Kloster Karczówka
Świętokrzyskie
Das Kloster Karczówka ist eine historische religiöse Anlage auf dem Hügel Karczówka in den Świętokrzyskie-Bergen nahe Kielce, Polen. Es wurde zwischen 1624 und 1631 von Bischof Marcin Szyszkowski als Gelübdegabe gegründet, um Kielce vor der Pest von 1622 zu bewahren. Die Klosteranlage ist ein hervorragendes Beispiel für die Architektur der späten Renaissance und des frühen Barocks. Zur Anlage gehören eine Kirche, die dem Heiligen Karl Borromäus gewidmet ist, sowie ein Bernardinerkloster – beide gekrönt von markanten, kupferverkleideten Barocktürmen. Das Kloster wurde ursprünglich vom Orden der Benediktiner errichtet, jedoch 1864 von den russischen Behörden aufgelöst; seit 1957 wird es von den Pallottiner-Priestern betreut. Das Kircheninnere zeigt ein einschiffiges Langhaus mit einem barocken Altar, der den Heiligen Karl sowie den Heiligen Kasimir darstellt, und mit Ausstattung im Rokoko-Stil. Besonders bemerkenswert ist die Kapelle des Heiligen Barbara: Dort befindet sich eine seltene Rokoko-Statue, die aus natürlich vorkommendem Bleierz (Galena) gefertigt ist, das lokal entdeckt wurde – im Jahr 1646. Das Kloster ist von einer historischen Mauer mit Bastionen umgeben und verfügt außerdem über eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert Unserer Lieben Frau von Fatima. Karczówka ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein kulturelles und natürliches Wahrzeichen – eingebettet in ein Landschaftsschutzgebiet mit alten Kiefernwäldern und mit Panoramablicken auf Kielce sowie die Świętokrzyskie-Berge. Die Stätte erinnert an bedeutende historische Ereignisse, darunter ein Denkmal und ein Massengrab von Teilnehmern des Januaraufstands nahe dem Kloster. Heute ist das Kloster Karczówka weiterhin ein Ort für spirituelle Auszeiten, kulturelle Veranstaltungen und historisches Interesse.
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Tipp: Besucher werden empfohlen, das Kloster in der Zeit von Frühling bis Herbst zu besuchen, wenn die Natur und die Aussicht besonders eindrucksvoll sind. Für besondere Veranstaltungen oder Einkehrtage im Kloster wird eine vorherige Buchung empfohlen. Vor Ort gibt es ruhige Spazierwege sowie einen Aussichtspunkt, der sich ideal für Fotos eignet. Möglicherweise fallen moderate Eintrittsgebühren an, mit möglichen Ermäßigungen für Gruppen oder Senioren. Das Kloster ist mit öffentlichem Nahverkehr von der Innenstadt Kielces aus erreichbar.
Interessante Fakten
- •Die Rokoko-Statue der Heiligen Barbara in der Kapelle des Klosters ist aus einem natürlich vorkommenden Galena-Bleierz gefertigt, das lokal 1646 entdeckt wurde.
- •Der Hügel Karczówka gehört zu einem Landschaftsschutzgebiet, das 1953 eingerichtet wurde und alte Kiefernwälder schützt – bis zu 150 Jahre alte Bestände.
- •Das Kloster wurde als Gelübdegabe errichtet, um die Stadt Kielce im Jahr 1622 vor der Pest zu bewahren.
- •Die Anlage umfasst befestigte Mauern mit Bastionen und ein Tor aus dem 17.–18. Jahrhundert.
- •Karczówka beherbergt ein Denkmal und ein Massengrab, die den Aufständischen des Januaraufstands von 1863 gewidmet sind.
Geschichte
Das Kloster Karczówka wurde im frühen 17.
Jahrhundert (1624–1631) von Bischof Marcin Szyszkowski gegründet – als Gelübdegabe, nachdem Kielce im Jahr 1622 von der Pest verschont geblieben war.
Ursprünglich war es ein Bernardinerkloster, bis der Orden 1864 von den russischen Behörden aufgelöst wurde.
In den frühen 18.
Jahrhundert fanden umfangreiche Umbauten statt, darunter die Errichtung von Wirtschaftsgebäuden und befestigter Mauern.
Seit 1957 wird das Kloster von den Pallottiner-Priestern verwaltet.
Das Kloster hat historische Ereignisse miterlebt, darunter Schäden während der Schwedischen Invasion Mitte des 17.
Jahrhunderts, und es erinnert mit einem nahegelegenen Denkmal an den Januaraufstand.
Heute ist es als historisches Denkmal registriert und als Kulturerbe geschützt.
Ortsführer
Kirche des Heiligen Karl Borromäus1624-1631
Eine barocke Kirche mit einschiffigem Langhaus, erbaut zwischen 1624 und 1631. Sie bietet einen reich dekorierten Altar mit Gemälden des Heiligen Karl Borromäus und des Heiligen Kasimir sowie Rokoko-Interieurs. Die Kirche wird von kupferverkleideten Barocktürmen gekrönt.
Bernardinerkloster-Anlage1629-1631, rebuilt early 18th century, 19th century
Ursprünglich im frühen 17. Jahrhundert errichtet und im 18. sowie 19. Jahrhundert wiederaufgebaut, umfasst das Kloster Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die von einer Verteidigungsmauer mit Bastionen und einem zentralen Tor umgeben sind. Es diente als religiöses und kulturelles Zentrum des Bernardinerordens bis 1864 und wird heute von Pallottiner-Priestern betreut.
Aussichtspunkt auf dem Hügel Karczówka
Dieser Aussichtspunkt liegt am Gipfel des Hügels Karczówka und bietet weite Ausblicke auf die Stadt Kielce und auf die umliegenden Świętokrzyskie-Berge. Der Hügel ist von alten Kiefernwäldern bedeckt und gehört zu einem geschützten Landschaftsschutzgebiet.
Denkmal und Massengrab des Januaraufstands1863
Nördlich des Klosters gelegen, erinnert dieses Denkmal an die Aufständischen, die im Januaraufstand von 1863 gegen die russische Herrschaft kämpften. Es ist ein Ort des historischen Gedenkens und der lokalen Vaterlandsliebe.
Kontakt
Telefon: 784 507 884