Schloss von Torres Novas

Schloss von Torres Novas

Santarém

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Das Schloss von Torres Novas ist eine mittelalterliche Festung in der Gemeinde Torres Novas im Distrikt Santarém, Portugal. Hoch über der Stadt und dem Fluss Almonda gelegen, ist es ein bedeutendes historisches und architektonisches Wahrzeichen und gilt als Symbol der Stadt. Seine Anfänge reichen bis zu einem strategischen Militärstandort zurück, mit möglichen römischen und sogar noch früheren keltischen Wurzeln, die wichtige Routen zwischen Conímbriga und Olisipo (Lissabon) kontrollierten. Während der christlichen Reconquista wurde die Burg 1148 endgültig von Truppen unter König Afonso Henriques erobert. Die Festung erfuhr im 14. Jahrhundert größere Umbauten und Erweiterungen, vor allem unter König Dinis I und König Fernando: Sie vergrößerten die Mauern und verstärkten die Verteidigung nach Konflikten mit Kastilien. Das Schloss hat außerdem eine kulturelle Bedeutung, die mit der Verehrung von Nossa Senhora do Ó verbunden ist: Ein verehrtes Bild soll angeblich während der Bauarbeiten im späten 12. Jahrhundert gefunden worden sein. Heute ist das Schloss als Nationaldenkmal klassifiziert – ein Zeugnis von Jahrhunderten portugiesischer mittelalterlicher Militärarchitektur und lokaler Geschichte.

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Tipp: Besucher sollten das Schloss am besten im Frühling und im frühen Herbst erkunden: Dann ist das Wetter angenehm und es gibt weniger Publikum. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Senioren, Studierende und Gruppen. Geführte Touren geben noch tiefere Einblicke in die Geschichte und Architektur der Festung. Wenden Sie sich an das örtliche Tourismusbüro oder besuchen Sie die offizielle Website der Gemeinde, um die aktuellen Öffnungszeiten und Veranstaltungspläne zu erhalten.

Interessante Fakten

  • Die Lage des Schlosses bietet einen Blick auf den Fluss Almonda – Teil der historischen Tagus-Linie – einem strategischen Verteidigungsgebiet.
  • Das Bild von Nossa Senhora do Ó, das mit dem Schloss in Verbindung steht, soll etwa um 1187 während des Baus in einer Höhle gefunden worden sein.
  • König Fernando ließ die bedeutenden Erweiterungen der Schlossmauern in Auftrag geben, die 1376 fertiggestellt wurden, wie epigraphische Inschriften dokumentieren.
  • Das Schloss war an wichtigen militärischen Kampagnen der Reconquista beteiligt und wechselte im 12. Jahrhundert mehrfach den Besitzer.
  • Archäologische Hinweise deuten darauf hin, dass vor dem Bau des mittelalterlichen Schlosses einst eine römische Siedlung namens Vila Cardilium auf dem Gelände existierte.

Geschichte

308

Der Ort von Torres Novas reicht in die Antike zurück: Um etwa 308 v.

Chr.

wird die frühe menschliche Besiedlung weithin diskutiert und Griechen, Römer oder Kelten werden dafür in Betracht gezogen.

Eine römische Militärpräsenz lässt sich durch archäologische Funde belegen, darunter die römische Siedlung Vila Cardilium.

1135

Das mittelalterliche Schloss entstand im Zuge der Reconquista: Erste christliche Eroberungsversuche gab es 1135 und 1137, dauerhaft in Besitz genommen wurde die Burg jedoch 1148 von König Afonso Henriques.

Während der Almohaden-Angriffe im späten 12.

Jahrhundert wurde die Anlage beschädigt, aber unter König Sancho I wiederaufgebaut und befestigt.

1190

1190 verlieh er der Stadt die erste Stadtrechtsurkunde.

Im 14.

1374

Jahrhundert erweiterte König Fernando nach Konflikten mit Kastilien die Mauern zwischen 1374 und 1376 und verbesserte so die Verteidigungsfähigkeit.

1910

Seit 1910 ist das Schloss als Nationaldenkmal klassifiziert und bewahrt damit sein historisches Erbe.

Ortsführer

1
Hauptmauern und Türme der Burg14th century
King Fernando of Portugal

Die mittelalterlichen Mauern und Türme der Burg prägen die Skyline der Stadt. Sie zeigen Befestigungstechniken aus dem 14. Jahrhundert sowie königliche Inschriften, die den Bau unter König Fernando würdigen.

2
Kapelle Nossa Senhora do Ócirca 1187

Eine kleine Kapelle innerhalb des Burgareals, die Nossa Senhora do Ó gewidmet ist. Sie steht mit einem verehrten Bild in Verbindung, das während des Baus der Burg im späten 12. Jahrhundert entdeckt wurde, und spiegelt so die religiöse und kulturelle Geschichte der Festung wider.

Kontakt

Telefon: 249 813 019