
Nationalmuseum Machado de Castro
Coimbra
Das Nationalmuseum Machado de Castro in Coimbra, Portugal, ist ein renommiertes Kunstmuseum, das nach dem bekannten portugiesischen Bildhauer Joaquim Machado de Castro benannt ist. Eröffnet wurde es 1913 und befindet sich im historischen ehemaligen Bischofspalast. Dieser wurde über dem römischen Forum von Aeminium errichtet; die unterirdischen Reste des Cryptoporticus sind für Besucher zugänglich. Zwischen 2004 und 2012 wurde das Museum umfassend renoviert und erweitert – unter anderem mit einem neuen Gebäude, das der Architekt Gonçalo Byrne entwarf und 2014 den Piranesi/Prix de Rome Prize erhielt. Die Sammlungen sind groß und vielfältig und setzen vor allem auf Skulpturen – die umfangreichsten in irgendeinem portugiesischen Nationalmuseum – ergänzt durch bedeutende Bestände in Malerei, Edelmetallen, Keramik und Textilien. Zu den Highlights zählen mittelalterliche religiöse Skulpturen, Altarbilder der Renaissance sowie Gemälde von Künstlern wie Quentin Metsys und Josefa de Óbidos. Das Museum gehört zum UNESCO-Welterbe-Umfeld der Universidade de Coimbra. Die Verbindung römischer archäologischer Relikte mit mittelalterlicher und moderner Architektur schafft ein einzigartiges kulturelles Erlebnis, das sich über mehr als zwei Jahrtausende Geschichte und Kunst erstreckt.
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Tipp: Besucher sollten unter der Woche kommen, um Menschenmassen zu vermeiden, und – besonders in den Ferien- und Hochsaisonzeiten – Tickets am besten im Voraus kaufen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Wenn man den Cryptoporticus gleich zu Beginn besichtigt, bekommt man einen besonders spannenden Einstieg in die antiken Wurzeln des Museums. Das neue Gebäude verfügt über ein Café und ein Restaurant – ideal für eine Pause während des Besuchs.
Interessante Fakten
- •Das Museum steht auf dem römischen Forum von Aeminium. Der Cryptoporticus – eine unterirdische Galerie aus dem 1. Jahrhundert – ist noch erhalten und für Besucher zugänglich.
- •Das neue Museumsgebäude, das 2012 eröffnet wurde, gewann 2014 den prestigeträchtigen Architekturpreis Piranesi/Prix de Rome.
- •Es beherbergt die umfangreichste Skulpturensammlung aller portugiesischen Nationalmuseen.
- •Das Museum verfügt über eine mozarabische Tür – ein seltenes architektonisches Element aus der Zeit nach Coimbras Rückeroberung von den Mauren.
- •Der ehemalige Bischofspalast ist seit 1910 als Nationaldenkmal klassifiziert.
- •Das Museum ist seit 2013 Teil des UNESCO-Welterbes „Universidade de Coimbra – Alta und Sofia“.
Geschichte
Das Museum wurde per Dekret im Jahr 1911 geschaffen und 1913 für die Öffentlichkeit eröffnet; anfangs standen die Entwicklung nationaler Kunst sowie Bildung im Fokus.
1965 wurde es zum Nationalmuseum erhoben.
Das Gebäude selbst – der ehemalige Bischofspalast – geht auf das Mittelalter zurück, mit möglichen Anfängen bereits im 11.
oder 12.
Jahrhundert.
Es integriert ein mittelalterliches Stadttor sowie eine mozarabische Tür.
2006 schloss das Museum für umfangreiche Renovierungsarbeiten und eröffnete 2012 mit erweiterten Einrichtungen wieder.
Dabei wurden der römische Cryptoporticus und ein moderner architektonischer Anbau, entworfen von Gonçalo Byrne, integriert.
Seit 2013 gehört es zum UNESCO-Welterbe, das den Bereich der Universidade de Coimbra umfasst.
Ortsführer
Römischer Cryptoporticus1. Jahrhundert
Eine weitläufige unterirdische Galerie aus der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr., die das römische Forum von Aeminium unterstützte. Aufgrund des kühlen, lichtgeschützten Umfelds nutzte man die Anlage außerdem zur Lagerung von Lebensmitteln. Besucher können diesen beeindruckenden archäologischen Ort unter dem Museum erkunden und erhalten so Einblicke in das Leben einer römischen Stadt.
Ehemaliger Bischofspalast11.-18. Jahrhundert
Der mittelalterliche Palast, der das Museum beherbergt. Er wurde ursprünglich zwischen dem 11. und 18. Jahrhundert erbaut und mehrmals umgebaut. Zu sehen sind ein mittelalterliches Tor mit Spitzbogen sowie eine mozarabische Tür, die in das Museumsgebäude integriert ist. Der Palast ist ein Nationaldenkmal und umfasst Ausstellungsräume, multimediale Bereiche sowie Sonderausstellungen.
Neues Museumsgebäude2012
Entworfen vom Architekten Gonçalo Byrne und 2012 eingeweiht, ist dies eine moderne Erweiterung, die mit dem Cryptoporticus und dem Bischofspalast verbunden ist. Hier befindet sich der Großteil der Museumssammlungen – darunter Skulpturen, Malerei und Arbeiten aus Edelmetall. Das Gebäude bietet außerdem ein Café und ein Restaurant mit Außenterrasse.
Kontakt
Telefon: 239 853 070