
Kaschubisches Ethnografisches Park
Pomorskie
Der Kaschubische Ethnografische Park in Wdzydze Kiszewskie im Norden Polens ist das älteste Open-Air-Museum des Landes. Gegründet wurde er 1906 von Teodora und Izydor Gulgowski. Auf 22 Hektar am Ufer des Sees Gołuń erstreckt sich eine Sammlung mit 49 originalen Objekten: darunter Wohnhäuser, Herrenhäuser, Kirchen, Windmühlen, landwirtschaftliche Gebäude sowie Werkstätten von Handwerkern – allesamt, die die traditionelle Kultur der Kaschuben veranschaulichen. Das Museum ist in fünf Bereiche gegliedert, die verschiedene Regionen Kaschubiens, Borów Tucholskich und Kociewie abbilden. Zu sehen sind vollständig eingerichtete Gehöfte und Innenräume, die das Landleben vom 17. bis ins 19. Jahrhundert widerspiegeln. Besucher können unterschiedliche Baustile entdecken – etwa Blockhäuser, Fachwerk- und preußische Mauerwerkskonstruktionen mit Reet- oder Schindeldächern. Außerdem finden im Park folkloristische Veranstaltungen, Kunsthandwerksvorführungen und Konzerte statt, die ein intensives Kulturerlebnis ermöglichen. Der Park ist ein einzigartiger Ort, der das Erbe der kaschubischen Menschen und ihre traditionelle Lebensweise bewahrt und feiert.
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Tipp: Besuchen Sie den Park von Mai bis September für Führungen auf eigene Faust mit kostenlosen Karten und Beschilderung; in den kälteren Monaten gibt es geführte Touren zu festen Zeiten. Donnerstags gibt es in der Regel freien Eintritt zur Dauerausstellung – ausgenommen an bestimmten Feiertagen. Der Park ist draußen hundefreundlich, aber in den Ausstellungsgebäuden sind Haustiere nicht erlaubt, außer bei Assistenz-/Diensthunden. Planen Sie im Winter für eine geführte Besichtigung etwa 1,5 Stunden ein – im Sommer ist es je nach Interesse auch länger für die eigene Erkundung. Für die Termine der Veranstaltungen und die Öffnungszeiten schauen Sie auf die offizielle Website.
Interessante Fakten
- •Der Park ist das älteste Open-Air-Museum in Polen und wurde 1906 gegründet.
- •Er beherbergt 49 historische Objekte, darunter zwei Windmühlen unterschiedlicher Bauart: einen „koźlak“ aus Jeżewica und eine holländisch angehauchte Mühle aus Brus.
- •Das Museum ist in fünf Bereiche gegliedert, die verschiedene kaschubische und benachbarte Regionen darstellen.
- •Das ursprüngliche Gulgowski-Cottage, das den Beginn des Museums markierte, wurde nach einem Brand 1932 mit originalen Einrichtungsgegenständen wiederaufgebaut.
- •Im Park finden jährliche Folkloreveranstaltungen statt, wie „Jarmark Wdzydzki“ und „Z motyką na bulwy“.
- •Das Museum zieht jährlich rund 80.000 Besucher an – zwischen Mai und September.
Geschichte
Das Museum entstand aus einer privaten Sammlung, die 1906 begann, als Izydor Gulgowski und seine Frau Teodora ein Cottage aus dem 18.
Jahrhundert erwarben und kaschubische Volkskunst- und Erinnerungsstücke zusammentrugen.
Nachdem das ursprüngliche Cottage 1932 durch einen Brand zerstört worden war, wurde es wiederaufgebaut und 1934 erneut eröffnet.
1948 wurde die Sammlung an den polnischen Staat übergeben.
1969 wurde das Museum erweitert und zum Kaschubischen Ethnografischen Park – bis 1980 wuchs er auf 22 Hektar mit Bereichen, die verschiedene kaschubische Regionen repräsentieren.
2000 erhielt er offiziell den Namen Museum – Kaschubischer Ethnografischer Park, benannt nach Teodora und Izydor Gulgowski.
Ortsführer
Gulgowski-Cottage18. Jahrhundert
Das originale Cottage aus dem 18. Jahrhundert, das von den Gründern gekauft wurde, zeigt traditionelle Haushaltsgegenstände aus Kaschubien sowie Volkskunst. Nach einem Brand im Jahr 1932 wurde es mit authentischen Möbeln wiederaufgebaut.
Windmühlenverschiedenes
Zwei historische Windmühlen: eine „koźlak“-Mühle aus Jeżewica und eine Windmühle im niederländischen Stil aus Brus – sie veranschaulichen die traditionelle landwirtschaftliche Technik.
Kirchen aus Swornegacie und Bożepoleverschiedenes
Zwei versetzte hölzerne Kirchen – sie stehen für religiöse Architektur und das Gemeindeleben in kaschubischen Dörfern.
Gehöfte und landwirtschaftliche Gebäude17.-19. Jahrhundert
Über ein Dutzend vollständige ländliche Gehöfte aus dem 17. bis 19. Jahrhundert: darunter Bauernhäuser, Herrenhäuser, Schmieden und Werkstätten von Handwerkern – so arrangiert, dass es wirkt, als sei ein lebendiges Dorf entstanden.
Kontakt
Telefon: 58 686 12 88