Botanischer Garten der Universität Coimbra

Botanischer Garten der Universität Coimbra

Coimbra

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Der Botanische Garten der Universität Coimbra wurde 1772 vom Marquis de Pombal gegründet und gehört zu den schönsten botanischen Gärten Europas. Er erstreckt sich über 13 Hektar und dient sowohl der Ausbildung als auch der Wissenschaft: Mit umfangreichen Pflanzensammlungen unterstützt er Studierende der Botanik und Forschende – darunter auch exotische tropische Arten sowie ein bemerkenswertes Arboretum. Der Garten ist in zwei Bereiche gegliedert: eine repräsentative, terrassierte obere Anlage mit dem Central Square, das Elemente der europäischen Gartenkunst des 18. Jahrhunderts aufgreift, und ein Arboretum im Tal mit dichter exotischer Vegetation, einem Bambuswald und einer großen Sammlung von Eukalyptusarten. Zudem beherbergt er Gewächshäuser, in denen tropische und subtropische Pflanzen wie Victoria cruziana kultiviert werden. Der Garten bietet außerdem lokalen Tieren wie dem braunen Eichhörnchen Unterschlupf, das in den 1990er-Jahren eingeführt wurde. Über Jahrhunderte wurde er durch bedeutende Botaniker weiterentwickelt, die die Sammlungen ausbauten, die Anlagen modernisierten und internationale Saatgut-Austausche förderten. Bis heute ist der Garten eng mit der Fakultät für Botanik der Universität Coimbra verbunden – einschließlich Bibliothek, Herbar, Museum und Laboren – und spiegelt so seine historische und wissenschaftliche Bedeutung wider.

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Tipp: Besuchen Sie den Garten im Frühling und im frühen Sommer für optimale Pflanzenpräsentationen und angenehmes Wetter. Eine vorherige Buchung geführter Touren wird empfohlen, damit Sie den wissenschaftlichen und historischen Kontext des Gartens vollständig erleben können. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar. Der Garten ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bietet Einrichtungen für den Besucherkomfort.

Interessante Fakten

  • Der Garten wurde 1772 vom Marquis de Pombal als Teil der Universitätsreformen gegründet.
  • Er umfasst 13 Hektar und gilt als einer der schönsten botanischen Gärten Europas.
  • Der Garten hat einen Bambuswald und eine Sammlung von 51 Eukalyptusarten.
  • Er beherbergt die 1994 eingeführte Art des braunen Eichhörnchens, die sich im Ökosystem prächtig entwickelt hat.
  • Die Victoria cruziana, eine Riesen-Wasserlilie, zählt zu den bewundertesten Pflanzen des Gartens.
  • Das Index Seminum wurde einst unter den weltweit besten sechs geführt – sowohl bei der Sortenvielfalt der Samen als auch in wissenschaftlicher Hinsicht.

Geschichte

1772

Der Garten wurde 1772 im Rahmen der Reformen der Universität Coimbra unter dem Marquis de Pombal gegründet.

Zunächst stand er unter der Aufsicht von Domingos Vandelli, später von Félix Avelar Brotero, der ihn im frühen 19.

Jahrhundert ausbaute.

Im späten 19.

Jahrhundert intensivierte Júlio Henriques unter anderem den internationalen Pflanzenaustausch und startete wissenschaftliche Publikationen.

1918

Luís Wittnich Carrisso bereicherte den Garten von 1918 bis 1937 weiter, führte viele exotische afrikanische Pflanzen ein und modernisierte die Anlagen.

1997

Seit 1997 organisiert der Garten geführte sowie kostenfreie Besuche und bewahrt dabei seine Bildungs- und Schutzaufgaben.

Ortsführer

1
Central Square (Quadrado Central)18. Jahrhundert

Der älteste Teil des Gartens mit einer repräsentativen, formalen Anlage im europäischen Stil des 18. Jahrhunderts. Dazu gehört ein Springbrunnen aus den 1940er-Jahren sowie Bäume, die in Broteros Zeit gepflanzt wurden – darunter Cryptomeria japonica und Erythrina crista-galli.

2
Order Beds

Taxonomisch gruppierte Pflanzbeete, die für die botanische Ausbildung und den internationalen Saatgut-Austausch genutzt werden und die wissenschaftlichen Funktionen des Gartens unterstützen.

3
Greenhouses

Anlagen zur Kultivierung tropischer und subtropischer Pflanzen bei kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit – darunter die bemerkenswerte Victoria cruziana-Wasserlilie.

4
Arboretum (Mata)

Der Talbereich des Gartens mit dichtem Bestand exotischer Bäume, einem Bambuswald und einer großen Sammlung von Eukalyptusarten – darunter auch ein bemerkenswertes Exemplar von Ficus macrophylla.

Kontakt

Telefon: 239 855 215