Pena-Palast

Pena-Palast

Lisboa

90/10090 min

Der Pena-Palast, der in Sintra an der Portugiesischen Riviera liegt, ist ein eindrucksvolles Beispiel des Romantizismus aus dem 19. Jahrhundert und eines der bekanntesten Wahrzeichen Portugals. Ursprünglich war die Anlage eine der Unserer Lieben Frau von Pena gewidmete Kapelle, aus der im 16. Jahrhundert ein Kloster wurde, bevor der Ort durch Blitzschlag und das Erdbeben von 1755 in Lissabon stark zerstört wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts verwandelte König Ferdinand II. die Ruinen in einen lebendigen Palast und ließ eine Umgestaltung im romantischen Stil durchführen, die Elemente des Neugotik, des Neo-Manuelino, des Neo-Islamischen und der Neo-Renaissance vereinte. Die vielseitige Architektur des Palastes, die farbenfrohen Fassaden und die beherrschende Lage auf einem Hügel machen ihn sowohl visuell als auch historisch besonders – und damit gleichermaßen beeindruckend. Er diente als königlicher Sommersitz und wurde später vom portugiesischen Staat übernommen, wodurch er zum Nationaldenkmal und Museum wurde. Heute zieht der Pena-Palast Besucher aus aller Welt an und bietet ein sinnliches Erlebnis zwischen üppigen Gärten und nebligen Bergblicken. Damit verkörpert er die künstlerische Vision seines Schöpfers, König Ferdinand II.

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Tipp: Besuchen Sie den Palast am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, um große Menschenmengen zu vermeiden und das Ensemble im weicheren Licht zu genießen. Tickets müssen im Voraus mit Datum- und Zeitreservierung gekauft werden. Wenn Sie beides komplett erkunden möchten, lohnt sich der Kauf von Kombitickets für den Palast und den Park. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche, Senioren und Familien. Fahren Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Lissabon nach Sintra und nehmen Sie dann den Bus 434, um den Palast zu erreichen. Tragen Sie bequeme Schuhe für die Spaziergänge über die hügeligen Parkwege und seien Sie auf möglichen Nebel oder Hochnebel vorbereitet, der in der Gegend vorkommen kann.

Interessante Fakten

  • Der Pena-Palast gehört zu den Sieben Weltwundern Portugals.
  • Er wurde auf den Ruinen eines im 16. Jahrhundert gewidmeten Klosters für Unsere Liebe Frau von Pena errichtet.
  • Der Palast vereint Stilrichtungen des Neugotik, des Neo-Manuelino, des Neo-Islamischen und der Neo-Renaissance.
  • König Ferdinand II., ein Amateurarchitekt und Künstler, prägte viele dekorative Details persönlich.
  • Auf klaren Tagen ist der Palast von Lissabon aus zu sehen – dank seiner Lage auf dem Hügel.
  • Er war der letzte Wohnsitz von Königin Amélia, bevor die portugiesische Monarchie endete.
  • Der Palast war einst optisch grau, wurde jedoch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wieder in seine ursprünglichen, lebendigen Farben zurückrestauriert.

Geschichte

Der Ort begann im späten 15.

Jahrhundert als Kapelle, die der Unseren Lieben Frau von Pena gewidmet war, nachdem eine angebliche Erscheinung den Auftrag ausgelöst hatte.

König Manuel I.

ließ dort im 16.

1755

Jahrhundert ein Kloster errichten, das über Jahrhunderte Mönche beherbergte, bis es durch Blitzschlag beschädigt und durch das Erdbeben von 1755 schwer verwüstet wurde.

1838

1838 erwarb König Ferdinand II.

1842

die Ruinen und die umliegenden Ländereien und verwandelte die Überreste zwischen 1842 und 1854 in einen romantischen Palast, der mehrere Stilrichtungen miteinander verbindet.

1889

Der Palast wurde zum königlichen Sommersitz und später 1889 an den portugiesischen Staat verkauft.

1910

1910 wurde er zum Nationaldenkmal erklärt und 1995 zum UNESCO-Welterbe – damit wurde seine kulturelle Bedeutung endgültig festgeschrieben.

Ortsführer

1
Klostertrakt und Uhrturm16. Jahrhundert

Die restaurierte Bausubstanz des ursprünglichen Klosters aus dem 16. Jahrhundert und sein Uhrturm – als historisches Herzstück des Palastkomplexes.

2
Bogenhof und Kapelle16. Jahrhundert
Nicolau Chanterene (Gemälde)

Ein offener Innenhof mit maurisch inspirierten Arkaden, die zur Kapelle führen. Zu sehen sind Arbeiten aus Marmor und Alabaster, die Nicolau Chanterene zugeschrieben werden.

3
Fürstlicher Bereich und zylindrische Bastion1840er Jahre
Wilhelm Ludwig von Eschwege und König Ferdinand II

Der Hauptbereich mit Wohnräumen, deren Interieurs im Stil einer Kathedrale gestaltet sind – darunter kunstvoll verzierte Fenster, die sich an der Convent of the Order of Christ in Tomar orientieren.

Kontakt

Telefon: 21 923 7300