Kloster Batalha

Kloster Batalha

Leiria

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Das Kloster Batalha, offiziell das Kloster von Santa Maria da Vitória, ist ein Dominikanerinnenkloster im Zentrum Portugals. Es wurde errichtet, um den entscheidenden Sieg der Portugiesen in der Schlacht von Aljubarrota 1385 zu feiern. Der Bau begann 1386 unter König Johann I. und zog sich über mehr als ein Jahrhundert hin. Dabei waren mehrere Architekten beteiligt, und die Anlage verbindet die Spätflamboyantgotik mit dem unverwechselbaren manuelinischen Stil. Berühmt ist das Kloster vor allem für seine filigranen architektonischen Details – darunter die Kapelle des Stifters, die Unfertigen Kapellen (Capelas Imperfeitas) sowie die große Kirche mit ihrem weit in die Höhe ragenden Langhaus und den polygonalen Kapellen. Das Kloster diente als Begräbnisstätte der Dynastie von Avis: Hier befinden sich die Gräber mehrerer portugiesischer Monarchen und Angehöriger der königlichen Familie. Trotz Schäden durch das Erdbeben von 1755 und die napoleonischen Invasionen wurden im Zuge von Restaurierungen im 19. und 20. Jahrhundert seine Pracht und Wirkung weitgehend erhalten. Als Nationaldenkmal ausgewiesen und später UNESCO-Welterbestätte, gehört es bis heute zu den meistbesuchten Kulturstätten Portugals und hat seit 2016 den Status einer Nationalen Pantheon-Stätte.

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Tipp: Besuchen Sie das Kloster im Frühling oder im frühen Herbst, um den Andrang in den Sommermonaten zu vermeiden und mildere Temperaturen zu genießen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus online zu kaufen – besonders in der Hauptsaison. Häufig gibt es Ermäßigungen für Schüler, Senioren und Gruppen. Geführte Touren geben einen tieferen Einblick in die reiche Geschichte und Architektur des Klosters. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um die Kreuzgänge, Kapellen und die Bereiche des Museums gründlich zu erkunden.

Interessante Fakten

  • Das Kloster erinnert an die Schlacht von Aljubarrota von 1385, ein entscheidendes Ereignis, das die Unabhängigkeit Portugals sicherte.
  • Der Baustil verbindet auf einzigartige Weise die Spätflamboyantgotik mit dem für Portugal typischen manuelinischen Stil.
  • Die Unfertigen Kapellen (Capelas Imperfeitas) sind bis heute nicht vollendet und stehen sinnbildlich für den Übergang von der Gotik zur Renaissance.
  • Das Kloster beherbergt die Gräber von König Johann I., der Königin Philippa von Lancaster sowie weiterer Mitglieder der Dynastie von Avis.
  • Es wurde 1983 als UNESCO-Welterbestätte ausgewiesen und damit seine kulturelle und architektonische Bedeutung gewürdigt.
  • Napoleonische Truppen richteten 1810 bis 1811 schwere Schäden an, die im 19. Jahrhundert wiederhergestellt wurden.
  • 2016 wurde es als Nationales Pantheon benannt – gemeinsam mit dem Jerónimos-Kloster in Lissabon.

Geschichte

1386

Das Kloster wurde 1386 von König Johann I.

in Auftrag gegeben, um die Jungfrau Maria für den Sieg in der Schlacht von Aljubarrota zu danken.

1383

Diese beendete die Krise von 1383 bis 1385 und sicherte die Unabhängigkeit Portugals.

130

Der Bau erstreckte sich über mehr als 130 Jahre und war an die Herrschaft von sieben Königen sowie die Arbeit von fünfzehn Architekten gebunden.

Dabei wurden neue architektonische Stilrichtungen nach Portugal eingeführt.

1755

Das Erdbeben von 1755 in Lissabon verursachte zwar Schäden, doch die Anlage erlitt in den napoleonischen Invasionen zu Beginn des 19.

Jahrhunderts weitaus größere Zerstörungen.

1834

Nach der Vertreibung der Dominikaner im Jahr 1834 wurde das Kloster verlassen und ab 1840 unter König Ferdinand II.

wiederhergestellt.

1907

1907 wurde das Kloster zum Nationaldenkmal erklärt, 1983 erhielt es den Status einer UNESCO-Welterbestätte.

2016

2016 wurde ihm der Status eines Nationalen Pantheons verliehen – dort befinden sich die Gräber mehrerer portugiesischer Monarchen.

Ortsführer

1
Kapelle des Stifters (Capela do Fundador)15. Jahrhundert

Eine königliche Grabkapelle, die von König Johann I. in Auftrag gegeben wurde. Sie ist reich verziert und beherbergt die Gräber der Dynastie von Avis. Sie ist ein Beispiel für den detailreichen manuelinischen Stil und dient als zentraler Bezugspunkt für die historische Bedeutung des Klosters.

2
Unfertige Kapellen (Capelas Imperfeitas)15. bis 16. Jahrhundert
Mateus Fernandes der Ältere

Ein achteckiger Bau auf der rechten Seite der westlichen Fassade, der unvollendet blieb – unter anderem, weil sich die königlichen Prioritäten verschoben. Er zeigt eine Mischung aus gotischen und frührenaissancezeitlichen Elementen der Architektur und steht sinnbildlich für die Entwicklung der Stile während der Bauzeit des Klosters.

3
Hauptkirche1386-1517
Afonso Domingues, Huguet und andere

Das zentrale Bauwerk in Form eines lateinischen Kreuzes mit einem Langhaus von 80 Metern Länge, 22 Metern Breite und 32,5 Metern Höhe. Es umfasst ein Querschiff sowie fünf polygonale Kapellen, wobei die zentrale Kapelle (Capela-mor) am eindrucksvollsten ist. Im Inneren sind Einflüsse der Rayonnant- und der Flamboyantgotik erkennbar.

4
Kreuzgänge von König João I. und König Afonso V.15. Jahrhundert
Fernão de Évora

Zwei Kreuzgänge, die sich an Kirche und Kapitelhaus anschließen und in unterschiedlichen Regierungszeiten entstanden. Der Kreuzgang von Afonso V weist manuelinische Stilelemente auf und wurde von dem Architekten Fernão de Évora hinzugefügt.

5
Kapitelhaus (Sala do Capítulo)Frühes 15. Jahrhundert
Huguet

Neben dem Chor der Kirche gelegen, wurde dieser Raum von der klösterlichen Gemeinschaft für Zusammenkünfte und Verwaltung genutzt. Er zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Kuppel und eine flamboyantgotische Dekoration aus.

Kontakt

Telefon: 244 765 497