Schloss von Castelo de Vide

Schloss von Castelo de Vide

Portalegre

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Das Schloss von Castelo de Vide ist eine mittelalterliche Festung in der Gemeinde Santa Maria da Devesa, im Municipio von Castelo de Vide, Portugal. Auf einer Anhöhe nördlich der Serra de São Mamede gelegen, gewann es vor allem durch seine Nähe zur Grenze mit Spanien an strategischer Bedeutung. Die Ursprünge der Burg reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Bedeutende Befestigungsmaßnahmen wurden unter den Königen Dinis und Afonso IV. vorangetrieben und mündeten bis 1327 in den Bau der Mauern und des Bergfrieds. Über die Jahrhunderte hinweg spielte die Anlage eine wichtige Rolle während der Reconquista und in den anschließenden territorialen Auseinandersetzungen – darunter Konflikte zwischen königlichen Thronerben sowie im Portugiesischen Wiederherstellungskrieg, als die Anlage modernisiert wurde, um Artillerieangriffen standzuhalten. Architektonisch besitzt das Schloss eine leicht trapezförmige polygonale Grundrissanlage der Mauer mit einem rechteckigen Bergfried, einem Zwinger sowie mehreren flankierenden Türmen. In den Mauern finden sich regionaler Quarzit und Granit, Ziegel und Kalkmörtel. Der Turm von Menagem wurde durch eine Explosion im Jahr 1705 und das Erdbeben von 1755 beschädigt, aber bis 1978 wiederhergestellt. Das Schloss ist bis heute ein Symbol des mittelalterlichen Erbes der Region und bietet einen weiten Blick über die Landschaft des Alentejo – oft auch als „Sintra des Alentejo“ bezeichnet, wegen seiner landschaftlichen Schönheit.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, Castelo de Vide im Frühling oder im frühen Herbst zu erkunden, um angenehmes Wetter und schöne Aussichten zu genießen. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und in der Hochsaison Tickets vorher zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Ermäßigungen können für Senioren, Studierende und Gruppen verfügbar sein. Geführte Touren bereichern den Besuch, weil sie tiefere historische Hintergründe vermitteln. Aufgrund der Lage auf dem Hügel und unebener Flächen sind bequeme Schuhe empfehlenswert.

Interessante Fakten

  • Die Burg ist seit 1910 als Nationaldenkmal klassifiziert und unterstreicht damit ihre kulturelle Bedeutung in Portugal.
  • Die Lage auf einem Hügel bietet einen herrlichen Blick auf die Serra de São Mamede sowie auf die umliegende Region Alentejo.
  • Das Schloss war in einen bemerkenswerten Thronfolgekonflikt im 13. Jahrhundert verwickelt: zwischen König Dinis und seinem Bruder, dem Infanten Afonso Sanches.
  • Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss für den Einsatz in der Artilleriekriegsführung angepasst und modernisiert – unter der Leitung des französischen Ingenieurs Nicolau de Langres.
  • Der Bergfried wurde durch eine Explosion im Jahr 1705 während der spanischen Besatzung schwer beschädigt und später auch durch das Erdbeben von 1755 in Lissabon – bis 1978 wiederhergestellt.

Geschichte

Die mittelalterlichen Ursprünge von Castelo de Vide reichen bis ins 13.

Jahrhundert zurück.

1279

Erste Befestigungen wurden 1279 durch Infante Afonso Sanches in Angriff genommen, was zum Konflikt mit König Dinis führte.

Die Burg wurde unter König Afonso IV.

1327

endgültig bis 1327 mit Mauern umschlossen.

1383

1383 wurden Schloss und Stadt dem Orden von Avis zugesprochen.

1383

In der Krise von 1383 bis 1385 spielte die Burg eine Rolle, indem sie den Meister von Avis während der portugiesischen Thronfolgeauseinandersetzung unterstützte.

Im 17.

Jahrhundert wurde die Festung während des Portugiesischen Wiederherstellungskriegs unter dem französischen Militäringenieur Nicolau de Langres modernisiert, um sich gegen Artillerieangriffe zu wappnen.

Die Festung umfasste sowohl das Schloss als auch die Festung São Roque, die durch Bastionsmauern miteinander verbunden waren.

1705

Der Turm der Burg erlitt 1705 während der spanischen Besatzung Schäden und erneut beim Erdbeben von 1755, wurde jedoch im 20.

Jahrhundert wiederhergestellt.

Ortsführer

1
Bergfried (Torre de Menagem)14. Jahrhundert

Ein massiver rechteckiger Turm, der die wichtigste Festung des Schlosses bildet. Er besitzt einen achteckigen Raum mit einer zylindrischen Gefängniszelle (aljube), große rechteckige Fenster sowie acht Säulen mit Kapitellen, die Gewölbedecken tragen. Historisch wurde er durch Explosion und Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen und bis 1978 vollständig restauriert.

2
Schlossmauern und Zwinger (Barbican)1327

Die Schlossmauern bilden ein leicht trapezförmiges Polygon mit Zinnen und flankierenden Türmen – einschließlich eines Zwingers am Eingang. Die Mauern sind aus Quarzit- und Granitstein, Ziegeln sowie Kalkmörtel gebaut und zeigen damit mittelalterliche Wehrarchitektur.

3
Festung São Roque und Bastionsmauern1640er
Nicolau de Langres

Diese Befestigungsanlage wurde während des 17. Jahrhunderts im Portugiesischen Wiederherstellungskrieg errichtet. Sie liegt östlich des Schlosses und ist durch umfangreiche Bastionsmauern verbunden – so ausgelegt, dass sie Artillerieangriffen standhält. Im Hochpunkt beherbergte sie eine Besatzung von 600 Soldaten sowie Reiterkompanien.

Kontakt

Telefon: 245 908 220

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