Berg Garizim

Berg Garizim

Nablus

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Der Berg Garizim ist ein markanter Berg nahe der Stadt Nablus im Westjordanland. Er steigt auf 881 Meter über dem Meeresspiegel. Er bildet die Südseite des Tals, in dem Nablus liegt, gegenüber dem Berg Ebal. An seiner Nordseite ist der Berg steil und im Gipfelbereich finden sich nur spärliche Sträucher. Unterhalb davon gibt es eine Quellstelle mit frischem Wasser. Bibelgeschichtlich ist der Berg Garizim bedeutend als der Ort, an dem die Israeliten beim Eintritt ins Gelobte Land die Segnungen vollzogen, wie es von Moses befohlen wurde. In der samaritanischen Tradition gilt der Berg Garizim als der älteste und zentralste Berg der Welt. Man glaubt, er sei über die Große Flut hinaus gewachsen und der Ort gewesen, an dem Abraham seinen Sohn Isaak beinahe geopfert hätte. Anders als im Judentum, das den Berg Moria als Ort des Beinahe-Opfers versteht, betrachten Samariter den Berg Garizim als den von Gott auserwählten Platz für den heiligen Tempel. Historisch stand vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis zur Zerstörung im 2. Jahrhundert v. Chr. ein samaritanischer Tempel auf dem Berg Garizim. Heute ist der Berg weiterhin das religiöse Zentrum der Samariter: Sie steigen ihn dreimal jährlich während wichtiger Feste hinauf. Zur Umgebung gehören das samaritanische Dorf Kiryat Luza und die israelische Siedlung Har Brakha. Die kulturelle und religiöse Bedeutung des Berges – kombiniert mit seiner natürlichen Höhe und den schönen Ausblicken – macht ihn zu einem einzigartigen Ziel in der Region.

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Tipp: Die besten Zeiten für einen Besuch des Bergs Garizim sind die samaritanischen Feste Pessach, Schawuot und Sukkot, wenn religiöse Zeremonien stattfinden. Besucher sollten in Erwägung ziehen, Besuche im Voraus zu planen – besonders in diesen Zeiträumen –, um die kulturellen Traditionen hautnah zu erleben. Da die Nordseite des Berges steil ist, werden geeignetes Schuhwerk und eine gute körperliche Vorbereitung empfohlen. Zwar gibt es kein spezielles Ticketsystem, aber geführte Touren können helfen, die religiöse und historische Bedeutung des Ortes besser zu verstehen. Ermäßigungen oder besondere Zugänge könnten über Kontakte der lokalen samaritanischen Gemeinde oder über Reiseveranstalter verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Der Berg Garizim gehört zu den höchsten Erhebungen im Westjordanland und liegt auf 881 Metern über dem Meeresspiegel.
  • Samariter glauben, der Berg Garizim sei das erste Stück Land gewesen, das nach der Großen Flut aus dem Wasser emporstieg – und damit in ihrer Tradition der älteste Berg der Welt.
  • Vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis zu seiner Zerstörung im 2. Jahrhundert v. Chr. stand ein samaritanischer Tempel auf dem Berg Garizim.
  • Der Berg Garizim gilt bei den Samaritanern als der wahre Ort, den Gott für einen heiligen Tempel auserwählt hat – nicht der Tempelberg in Jerusalem.
  • Während der Ersten Intifada sind viele Samariterfamilien aus Nablus auf den Berg Garizim gezogen, um in Sicherheit zu sein.

Geschichte

Der Berg Garizim hat eine reiche historische Bedeutung, die bis in die Spätbronzezeit zurückreicht, als die Israeliten nach Kanaan kamen.

Laut biblischen Berichten befahl Moses den Israeliten, bei ihrem Eintritt ins Gelobte Land einen Altar zu errichten und auf dem Berg Garizim Segnungen zu sprechen.

Der Berg war von 5.

Jahrhundert v.

Chr.

bis zu seiner Zerstörung im 2.

Jahrhundert v.

Chr.

der Standort eines samaritanischen Tempels.

Über Jahrhunderte bewahrte der Berg Garizim seine religiöse Bedeutung für die samaritanische Gemeinschaft.

Sie betrachten ihn als den wahren heiligen Ort, den Gott ausgewählt hat – im Unterschied zu jüdischen Traditionen, die auf Jerusalem ausgerichtet sind.

1987

Während der Ersten Intifada im Jahr 1987 verlegten viele Samariter ihren Wohnsitz auf den Berg Garizim, um Gewalt in Nablus zu entgehen.

So wurde seine Rolle als kulturelles und religiöses Refugium weiter gestärkt.

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