
Santa-Cruz-Kirche
Coimbra
Das Kloster Santa Cruz, auch als Santa-Cruz-Kirche bekannt, ist ein bedeutendes historisches und religiöses Bauwerk in Coimbra, Portugal. 1131 von Heiliger Theotonius gegründet und von den ersten portugiesischen Königen unterstützt, war es die wichtigste Klosterinstitution im frühen Portugal. Das ursprüngliche romanische Kloster wurde im frühen 16. Jahrhundert durch eine manuelinische Renovierung ersetzt, die von König Manuel I. in Auftrag gegeben wurde und Arbeiten bekannter Architekten und Künstler wie Diogo de Boitaca und Nicolau Chanterene umfasst. Die Kirche beherbergt die Gräber der ersten beiden Könige Portugals, Afonso Henriques und Sancho I., in aufwendig skulptierten Grabmälern, die die Festigung des portugiesischen Königreichs symbolisieren. Das Kloster war zudem im Mittelalter ein weithin geschätztes Zentrum des Lernens mit einem angesehenen Skriptorium und einer Bibliothek. Im Inneren beeindruckt ein prächtiges manuelinisches Gewölbe über dem Kirchenschiff, eine Kanzel aus der Renaissance und ein reich geschnitztes hölzernes Chorgestühl. Die Anlage ist bis heute ein kulturelles Wahrzeichen und ein Zeugnis für Portugals religiöses, künstlerisches und königliches Erbe.
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Tipp: Besucher sollten nach Möglichkeit unter der Woche und am Vormittag kommen, um Menschenmassen zu vermeiden. Tickets können vor Ort gekauft werden, doch eine vorherige Buchung hilft oft, Wartezeiten zu umgehen – besonders in der Hochsaison. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Senioren und Gruppen. Die Kirche ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Zentrum von Coimbra aus erreichbar, und geführte Touren werden empfohlen, um die reiche Geschichte und Kunst voll auszukosten.
Interessante Fakten
- •Das Kloster wurde von Heiliger Theotonius gegründet, dem ersten portugiesischen Heiligen und Vorsteher der Gemeinschaft.
- •Hier befinden sich die Gräber der ersten beiden Könige Portugals, Afonso Henriques und Sancho I., wodurch es zu einem nationalen Pantheon wird.
- •Das Hauptportal ist eine einzigartige Verbindung aus manuelinischen und Renaissance-Architekturstilen, geschaffen von Nicolau Chanterene.
- •Der Heilige Antonius von Padua war einst Mitglied der Klostergemeinschaft, bevor er den Franziskanern beitrat.
- •Das Skriptorium des Klosters spielte im Mittelalter eine zentrale Rolle bei der Konsolidierung der königlichen Macht Portugals.
Geschichte
Das 1131 von Heiliger Theotonius und weiteren Augustiner-Chorherren unter königlichem Patronat gegründete Kloster Santa Cruz wurde zur wichtigsten Klosteranlage des frühen portugiesischen Königreichs.
Ursprünglich im romanischen Stil zwischen 1132 und 1223 erbaut, wurde es im frühen 16.
Jahrhundert unter den Anweisungen von König Manuel I.
umfassend wiederaufgebaut und so zu einem herausragenden Beispiel manuelinischer Architektur.
Die Gräber der ersten beiden Könige Portugals wurden im Zuge der Renovierung in die Hauptkapelle verlegt.
Das Kloster beherbergte außerdem eine der besten mittelalterlichen Schulen und ein Skriptorium, das die Konsolidierung der königlichen Macht in Portugal unterstützte.
Seit 1910 ist es als Nationaldenkmal klassifiziert.
Ortsführer
Hauptkapelle und königliche Grabstättencirca 1520
Die Hauptkapelle beherbergt die aufwendig skulptierten Grabmäler von König Afonso Henriques und König Sancho I., die um 1520 von Nicolau Chanterene und weiteren Künstlern geschaffen wurden. Diese Gräber sind Meisterwerke der Kunst aus Gotik und Renaissance und symbolisieren die Grundlage des portugiesischen Königreichs.
Manuelinische Fassade und Portal1522-1525
Die Fassade der Kirche wurde unter König Manuel I. renoviert und zeigt zwei seitliche Türme sowie eine dekorative Brüstung. Das Hauptportal, das zwischen 1522 und 1525 errichtet wurde, ist ein Sinnbild des manuelinischen Stils, der mit Renaissance-Einflüssen verschmolzen ist. Entworfen wurde es von Diogo de Castilho und Nicolau Chanterene.
Kirchenschiff und Gewölbefrühes 16. Jahrhundert
Das einschiffige Langhaus der Kirche und die Hauptkapelle sind mit einer manuelinischen Gewölbedecke überdacht, die Korbbogen- und Rippenbögen verbindet. Entworfen von Diogo de Boitaca und Marcos Pires, zeigt sie die Höhe der portugiesischen spätgotischen Architektur.
Chorempore und Holzarbeitenfrühes 16. Jahrhundert
Über dem Eingang befindet sich eine hohe Chorempore mit einem prächtigen geschnitzten und vergoldeten hölzernen Chorgestühl – eines der selten erhaltenen Beispiele manuelinischer Holzkunst. Geschaffen wurde es vom flämischen Bildhauer Machim und weiteren Künstlern.
Sakristei und Kunstwerke17. Jahrhundert
Die Sakristei stammt aus dem 17. Jahrhundert und enthält bemerkenswerte Gemälde aus dem 16. Jahrhundert – und trägt so zur künstlerischen Vielfalt des Klosterkomplexes bei.
Kontakt
Telefon: 239 822 941