
Pedro-e-Inês-Fußgängerbrücke
Coimbra
Die Pedro-e-Inês-Fußgängerbrücke ist eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Rio Mondego in Coimbra, Portugal. Sie wurde in den Jahren 2006–2007 eröffnet und von dem portugiesischen Bauingenieur António Adão da Fonseca sowie dem Architekten Cecil Balmond (Arup Group) entworfen. Besonders hervorzuheben ist die innovative Ingenieurskunst: Die Brücke besteht aus zwei auskragenden Gehwegen, die sich in der Mitte zwar treffen, aber seitlich versetzt sind – wodurch der visuelle Eindruck entsteht, als würde die Brücke nicht zusammenpassen. Die Gestaltung wurde von der Bewegung überspringender Steine inspiriert und wird so beschrieben, als sei das Vorhaben auf den ersten Blick unmöglich. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt etwa 274,5 Meter; fünf ungleich lange Spannweiten werden von Metallbögen getragen, wobei die größte 110 Meter überspannt. Die Fahrbahn besteht aus einer Mischung aus Stahl und Stahlbeton mit einem vier Meter breiten Holzweg, der sich in der Mitte zu einem acht Meter breiten Platz erweitert. Die Geländer sind aus laminierten Glasplatten gefertigt, die in Gelb, Blau, Grün und Pink eingefärbt sind – das unterstreicht den ästhetischen Reiz der Brücke. Benannt nach der tragischen Liebesgeschichte von Pedro, dem Kronprinzen von Portugal, und Inês de Castro, ist die Brücke zu einem Wahrzeichen in Coimbra geworden und eine beliebte Attraktion für Einheimische und Touristen gleichermaßen.
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Tipp: Die beste Zeit, um die Pedro-e-Inês-Fußgängerbrücke zu besuchen, sind die Tagesstunden, damit Sie die farbigen Glas-Geländer und das besondere Tragwerksdesign voll zur Geltung bringen können. Besucher sollten ermutigt werden, die Brücke zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu überqueren, um die optische Täuschung aus nächster Nähe selbst zu erleben. Es ist kein spezielles Ticket erforderlich, da es sich um eine öffentliche Fußgängerbrücke handelt. In besonders geschäftigen Touristensaisons kann ein Besuch früh am Morgen oder spät am Nachmittag eine ruhigere Erfahrung bieten. Gelegentliche Wartungsschließungen sind möglich – daher empfiehlt es sich, vorab die lokalen Informationen zu prüfen.
Interessante Fakten
- •Die Brücke wird vor Ort als „Brücke, die nicht zusammenkommt“ bezeichnet, weil die auskragenden Hälften visuell so wirken, als seien sie voneinander getrennt.
- •Ihr Design wurde von der Bewegung überspringender Steine über dem Wasser inspiriert.
- •Das Geländer besteht aus laminierten Glasplatten in vier Farben: Gelb, Blau, Grün und Pink – das erzeugt einen besonders lebendigen visuellen Effekt.
- •Die längste Spannweite der Brücke beträgt 110 Meter und wird von Metallbögen getragen.
- •Es war die erste Fußgängerbrücke, die in Coimbra gebaut wurde, und verbesserte so die Verbindung für Fußgänger über den Rio Mondego.
Geschichte
Die Pedro-e-Inês-Fußgängerbrücke wurde 2006 eingeweiht – im Rahmen der Initiative Programa Pólis zur städtischen Erneuerung in Coimbra.
Sie wurde von António Adão da Fonseca und Cecil Balmond entworfen und verbindet innovative Ingenieurskunst mit einer künstlerischen Vision.
Die Brücke wurde gebaut, um eine Fußgänger- und Radverbindung über den Rio Mondego zu schaffen und damit die bestehenden Straßenbrücken der Stadt zu ergänzen.
Ihr Name erinnert an die tragische Liebesgeschichte von Pedro, Kronprinz von Portugal, und Inês de Castro – eine historische Erzählung, die tief in der portugiesischen Kultur verwurzelt ist.
Seit ihrer Eröffnung ist die Brücke zu einem modernen Wahrzeichen in Coimbra geworden und spiegelt sowohl das zeitgenössische Design als auch das lokale Erbe wider.
Ortsführer
Zentraler Platz2006
Der Mittelpunkt der Brücke, an dem sich die beiden auskragenden Gehwege treffen und eine acht Meter breite Quadratform bilden. Dieser Platz bietet einen weiten Blick auf den Fluss und die Stadt und ist ein einzigartiges architektonisches Element der Brücke.
Farbiges Glas-Geländer2006
Laminierten Glasplatten in Gelb, Blau, Grün und Pink säumen die Seiten der Brücke. Sie sorgen für Sicherheit und bieten zugleich eine unverwechselbar farbenfrohe Optik, die sich je nach Lichtverhältnissen verändert.
Auskragende Gehwege2006
Zwei getrennte Gehwege erstrecken sich von entgegengesetzten Ufern und stützen sich gegenseitig – konstruktiv ohne eine zentrale Stütze. So entsteht eine optische Täuschung von einer nicht durchgehenden Brücke.