Santa Maria Island Red Desert

Região Autónoma dos Açores

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Die Santa Maria Island Red Desert, lokal bekannt als Barreiro da Faneca, ist eine markante, halbtrockene Landschaft in der Gemeinde São Pedro auf der Insel Santa Maria in den Azoren. Auf einer Fläche von etwa 1542 Hektar erstreckt sich dieses Schutzgebiet vom Ponta dos Frades bis an die Nordspitze der Insel. Es umfasst den Barreiro da Faneca sowie die Buchten von Raposo, Cré und Tagarete. Das Gelände ist geprägt von einem gelblich-rötlichen Tonboden, der zur Feteiras-Formation gehört, und schafft so eine seltene Halbwüstenlandschaft, wie sie in den Azoren nur hier zu finden ist. Die Landschaft weist sanft wellige Reliefformen mit Höhen um etwa 200 Meter und flachen Hängen von unter 5% auf, in denen Wind- und Wassererosion duneartige Formationen geschaffen haben. Zwar war die Vegetation historisch eher spärlich, doch in den letzten Jahrzehnten hat sich die natürliche Pflanzenbedeckung deutlich erhöht: Heute sind etwa 70% des Gebiets von einheimischen Arten bedeckt, darunter Erica azorica (Heide), Picconia azorica (Pau-branco), Scabiosa nitens und weitere. Die benachbarten Buchten haben einen hohen geologischen und ökologischen Wert: Sedimentär aufgebaut sind sie so erhalten, dass Fossilien gut überliefert sind; steile Felswände wiederum bieten wichtige Brutplätze für geschützte Seevögel wie Calonectris diomedea borealis (Cagarro) und Sterna-Arten. Die Kombination aus geologischer Besonderheit, endemischer Flora und bedeutenden Brutlebensräumen für Vögel macht den Barreiro da Faneca zu einem bemerkenswerten Naturphänomen in den Azoren.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Barreiro da Faneca sind die trockeneren Monate, wenn die Farben und Formationen besonders eindrucksvoll wirken. Aufgrund des unebenen Geländes sollten Besucher festes Schuhwerk tragen und Schutzgebiete respektieren, um die endemischen Pflanzen und Lebensräume der Vögel zu bewahren. Geführte Touren können helfen, die geologische und ökologische Bedeutung besser zu verstehen. Eine vorausschauende Planung wird empfohlen, da die Erreichbarkeit je nach Wetterbedingungen variieren kann.

Interessante Fakten

  • Der Barreiro da Faneca weist eine seltene Halbwüstenlandschaft auf, die in den Azoren einzigartig ist, und ist geprägt von gelblich-rötlichem Tonboden.
  • Wind- und Wassererosion haben duneartige Formationen im Tonboden-Gelände geschaffen.
  • Etwa 70% des Gebiets sind heute von endemischen Pflanzenarten bedeckt, darunter Erica azorica und Picconia azorica.
  • Die nahegelegenen Buchten enthalten Sedimentgesteine mit gut erhaltenen marinen Fossilien.
  • Steile Klippen und die Insel Ilhéu das Lagoinhas dienen als wichtige Brutplätze für geschützte Seevögel wie Calonectris diomedea borealis und Sterna-Arten.

Geschichte

Der Barreiro da Faneca wurde als geschützte Landschaft von regionalem Interesse anerkannt und wird von der Autonomen Region der Azoren verwaltet.

Historisch war das Gebiet weitgehend karg, mit vereinzelten Vegetationsinseln, doch in den letzten Jahrzehnten hat eine natürliche Wiederbewaldung die Pflanzenbedeckung deutlich erhöht.

Die geologischen Formationen in den benachbarten Buchten haben marine Fossilien bewahrt und verweisen so auf die uralte Sedimentgeschichte der Region.

Auch die Bedeutung des Gebiets für die Brut von Seevögeln wurde anerkannt, was die Schutzbemühungen unterstützt.

Ortsführer

1
Barreiro da Faneca-Tonlandschaft

Eine ausgedehnte Fläche mit trockenem, rötlichem Tonboden, der eine Halbwüstenlandschaft bildet, wie sie in den Azoren einzigartig ist – mit eindrucksvollen Spuren von Wind- und Wassererosion, etwa in Form von Dünen.

2
Buchten von Cré, Raposo und Tagarete

Eine Reihe von Buchten mit sedimentären Formationen, darunter fossilführende Kalksteine und Konglomerate, sowie steilen Klippen und Wasserfällen – und damit sowohl geologisch als auch ökologisch interessant.

3
Ilhéu das Lagoinhas

Eine kleine Insel vor der Küste, die entscheidende Brutgebiete für geschützte Seevögel wie den Cagarro und Seeschwalben bietet.