technische Erbe Portugals – mit dem Zusammenspiel aus Zweckmäßigkeit und monumentaler ästhetischer Wirkung.
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Tipp: Besucher sollten das Aquädukt von Pegões am besten im Frühling oder im frühen Herbst einplanen, wenn das Wetter mild ist und die Vegetation weniger dicht steht – so werden die Eindrücke von der Anlage noch stärker. Es empfiehlt sich, die lokalen Zugangsmöglichkeiten im Voraus zu prüfen und geführte Touren zu wählen, die historischen Kontext liefern. Auch wenn das Gelände zum Erkunden offen ist, können einzelne Abschnitte empfindlich sein; die Regeln zum Erhalt sind unbedingt einzuhalten. Eine Vorausbuchung für Tickets ist nicht erforderlich, aber ein Besuch im Rahmen organisierter Touren kann das Erlebnis bereichern. Ermäßigungen können für Studierende und Seniorinnen und Senioren verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Das Aquädukt hat etwa 180 Bögen. Ein besonderer Abschnitt über dem Tal von Pegões besteht aus 58 gerundeten Bögen, die auf 16 spitz zulaufenden Bögen ruhen und als „pegões“ bekannt sind.
- •Das Wasser floss aufgrund der Schwerkraft durch das Aquädukt – insgesamt mit einem Höhenunterschied von 26,28 Metern zwischen Quelle und Ziel.
- •Die monumentale Fontäne im Hauptkloister des Klosters markiert die Fertigstellung des Wasserzuführungssystems im Jahr 1619.
- •Das Aquädukt wurde 1910 in Portugal als Nationales Denkmal eingestuft.
- •Die Anlage wurde zur Wasserversorgung bis Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt und erhielt zwischen 2009 und 2017 größere Konservierungsarbeiten.
Geschichte
Der Bau des Aquädukts von Pegões begann 1593 während der Herrschaft von Philipp I.
von Portugal.
Er wurde in Auftrag gegeben, um Wasser für das Convento de Cristo und die umliegenden Ländereien bereitzustellen.
Entworfen von Filippo Terzi, wurde das Projekt nach Terzis Tod 1597 von Pedro Fernando de Torres übernommen.
Der Hauptbau wurde 1614 fertiggestellt, und der Wasserkanal erstreckte sich bis 1619 in das Kloster hinein – gekrönt von der monumentalen Fontäne im Hauptkloister.
Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Aquädukt diverse Reparaturen und Erweiterungen: So kamen 1752 neue Wasserquellen hinzu, und 1842 konnte die Stadt Tomar einen Teil der Wasserversorgung nutzen.
Im 20.
Jahrhundert hatte die Anlage unter Vernachlässigung, Diebstahl und Vandalismus gelitten.
Das führte zu Erhaltungsmaßnahmen – beginnend Ende des 20.
Jahrhunderts bis 2017 –, um das Aquädukt zu bewahren und zu stabilisieren.
Ortsführer
Bögen im Tal von Pegões1593-1614
Dieser Abschnitt zeigt 58 gerundete Bögen, die von 16 spitz zulaufenden Bögen getragen werden. Er wurde über dem tiefsten Teil des Tals von Pegões errichtet. Dies ist ein eindrucksvolles Beispiel für Ingenieurskunst der Renaissance – und die namensgebenden „pegões“ geben dem Aquädukt auch seinen populären Namen.
Brunnen im Hauptkloister1619
Der Brunnen befindet sich im Inneren des Convento de Cristo und wurde als monumentales Bauwerk 1619 fertiggestellt – als letzter Punkt der Wasserzufuhr des Aquädukts. Entworfen von Pedro Fernando de Torres symbolisiert er die erfolgreiche Wasserlieferung des Aquädukts an das Kloster.
Kontakt
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