Tokarnia Ethnografischer Park

Tokarnia Ethnografischer Park

Świętokrzyskie

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Der Tokarnia Ethnografische Park ist ein weitläufiges Freilichtmuseum im Dorf Tokarnia in der Woiwodschaft Świętokrzyskie in Polen. 1976 gegründet und 1977 eröffnet, geht der Park auf die Vision des Ethnografen Prof. Roman Reinfuss zurück: Er wollte die Volkskultur der Region Kielce bewahren und einem Publikum zugänglich machen. Auf 65 Hektar rekonstruiert das Museum traditionelle Dorflayouts aus verschiedenen Teilen der Region – darunter die Świętokrzyskie-Berge, das Nida-Becken sowie die Hügelländer von Sandomierz und Kraków-Częstochowa. Zu sehen sind 38 Gebäudekomplexe, die in fünf Bereiche unterteilt sind: Kleinstadt-, Mittelgebirgs-, Gutsbauernhof-, Świętokrzyskie- und Lösslandschaft. Der Park präsentiert authentische Holzhäuser, Scheunen, Windmühlen, Werkstätten und eine barocke Kirche, die aus Rogów hierher versetzt wurde. Im Inneren können Besucher traditionelle Einrichtungen und Handwerkswerkzeuge wie Ausrüstung zum Weben und für die Töpferei entdecken. Das Museum bewahrt außerdem das Erbe des Volksbildhauers Jan Bernasiewicz und seiner poetisch begabten Frau Maria. Es verbindet das architektonische Erbe mit einer naturnahen Gestaltung, die auch Hausgärten und Wiesen umfasst – und bietet so ein umfassendes Kultur- und Geschichtserlebnis des ländlichen Lebens in Polen im 18. und 19. Jahrhundert.

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Tipp: Besuchen Sie den Park im Frühling oder Sommer, wenn das Wetter angenehm ist und es Veranstaltungen gibt – etwa traditionelle Workshops für Handwerk oder Osterfeiern. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Gruppen, Senioren und Studierende. Informieren Sie sich auf der offiziellen Website über die aktuellen Öffnungszeiten und die Termine besonderer Veranstaltungen.

Interessante Fakten

  • Der Park erstreckt sich über eine große Fläche von 65 Hektar und zählt damit zu den größten Freilichtmuseen in Polen.
  • Er beherbergt 38 Gebäudekomplexe, die diverse Stile ländlicher Architektur aus fünf klar abgegrenzten Bereichen darstellen.
  • Das Museum bewahrt die Werke des Volksbildhauers Jan Bernasiewicz sowie der Dichterin Maria Bernasiewicz, seiner Ehefrau.
  • Zu den bemerkenswerten Exponaten zählt eine barocke hölzerne Kirche Unserer Lieben Frau vom Trost (Our Lady of Consolation), die aus Rogów hierher versetzt wurde.
  • Der Park umfasst verschiedene Arten historischer Windmühlen, darunter niederländische sowie polnische koźlak-Typen, die aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert stammen.

Geschichte

1976

Der Tokarnia Ethnografische Park wurde 1976 auf Initiative von Prof.

Roman Reinfuss gegründet, einem renommierten Ethnografen für die Volkskultur der Region Kielce.

1977

1977 wurde er für die Öffentlichkeit eröffnet – als Außenstelle des Museums für das Dorf Kielce.

In den folgenden Jahren erweiterte der Park seine Sammlung um 38 Komplexe, die verschiedene Stile ländlicher Architektur aus unterschiedlichen Gegenden der Woiwodschaft Świętokrzyskie repräsentieren.

Das Museum entwickelt seine Ausstellungen kontinuierlich weiter, darunter die Versetzung einer barocken Kirche aus Rogów und die Bewahrung der Volkskunst durch Jan Bernasiewicz.

Bis heute ist er ein aktives Zentrum für Forschung, Bildung und kulturelle Bewahrung.

Ortsführer

1
Bereich Kleinstadt

Zeigt historische Gebäude wie Kornspeicher aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Holzhäuser, eine barocke Kirche aus dem Jahr 1763 sowie einen hölzernen Glockenturm. Dieser Bereich rekonstruiert den Grundriss und die Lebensweise der Kleinstadt-Gemeinden in der Region.

2
Bereich Mittelgebirge

Präsentiert ländliche Gehöfte, Schmieden, Töpferwerkstätten und verschiedene Windmühlen – darunter eine niederländische Windmühle aus 1931 und eine koźlak-Mühle aus dem Jahr 1880. Dieser Bereich steht für das Leben in den Mittelgebirgsdörfern und für traditionelle Handwerkskunst.

3
Bereich Gutshof

Setzt sich zusammen aus Guts-Kornspeichern, landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden, einem adligen Herrenhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert sowie Einrichtungen für Freizeit- und Bildungs-Treffen. Das Ensemble spiegelt den Lebensstil des ländlichen Adels und die landwirtschaftliche Ökonomie wider.

4
Bereich Świętokrzyskie

Zeigt traditionelle ländliche Architektur aus der Region Świętokrzyskie – darunter Gehöfte, Kapellen und Kornspeicher aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Damit werden lokale Bauformen und das religiöse Leben auf dem Land veranschaulicht.

5
Bereich Lösslandschaft

Beinhaltet historische Windmühlen, Gehöfte und traditionelle ländliche Strukturen wie einen Brunnen und Plätze zum Holzkohlenbrennen. Der Bereich steht für die Volksarchitektur und Handwerkskünste der Lössboden-Region.

Kontakt

Telefon: 519 467 107