Große Moschee von Nablus

Große Moschee von Nablus

Nablus

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Die Große Moschee von Nablus liegt im Herzen der Altstadt von Nablus in Palästina und ist eine geschichtsträchtige religiöse Stätte mit einer reichen und zugleich komplexen Vergangenheit. Erbaut wurde sie ursprünglich im 3. Jahrhundert n. Chr. als byzantinische Basilika. Später wurde sie durch eine Kathedrale ersetzt, die auf der Karte des Madaba-Mosaiks aus dem 6. Jahrhundert dargestellt ist. Diese Kathedrale wurde während samaritanischer Überfälle beschädigt, aber von Kaiser Justinian I. wiederhergestellt. Im 10. Jahrhundert wurde das Gebäude in der frühen islamischen Herrschaft in eine Moschee umgewandelt und entwickelte sich zu einem zentralen Ort des Gebets, der wegen seines feinen Bodenbelags vom Geografen Al-Maqdisi gelobt wurde. Die Kreuzfahrer machten sie im 11. Jahrhundert erneut zu einer Kirche und ergänzten eine Apsis, bevor Saladin und die Ayyubiden sie 1187 wieder als Moschee einweihten. Die Moschee erlitt Zerstörungen bei der Plünderung von 1242 durch die Templer, wurde aber bis zum späten 13. Jahrhundert wieder aufgebaut. Sie besitzt einen langen, schmalen rechteckigen Grundriss und eine markante silberne Kuppel. Der Minarettturm, der 1641 wiederaufgebaut wurde, sowie die Kuppel wurden bei dem Erdbeben von 1927 beschädigt, aber 1935 wiederhergestellt. Die Große Moschee ist bis heute ein Symbol für die geschichtete religiöse Vergangenheit von Nablus und sein architektonisches Erbe – und zugleich ein lebendiger Ort des Gebets und von kultureller Bedeutung.

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Tipp: Besucher sollten die Moschee tagsüber erkunden, um die architektonischen Details und die Atmosphäre in der umliegenden Altstadt besonders gut wahrzunehmen. Die beste Zeit für einen Besuch ist außerhalb der Gebetszeiten, damit man die Stätte respektvoll beobachten kann. In der Regel sind keine Eintrittskarten erforderlich, doch Besucher sollten sich angemessen kleiden und die religiösen Gepflogenheiten beachten. Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sorgt für kühlere Temperaturen und bessere Lichtverhältnisse für Fotos. Geführte Touren durch Nablus beinhalten oft auch die Moschee – mit historischem Kontext, der das Erlebnis noch bereichert.

Interessante Fakten

  • Die Große Moschee von Nablus war ursprünglich eine byzantinische Basilika, die im 3. Jahrhundert n. Chr. erbaut wurde.
  • Auf der Karte des Madaba-Mosaiks aus dem 6. Jahrhundert ist sie als Kathedrale dargestellt.
  • Die Moschee wurde mehrfach zwischen Moschee und Kirche hin- und her umgewandelt, je nach wechselnder politischer und religiöser Kontrolle.
  • Im Jahr 1242 wurde die Moschee während der Plünderung von Nablus durch die Templer niedergebrannt.
  • Die Moschee besitzt eine silberne Kuppel sowie ein im 17. Jahrhundert wiederaufgebautes Minarett, das nach dem Erdbeben von 1927 restauriert wurde.

Geschichte

244

Der Ort begann als Basilika während der Herrschaft von Philip der Araber (244–249 n.

600

Chr.), wurde später durch eine byzantinische Kathedrale ersetzt, die im Madaba-Mosaik (600 n.

Chr.) dargestellt ist.

In den 5.

und 6.

Jahrhunderten wurde sie bei samaritanischen Überfällen beschädigt und von Kaiser Justinian I.

wiederhergestellt.

Unter islamischer Herrschaft wurde sie im 10.

Jahrhundert in eine Moschee umgewandelt; im 11.

1187

Jahrhundert machten die Kreuzfahrer sie kurzzeitig wieder zu einer Kirche, bevor Saladin sie 1187 erneut als Moschee einweihte.

1242

Die Moschee wurde während der Plünderung von 1242 durch die Templer verbrannt, aber bis zum späten 13.

Jahrhundert neu aufgebaut.

1641

Das Minarett wurde 1641 wiederaufgebaut und nach den Schäden durch das Erdbeben von 1927 wurden Kuppel und Minarett 1935 restauriert.

Ortsführer

1
Haupthalle für das Gebet

Die lange, schmale rechteckige Gebetshalle der Moschee zeigt traditionelle islamische Elemente der Architektur und bietet den Gläubigen einen ruhigen Raum für das Gebet.

2
Silberne Kuppel

Eine markante silberne Kuppel krönt die Moschee und steht symbolisch für ihre religiöse Bedeutung und ihr architektonisches Erbe.

3
Minarett1641

Das 1641 wiederaufgebaute Minarett ist ein markantes Element, das für den Gebetsruf genutzt wird, und wurde nach dem Erdbeben von 1927 wiederhergestellt.

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