
Furtas-Tal
Região Autónoma dos Açores
Das Furtas-Tal liegt auf der Insel São Miguel im Archipel der Azoren und ist ein bemerkenswertes Naturphänomen, das durch vulkanische Aktivität geformt wurde. Das Tal ist berühmt für seine geothermischen Erscheinungen – darunter Fumarolen, heiße Quellen und brodelnde Calderas –, die eine unverwechselbare Landschaft mit macaronesischer Vegetation entstehen lassen. Eine der einzigartigsten kulturellen Traditionen des Tals ist die Zubereitung von „Cozido das Furnas“, einem traditionellen portugiesischen Eintopf, der unterirdisch mithilfe der Wärme des Vulkans gekocht wird. Außerdem beherbergt das Tal die Lagoa das Furnas, einen malerischen See, der von üppigem Grün umgeben ist und vulkanische Manifestationen zeigt. Besonders erwähnenswert ist die Kapelle Nossa Senhora das Vitórias, die als Mausoleum für José do Canto errichtet wurde und 1886 eingeweiht ist; sie steht am Ufer des Sees. In der Region befindet sich außerdem das Centro de Monitorização e Investigação de Furnas (CMIF), ein architektonisches Wahrzeichen, entworfen von Manuel Aires Mateus, das ökologische Wiederherstellung unterstützt und Besucher über das natürliche Erbe des Tals informiert. Das milde Klima und die üppige Natur im Furtas-Tal machen es gleichermaßen zu einem außergewöhnlichen Ziel für Naturliebhaber und Kulturinteressierte.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Furtas-Tal ist im Frühling und Sommer, wenn das Grün besonders üppig ist und das Wetter mild bleibt. Besucher sollten geführte Touren buchen oder das Centro de Monitorização e Investigação de Furnas (CMIF) besuchen, um tiefere Einblicke in die Ökologie des Tals und seine geothermische Aktivität zu erhalten. Wer Tickets oder Touren im Voraus kauft bzw. bucht, kann Menschenmengen vermeiden. An einigen Attraktionen gibt es Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Aufgrund unebenem Gelände und von Gehwegen rund um den See und die geothermischen Bereiche werden bequeme Schuhe empfohlen.
Interessante Fakten
- •Das Furtas-Tal ist berühmt für seine geothermische Kochmethode: Der traditionelle portugiesische Eintopf „Cozido das Furnas“ wird unterirdisch mithilfe der Wärme des Vulkans zubereitet.
- •Die Kapelle Nossa Senhora das Vitórias, die am Ufer des Sees liegt, war ursprünglich als Mausoleum für José do Canto gedacht und wurde 1886 eingeweiht.
- •Das Centro de Monitorização e Investigação de Furnas (CMIF), das 2011 eröffnet wurde, erhielt 2011 den International Stone Architecture Award für sein einzigartiges Basaltstein-Design.
- •Das Furtas-Tal gehört zum geologisch aktiven Dreifach-Knotenpunkt der Azoren, an dem drei tektonische Platten aufeinandertreffen – ein Faktor für seine vulkanische Aktivität.
Geschichte
Die vulkanische Landschaft des Furtas-Tals wurde über Tausende von Jahren durch die für das Azoren-Archipel typische geothermische Aktivität geformt.
Das Tal und sein See entstanden durch Vulkanausbrüche und die anschließenden geothermischen Phänomene wie Fumarolen und brodelnde Quellen.
Die Kapelle Nossa Senhora das Vitórias wurde 1886 als Mausoleum für José do Canto eingeweiht, eine bedeutende Persönlichkeit der Region.
In neuerer Zeit wurde 2011 das Centro de Monitorização e Investigação de Furnas (CMIF) eingerichtet, um die ökologische Erholung und die Umweltbildung im Tal zu unterstützen – ein Zeichen für die fortlaufenden Bemühungen, die einzigartige Natur des Furtas-Tals zu bewahren und besser zu verstehen.
Ortsführer
Lagoa das Furnas
Ein vulkanischer See, umgeben von üppiger macaronesischer Vegetation und geothermischen Besonderheiten wie Fumarolen und heißen Quellen. Hier wird der traditionelle „Cozido das Furnas“ unterirdisch mithilfe der Wärme des Vulkans gekocht.
Chapel of Nossa Senhora das Vitórias1886
Eine markante Kapelle an den Ufern der Lagoa das Furnas, erbaut als Mausoleum für José do Canto und 1886 eingeweiht. Sie gehört zu den kuriosesten architektonischen Wahrzeichen auf São Miguel.
Center for Monitoring and Research of Furnas (CMIF)2011
Ein ökologisches und Bildungszentrum, das 2011 eröffnet wurde und von dem Architekten Manuel Aires Mateus entworfen ist. Das Zentrum fördert die ökologische Wiederherstellung des Sees und des umliegenden Tals und bietet interaktive Ausstellungen zur Geologie, Flora und Fauna der Region.
Kontakt
Telefon: 302 030 350