Domkirche St. Jakobus der Apostel

Domkirche St. Jakobus der Apostel

Zachodniopomorskie

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Die Domkirche St. Jakobus der Apostel in Szczecin, Polen, ist ein herausragendes Beispiel für Backsteingotik, wie sie für die Region der Ostsee typisch ist. Sie wurde vor allem im 14. und 15. Jahrhundert errichtet und ist heute die Hauptkirche der Römisch-Katholischen Kirche in Szczecin sowie der Sitz des Erzbistums Szczecin-Kamień. Besonders auffällig ist die enorme Höhe: Sie zählt zu den höchsten Kirchen in Polen und steht dort auf Platz zwei – nach der Licheń-Basilika. Architektonisch besitzt die Kathedrale eine dreischiffige Hallenkirche mit Umgang sowie einem Ring von Kapellen zwischen den inneren Strebepfeilern. Das Bauwerk erlitt im Zweiten Weltkrieg erhebliche Schäden, wurde jedoch in den 1970er-Jahren sorgfältig restauriert – mit Erhalt des historischen gotischen Erscheinungsbilds, abgesehen von der Nordwand, die derzeit wieder gotisiert (regothicisiert) wird. Im Inneren beherbergt die Kathedrale mehrere bedeutende Werke der Gotik, darunter Altäre aus Ciećmierz, Chojna und Lübeck, sowie Renaissance-Epitaphe und Skulpturen. Die Anfänge reichen zurück bis zu einer Weihe im Jahr 1187, die mit den Missionstätigkeiten von Otto von Bamberg verbunden ist, dem sogenannten Apostel Pommerns. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Kirche religiöse Umbrüche, unter anderem eine Zeit als lutherische Kirche von 1534 bis 1945. Ihre bewegte Geschichte, die architektonische Pracht und ihre kulturelle Bedeutung machen sie zu einem absoluten Muss in der Woiwodschaft Westpommern.

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Tipp: Besucher werden gebeten, die offizielle Website der Kathedrale oder die Bekanntmachungen der örtlichen Pfarrei zu prüfen, um die aktuellen Gottesdienstzeiten und besondere Veranstaltungen zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch ist außerhalb großer religiöser Feiertage, um Menschenmengen zu vermeiden und die Kunstwerke im Inneren in Ruhe zu genießen. Eine vorherige Ticketreservierung ist für den Eintritt in der Regel nicht erforderlich, doch geführte Touren sind möglicherweise verfügbar und können das Erlebnis bereichern. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Schüler, Senioren oder Gruppen. Die Kathedrale ist in Szczecin gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, und in der Nähe sind Einrichtungen vorhanden, die die Bedürfnisse von Besuchern unterstützen.

Interessante Fakten

  • Sie ist die zweithöchste Kirche in Polen – nach der Licheń-Basilika.
  • Die Kathedrale wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und erfuhr in den 1970er-Jahren eine umfangreiche Restaurierung.
  • Ihre Architektur ist ein bemerkenswertes Beispiel für Backsteingotik im Ostseeraum – einzigartig für Nordeuropa.
  • Als Stifter gilt vermutlich ein Bürger aus Bamberg, wodurch die Kathedrale mit dem missionarischen Wirken von Otto von Bamberg verbunden wird, dem sogenannten Apostel Pommerns.
  • Die Kathedrale diente von 1534 bis 1945 als lutherische Kirche und spiegelt damit die religiösen Umbrüche in der Region wider.

Geschichte

Die Kathedrale wurde ursprünglich am 25.

1187

Juli 1187 geweiht; vermutlich wurde sie von einem wohlhabenden Bürger aus Bamberg als Votivgabe gegründet, die mit der Missionstätigkeit von Otto von Bamberg verbunden war.

Zunächst diente sie als Pfarrkirche unter dem Patronat des Benediktinerklosters.

Große Bauphasen fanden im 13.

bis 15.

Jahrhundert statt, darunter der Anbau einer zweiturmigen Westfassade sowie die Umwandlung von einer Basilika zu einer Hallenkirche mit einem Ring von Kapellen.

1456

Der Südturm stürzte 1456 ein und wurde bis 1503 durch einen einzelnen zentralen Turm ersetzt.

1534

Im Zuge der Reformation wurde die Kirche 1534 lutherisch und blieb es bis 1945.

Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale in den 1970er-Jahren restauriert – unter Wahrung ihres ursprünglichen gotischen Stils, abgesehen von der Nordwand, die derzeit wieder gotisiert (regothicisiert) wird.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Hallenstruktur14th-15th century

Im Inneren der Kathedrale findet sich das dreischiffige Hallenkirchen-Konzept: ein Umgang und Kapellen, die zwischen den inneren Strebepfeilern eingebettet sind. So wird die räumliche Komplexität der Gotik ebenso sichtbar wie das Spiel des Lichts.

2
Zentraler TurmCompleted 1503
Johann Benecke

Nachdem der Südturm 1456 eingestürzt war, wurde der Bau eines einzelnen zentralen Turms vorangetrieben: Unter dem Baumeister Johann Benecke wurde er bis 1503 fertiggestellt und wurde so zu einem prägenden vertikalen Element der Silhouette der Kathedrale.

3
Gotische AltaraufsätzeMedieval period

Die Kathedrale beherbergt mehrere gotische Altaraufsätze, die aus nahegelegenen Kirchen umgelagert wurden – unter anderem aus Ciećmierz, Chojna und Lübeck. Sie stehen für bedeutende religiöse Kunst des Mittelalters.

4
Schmuck an der Südwand14th-15th century
Hinrich Brunsberg (zugeschrieben)

Die Südwand des Langhauses – möglicherweise von Hinrich Brunsberg entworfen – zeigt reiche gotische Schmuckelemente, darunter glasierte Ziegel, Fialen und blinde Arkaden. Das verdeutlicht besonders den regionaltypischen Stil der Backsteingotik.

Kontakt

Telefon: 91 433 77 70