
Guido-Schacht und Museum für Kohlebergbau
Śląskie
Der Guido-Schacht in Zabrze, Polen, ist ein ehemaliges Kohlebergwerk, das heute für die Öffentlichkeit zugänglich ist und zum Komplex des Museums für Kohlebergbau gehört. Das Bergwerk wurde 1855 von Graf Guido Henckel von Donnersmarck gegründet und entstand, um Kohlevorkommen mit Koks-Eigenschaften auszubeuten. Trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten, etwa durch Störungen und wasserführende Schichten, wuchs die Förderung stetig und erreichte Teufen von über 300 Metern. Es spielte eine bedeutende Rolle bei der industriellen Entwicklung der Region Oberschlesien. Heute können Besucher die unterirdischen Anlagen erkunden – darunter Schächte und bergbauliche Maschinen – und so nachvollziehen, unter welch harten Bedingungen die Bergleute arbeiteten. Das Gelände bietet zudem historische Bergbauinfrastruktur wie Dampfmaschinen und unter Tage betriebene Anlagen mit Wasserkraft. Die Umwandlung in ein Schaubergwerk bewahrt das bergbauliche Erbe und vermittelt Wissen über die industrielle Vergangenheit der Region – und macht den Ort zu einer einzigartigen kulturellen und bildenden Attraktion in Polen.
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Tipp: Besucher sollten aufgrund der großen Beliebtheit des Bergwerks ihre Tickets im Voraus buchen. Die beste Zeit für einen Besuch sind die wärmeren Monate, wenn die Außenanlagen und geführten Touren vollständig in Betrieb sind. Tragen Sie bequeme Kleidung und robuste Schuhe, die für die Erkundung unter Tage geeignet sind. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Geführte Rundgänge bieten detaillierte Einblicke und bereichern das Erlebnis.
Interessante Fakten
- •Das Bergwerk wurde nach Graf Guido Henckel von Donnersmarck, seinem Gründer, benannt.
- •In seiner Hochphase erreichte das Bergwerk 1885 einen Rekordwert von 313.000 Tonnen Kohleförderung.
- •Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im Inneren des Bergwerks ein unterirdisches Wasserkraftwerk betrieben.
- •Die Schächte erreichten Teufen von über 300 Metern – bemerkenswert für die damalige Zeit.
- •Der Guido-Schacht ist heute Teil des Museums für Kohlebergbau in Zabrze und bewahrt das industrielle Erbe.
Geschichte
Der Guido-Schacht wurde 1855 von Graf Guido Henckel von Donnersmarck gegründet, nachdem er Bergbaurechte für das Gebiet erhalten hatte.
Die ersten Abteufarbeiten begannen mit dem Schacht Barbara, wurden jedoch bald wegen geologischer Schwierigkeiten gestoppt.
Der Schacht Concordia, später Guido genannt, erreichte bis 1859 eine Tiefe von 97 Metern und begann 1860 mit der Kohlegewinnung in 80 Metern Teufe.
Im Laufe des späten 19.
Jahrhunderts wurde das Bergwerk weiter vertieft und es kamen zusätzliche Schächte wie der Schacht Eisenbahn hinzu.
1887 wurde das Bergwerk aufgrund geringer Rentabilität an die Preußische Staatliche Bergwerkskasse verkauft und in das Bergwerk Queen Louise eingegliedert.
Der Guido-Schacht wurde weiter auf über 300 Meter vertieft und diente als Entwässerungsschacht für das Bergbaudistrikt.
Anfang des 20.
Jahrhunderts verband sich das Bergwerk unter Tage mit dem Bergwerk Delbrück (später Makoszowy), und bis 1912 wurde Guido formell mit ihm zusammengelegt.
Nach den Grenzänderungen nach dem Ersten Weltkrieg blieb das Bergwerk zwar im Deutschen Reichsgebiet, beschäftigte jedoch Bergleute aus dem polnischen Makoszowy.
Ortsführer
Schacht Barbara1855
Der erste Schacht begann 1855, wurde jedoch aufgrund geologischer Störungen und Gasgefahren bereits bei 30 Metern gestoppt – und markierte damit die schwierigen Anfänge des Bergwerks.
Schacht Guido (Concordia)1859
Der Hauptschacht erreichte bis 1859 eine Tiefe von 97 Metern und wurde für die Kohlegewinnung sowie für die Entwässerung genutzt. Im Laufe der Zeit wurde er weiter vertieft – auf über 320 Meter – und war mit dampfbetriebenen Hebe- und Fördereinrichtungen ausgestattet.
Schacht Eisenbahn (Railway)1880
Der zweite Schacht wurde 1880 eröffnet, nach dem Partnerunternehmen aus der Eisenbahn benannt und mit einem Turm sowie einer dampfbetriebenen Fördermaschine ausgestattet – und unterstützte damit den Ausbau der Bergbauaktivitäten.
Unterirdisches WasserkraftwerkEarly 1900s
Anlage aus dem frühen 20. Jahrhundert, die Grubenwasser nutzte, um unter Tage Strom zu erzeugen – ein Beispiel für die innovative Verwendung natürlicher Ressourcen.
Kontakt
Telefon: 32 271 40 77