Museu de Mértola

Museu de Mértola

Beja

70/10090 min

Das Museu de Mértola ist ein facettenreiches archäologisches Museum im historischen Ort Mértola in Portugal. Es besteht aus drei Hauptbereichen, die unterschiedliche Epochen in den Fokus rücken: Das römische Museum im Rathaus beherbergt eine rekonstruiere Villa aus dem 3. bis 4. Jahrhundert sowie Mosaike mit byzantinischen Einflüssen; die islamische Sammlung zeigt Keramik und Fundstücke aus dem 9. bis 13. Jahrhundert; und der frühchristliche Bereich umfasst einen römischen Cryptoporticus sowie eine Baptisterium aus dem 6. Jahrhundert. Die Sammlungen des Museums machen die Bedeutung des Ortes deutlich: einst als antike römische Stadt namens Myrtilis Iulia, später als wichtige islamische Siedlung. Zu den bemerkenswerten Exponaten gehören kunstvoll gestaltete Mosaikfußböden und Bildtafeln mit mythologischen Szenen wie Bellerophon zu Pferd mit Pegasus und die Speerung der Chimäre. Der islamische Teil ist in einer ehemaligen Kornkammer nahe der Porta da Ribeira untergebracht – einst der wichtigste Zugang zum alten Hafen von Mértola – und zeigt architektonische Elemente, Grabstelen, Keramik, Metallobjekte sowie Glasfunde. Das Museum bietet einen umfassenden Einblick in die kulturellen Schichten Mértolas – von der Vorgeschichte über die römische und islamische Zeit bis in die frühe christliche Epoche – und unterstreicht seine Rolle als historischer Knotenpunkt im Süden Portugals.

Planen Sie Ihre Reise nach Portugal mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besuchen Sie das Museum im Frühling oder Herbst: Dann ist das Wetter angenehm und es gibt weniger Touristen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders bei Gruppen oder geführten Touren. Schauen Sie auf der offiziellen Website des Museums nach den Öffnungszeiten und eventuellen Sonderausstellungen. Ermäßigungen gibt es häufig für Schüler, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um alle drei Museumsteile zu erkunden und die unterschiedlichen historischen Epochen vollständig zu würdigen.

Interessante Fakten

  • Die römischen Mosaike im Museum zeigen byzantinische Einflüsse und stellen mythologische Szenen dar – darunter Bellerophon auf Pegasus sowie das Speeren der Chimäre.
  • Die islamische Sammlung erstreckt sich über den Zeitraum vom 9. bis zum 13. Jahrhundert und umfasst seltene architektonische Elemente sowie Grabstelen.
  • Der frühchristliche Bereich enthält ein Baptisterium aus dem 6. Jahrhundert sowie römische Grabkunst, die unter einer kleinen Kapelle aus dem 16. Jahrhundert ausgegraben wurde, die dem Heiligen Sebastian gewidmet ist.

Geschichte

Die Ursprünge von Mértola reichen bis in die vorgeschichtliche Zeit zurück, mit Hinweisen auf eine neolithische Besiedlung.

Laut historischen Überlieferungen wurde der Ort von Phöniziern gegründet, die um die Zeit Alexanders des Großen vor Tyrus flohen, und erhielt den Namen Myrtilis; später entwickelte sich der Ort zu Mértola.

In der Römerzeit hieß Mértola Myrtilis Iulia und wurde zu einer wichtigen Siedlung in der Provinz Lusitania.

Unter islamischer Herrschaft blühte die Stadt weiter – vom 9.

bis ins 13.

Jahrhundert – und wurde zu einem bedeutenden Kultur- und Handelszentrum.

Im Laufe der Jahrhunderte trug die strategische Lage von Mértola am Río Guadiana zu seinem vielfältigen kulturellen Erbe bei, das sich in den archäologischen Sammlungen des Museums widerspiegelt.

Ortsführer

1
Römisches Museum und Rekonstruktion der Villa3rd-4th century

Der Bereich befindet sich im Rathaus. Zu sehen ist eine teilweise rekonstruierte römische Villa aus dem 3. und 4. Jahrhundert sowie eine Sammlung von Mosaiken mit byzantinischen Einflüssen, die mythologische und andere Szenen zeigen. Außerdem umfasst er Reste von Wohn- und Gästequartieren der Römer (tabernae) und macht damit die Rolle Mértolas als Hafenstadt in römischer Zeit deutlich.

2
Museum für islamische Kunst9th-13th centuries
Cláudio Torres und Santiago Macias (Kuratoren)

Der islamische Teil ist in einer ehemaligen Kornkammer nahe der Porta da Ribeira untergebracht. Hier wird eine vielfältige Sammlung islamischer Artefakte aus dem 9. bis 13. Jahrhundert gezeigt – darunter Keramik, Metalle, Glas, architektonische Elemente und Grabstelen. Sie spiegelt vier Jahrzehnte archäologischer Forschungs- und Erhaltungsarbeit im Bereich der Alcáçova von Mértola wider.

3
Frühchristlicher Bereich6th century (baptistery)

Der Bereich umfasst einen römischen Cryptoporticus sowie ein Baptisterium aus dem 6. Jahrhundert. Außerdem beherbergt er römische Grabkunst, die unter einer kleinen Kapelle aus dem 16. Jahrhundert ausgegraben wurde, die dem Heiligen Sebastian gewidmet ist. So wird die Kontinuität religiöser Praktiken sichtbar – von der römischen paganen Zeit über das frühe Christentum bis hin zu späteren Epochen.

Kontakt

Telefon: 286 610 109