Kloster Tibães

Kloster Tibães

Braga

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Das Kloster St Martin von Tibães ist eine bedeutende Benediktinerabtei nahe Braga im Norden Portugals. Es wurde etwa um 1060 gegründet und wurde 1567 zum Mutterhaus des Benediktinerordens für Portugal und Brasilien, das eine zentrale Rolle im religiösen und künstlerischen Leben einnahm. Das heutige architektonische Ensemble stammt vor allem aus dem 17. und 18. Jahrhundert und geht auf umfangreiche Rekonstruktionen zurück, die frühere mittelalterliche Bauten ersetzt haben. Die Kirche ist für ihr prachtvolles Rokoko-Interieur berühmt: Mit vergoldeten Holzarbeiten von José de Santo António Vilaça und Skulpturen von Cipriano da Cruz sowie dem Hauptretabel und weiteren Holzarbeiten, die André Soares zwischen 1757 und 1760 entwarf. Das Kloster war ein einflussreiches Zentrum für Kunst, das im Norden Portugals und in den Übersee-Kolonien Barock- und Rokoko-Kunst mitprägte. Nach Niedergang und Brandschäden im 19. Jahrhundert wurde der Ort 1986 Staatseigentum und befindet sich seither in Restaurierung. Es bleibt ein Kulturdenkmal und ein Zeugnis des portugiesischen religiösen und künstlerischen Erbes.

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Tipp: Besucher sollten einen Besuch im Frühling und im frühen Herbst einplanen, wenn das Wetter angenehm ist und weniger los ist. Es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, um die Kunst und Geschichte des Klosters in vollen Zügen zu erleben. Tickets können Ermäßigungen für Studierende und Senioren bieten. Die offizielle Website informiert über die aktuellen Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen.

Interessante Fakten

  • Das Kloster diente als Mutterhaus für den Benediktinerorden in Portugal und Brasilien.
  • Das Kircheninterieur ist ein Wahrzeichen der portugiesischen Rokoko-Kunst – mit vergoldeten Holzarbeiten von José de Santo António Vilaça.
  • Der Architekt André Soares entwarf das Hauptretabel und mehrere zentrale Holzarbeiten zwischen 1757 und 1760.
  • Das Kloster besaß einst weitläufige Ländereien, die mehrere Pfarreien im Norden Portugals umfassten.
  • Es erlitt 1894 einen verheerenden Brand, der bedeutende Teile der Anlage zerstörte.
  • Der Ort ist als Nationaldenkmal klassifiziert und wird noch immer restauriert.

Geschichte

1060

Das Kloster wurde etwa um 1060 gegründet und erhielt 1110 von Heinrich von Burgund feudale Rechte, wodurch es zu einem bedeutenden Grundbesitzer im Norden Portugals wurde.

1567

1567 wurde es zum Mutterhaus des Benediktinerordens für Portugal und Brasilien bestimmt, was einen umfangreichen Wiederaufbau im 17.

und 18.

Jahrhundert nach sich zog.

1628

Die Kirche wurde zwischen 1628 und 1661 im Manierismus-Stil errichtet, mit späteren Rokoko-Ergänzungen durch André Soares Mitte des 18.

Jahrhunderts.

1834

Nach der Auflösung der Ordensgemeinschaften im Jahr 1834 wurde das Kloster verkauft und verfiel; 1894 erlitt es einen schweren Brand.

1986

1986 wurde es vom Staat erworben und seitdem restauriert.

Ortsführer

1
Kirche St Martin1628-1661 (Bau), 1757-1760 (Rokoko-Ergänzungen)
Manuel Álvares, João Turriano (Anfangsbau); André Soares (Rokoko-Design)

Die Kirche ist der Mittelpunkt des Klosters und präsentiert die üppige Rokoko-Dekoration im Inneren – darunter vergoldete Holzarbeiten, aufwendige Retabel, Kanzeln und Statuen berühmter Künstler wie José de Santo António Vilaça und Cipriano da Cruz, die größtenteils von André Soares im 18. Jahrhundert entworfen wurden.

2
Refectory- und Friedhofs-Kreuzgänge17. Jahrhundert

Diese Kreuzgänge gehörten zur Rekonstruktion des 17. Jahrhunderts und umfassten ursprünglich auch das Refektorium, das 1894 einem Brand zum Opfer fiel. Die Kreuzgänge sind wegen ihres architektonischen Stils und ihrer historischen Funktion innerhalb der Klosteranlage bedeutend.

3
Klostergärten und barocke Treppe18. Jahrhundert

Die Gärten bieten elegante barocke Brunnen und einen Aquädukt, der in eine prächtige barocke Treppe zur Kapelle St Benedict mündet. Dieser Bereich zeigt den künstlerischen Einfluss des Klosters, der über das Kircheninterieur hinausgeht.

4
Bibliothek und KapitelhausFrühes 18. Jahrhundert

Diese Räume waren bis zum frühen 18. Jahrhundert fertiggestellt und standen im Mittelpunkt des geistigen und administrativen Lebens der Klostergemeinschaft: Sie beherbergten wichtige religiöse Texte und dienten als Treffpunkt für die Leitung des Ordens.

Kontakt

Telefon: 253 717 900