
Oliwa-Kathedrale
Pomorskie
Die Oliwa-Kathedrale, offiziell als Archikatedrale-Basilika der Heiligen Dreifaltigkeit bekannt, ist eine monumentale römisch-katholische Kirche im Stadtteil Oliwa von Danzig, Polen. Sie wurde im späten 14. Jahrhundert im Backsteingotik-Stil vollendet und weist spätere manieristische und barocke architektonische Elemente auf – darunter ein Barockportal von 1688 sowie zwei schlanke 46-Meter-Türme mit spitz zulaufenden Helmen. Sie ist die längste Zisterzienserkirche der Welt und misst 107 Meter in der Länge. In ihr befinden sich 23 historisch bedeutende Altäre, größtenteils in Barock- und Rokoko-Stil, viele davon teilweise aus Marmor gefertigt. Das Innere ist reich verziert mit Gemälden bedeutender Künstler des 17. Jahrhunderts wie Herman Han, Adolf Boy, Andrzej Stech und Andreas Schlüter. Außerdem gibt es Rokoko-Kapellen, Gräber pommerscher Herzöge, eine Bischofsgruft sowie einen kulturell bedeutenden Schrein mit Darstellung der Unseren Lieben Frau von Oliwa. Die Kathedrale ist vor allem für ihre große Orgel bekannt, die ab dem 18. Jahrhundert von mehreren renommierten Orgelbauern errichtet und restauriert wurde und das ganze Jahr über Konzerte ausrichtet. Als seit 2017 geschütztes historisches Denkmal ist die Oliwa-Kathedrale ein bedeutender religiöser und kultureller Ort – eng verbunden mit dem kaschubischen Erbe und der polnischen Kirchengeschichte.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten einplanen, an Orgelkonzerten teilzunehmen, die das ganze Jahr über in der Kathedrale stattfinden, um das berühmte musikalische Erbe zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch ist außerhalb der großen Feiertage, um Menschenmengen zu vermeiden. Tickets für besondere Veranstaltungen oder geführte Touren sollten im Voraus gebucht werden. Ermäßigungen gibt es häufig für Gruppen, Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Die Kathedrale ist täglich geöffnet und bietet mehrere Messzeiten, sodass man den Besuch bequem rund um die Gottesdienste planen kann.
Interessante Fakten
- •Die Oliwa-Kathedrale ist die längste Zisterzienserkirche der Welt und misst 107 Meter in der Länge.
- •In der Kathedrale gibt es 23 Altäre, viele davon im Barock- und Rokoko-Stil, mit Gemälden prominenter Künstler des 17. Jahrhunderts.
- •Die große Orgel wurde im 18. bis 20. Jahrhundert von mehreren bedeutenden Orgelbauern gebaut und restauriert.
- •Der Schrein mit der Darstellung Unserer Lieben Frau von Oliwa wird jährlich im Rahmen einer Wallfahrt zum Kalvarienberg von Wejherowo getragen.
- •Die beiden Zwillingstürme sind 46 Meter hoch und werden von spitz zulaufenden Helmen gekrönt, die nach Kriegsschäden wiederhergestellt wurden.
Geschichte
Der Orden wurde 1186 von Herzog Sambor I.
von Pommern als zisterziensisches Kloster gegründet.
Die ursprüngliche romanische Oratorium-Anlage wurde 1224 von heidnischen Preußen zerstört und im frühen 13.
Jahrhundert wieder aufgebaut.
Ein verheerendes Feuer im Jahr 1350 führte zum Bau der heutigen gotischen Struktur im späten 14.
Jahrhundert.
Kloster und Kirche wurden 1577 erneut im Zuge eines Konflikts mit Danziger Söldnern zerstört, bis 1583 wiederaufgebaut wurde.
Die Kirche wurde 1594 geweiht und wurde später zur katholischen Pfarrei, nachdem die preußischen Behörden das Kloster 1831 geschlossen hatten.
1925 wurde sie durch Papst Pius XI.
zum Kathedralrang erhoben, 1976 durch Papst Paul VI.
zur Minor-Basilika und schließlich 1992 durch Papst Johannes Paul II.
zur Archikatedralerhebung.
Sie ist seit 2017 ein geschütztes historisches Denkmal.
Ortsführer
Hauptschiff und Altäre17. Jahrhundert
Das zentrale Langhaus der Kathedrale umfasst 23 historische Altäre, überwiegend im Barock- und Rokoko-Stil, von denen viele teilweise aus Marmor gefertigt sind. Der Hochaltar aus dem Jahr 1688 gilt als das eindrucksvollste Barockkunstwerk in Pommern, während der frühere niederländisch-renaissancezeitliche Altar bis 1688 als Hauptaltar diente. Gemälde berühmter Künstler des 17. Jahrhunderts schmücken diese Altäre und bereichern so die spirituelle und künstlerische Atmosphäre.
Große Orgel1763–1968
Die große Orgel der Kathedrale ist ein Meisterwerk, das über Jahrhunderte hinweg von bedeutenden Orgelbauern gebaut und restauriert wurde – darunter Johann Wilhelm Wulff, Friedrich Rudolf Dalitz und Joseph Goebel. Sie ist für ihren kraftvollen Klang berühmt und wird für Konzerte das ganze Jahr über genutzt; sie zieht Musikliebhaber und Touristen gleichermaßen an.
Rokoko-Kapellen des Heiligen Kreuzes und des St. Johannes von Nepomuk18. Jahrhundert
Diese Kapellen zeigen den Rokoko-Stil innerhalb der Kathedrale besonders eindrucksvoll: mit aufwendiger Ausstattung und religiöser Bildsprache. Sie tragen zum reichen künstlerischen Erbe der Kathedrale bei und bieten zugleich intime Räume für Gebet und Besinnung.
Grabmal der pommerschen Herzöge und Bischofsgruft
Die Kathedrale beherbergt das Grabmal der pommerschen Herzöge sowie eine Bischofsgruft. Das unterstreicht ihre historische und religiöse Bedeutung als Begräbnisstätte für bedeutende Persönlichkeiten. Diese Orte geben Einblicke in die kirchliche Geschichte der Region und ihr kulturelles Erbe.
Kontakt
Telefon: 58 552 47 65