Łomża-Kathedrale

Łomża-Kathedrale

Podlaskie

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Die Kathedrale der Heiligen Erzengel Michael und Johannes der Täufer in Łomża ist eine historische spätgotische Kirche, die bis ins frühe 16. Jahrhundert zurückreicht. Sie wurde vor 1504 vom Herzog Konrad III. dem Roten gegründet und später auch von der Herzogin Anna von Masowien sowie ihren Söhnen gefördert. Aus einer dreischiffigen Basilika entwickelte sich die Kirche bis 1526 zu einer Pseudobasilika. Besonders hervorzuheben ist ihr künstlerisches Erbe: Dazu zählt auch das Epitaph bzw. das Grabmal der Familie Modliszowski, das 1589 vom italienischen Künstler Santi Gucci gestaltet wurde. In der Kathedrale finden sich außerdem seltene architektonische Besonderheiten wie Stern- und Netzgewölbe im Hauptschiff sowie kristalline Gewölbe in den Seitenschiffen – ein Beispiel für den masowischen Gotikstil. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Gotteshaus zahlreiche Renovierungen, darunter barocke Veränderungen im späten 17. Jahrhundert und neogotische Ergänzungen im späten 19. Jahrhundert. 1925 wurde die Kirche Sitz der Diözese Łomża, und 1991 besuchte Papst Johannes Paul II. die Kathedrale. Heute dient sie zudem als Marienwallfahrtsstätte mit dem verehrten Bild Unserer Lieben Frau von der Schönen Liebe – ein Ziel für Pilger und Besucher aus nah und fern.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, während religiöser Feiern oder Marienwallfahrten vorbeizuschauen, um die spirituelle Atmosphäre der Kathedrale zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und im frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist. Es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, um Kunst und Geschichte in vollem Umfang zu würdigen. Für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Schülerinnen und Schüler können Ermäßigungen verfügbar sein. Für aktuelle Termine und Veranstaltungen lohnt sich ein Blick auf die offizielle Website oder die Kontaktaufnahme mit dem Pfarramt.

Interessante Fakten

  • Das Grabmal der Familie Modliszowski in der Kathedrale wurde 1589 vom renommierten italienischen Bildhauer Santi Gucci gefertigt.
  • Die Kathedrale vereint seltene Gewölbeformen wie Stern-, Netz- und kristalline Gewölbe – typisch für die Architektur der masowischen Gotik.
  • Papst Johannes Paul II. hielt während seines Besuchs in Łomża im Jahr 1991 eine Ansprache in der Kathedrale.
  • Die Kathedrale beherbergt ein wunderwirkendes Bild Unserer Lieben Frau von der Schönen Liebe, wodurch sie zu einem wichtigen Marienwallfahrtsort wurde.
  • Trotz teilweiser Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale durch das Engagement von Bischof Stanisław K. Łukomski vor der völligen Zerstörung bewahrt.

Geschichte

1504

Die Anfänge der Kathedrale reichen bis vor 1504 zurück: begonnen von Herzog Konrad III.

dem Roten und fortgeführt vom masowischen Adel.

1526

Zunächst als dreischiffige Basilika errichtet, wurde sie bis 1526 in eine Pseudobasilika umgewandelt.

Die südliche Kapelle wurde im späten 16.

Jahrhundert in ein Familienmausoleum umgewandelt.

1621

1621 erlitt die Kirche Brandschäden und wurde in den frühen 1690er Jahren unter Giuseppe Simone Belotti renoviert, der barocke Elemente einführte.

Weitere Restaurierungen folgten im 18.

und 19.

Jahrhundert, darunter neogotische Ergänzungen.

1925

Das Gebäude wurde 1925 durch die Gründung der Diözese Łomża zum Kathedralstatus erhoben.

Im Zweiten Weltkrieg wurde es beschädigt, anschließend jedoch wiederhergestellt.

In den 1950er Jahren erfolgte eine Regotisierung, um den mittelalterlichen Charakter wiederherzustellen.

Ortsführer

1
Grabmal der Familie Modliszowski1589
Santi Gucci

Ein Renaissance-Grabmal, das 1589 vom italienischen Bildhauer Santi Gucci erbaut wurde und als Mausoleum für die Familie Modliszowski dient. Es ist ein bedeutendes kunst- und kulturhistorisches Denkmal innerhalb der Kathedrale.

2
Glockenturm

Der Glockenturm der Kathedrale ist ein markantes gotisches Architektur-Element, das Glocken beherbergt, die die Gläubigen historisch zum Gottesdienst gerufen haben.

3
Gewölbe im Hauptschiff16th century

Das Hauptschiff ist mit Stern- und Netzgewölben bedeckt, während die Seitenschiffe kristalline Gewölbe aufweisen – ein seltenes architektonisches Element in Masowien.

4
Kapelle des Hl. Kasimir1887

Ursprünglich ein Vorbau am Fuß des Glockenturms, wurde die Anlage 1887 zur Kapelle umgestaltet und mit Mitteln von Telesfor Starzeński finanziert.

Kontakt

Telefon: 86 216 76 36