Tuchhallen

Tuchhallen

Małopolskie

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Die Tuchhallen, lokal als Sukiennice bekannt, sind ein Gebäude aus der Renaissancezeit und liegen im Herzen des Krakauer Hauptmarkts, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Historisch waren sie ein lebendiger Knotenpunkt des internationalen Handels: Händler tauschten dort exotische Waren wie Gewürze, Seide und Leder, während Krakau Textilien und Salz exportierte. Die Architektur entwickelte sich von den ursprünglichen mittelalterlichen hölzernen Verkaufsständen zu einer prächtigen Renaissancehalle mit Arkaden und kunstvoll gestalteten Dachaufbauten – entworfen von Santi Gucci. Im 19. Jahrhundert veränderte eine bedeutende Restaurierung unter Leitung von Tomasz Pryliński die Tuchhallen und machte sie zu einem Symbol der kulturellen Wiederbelebung Krakaus. Heute befindet sich im Obergeschoss das Sukiennice Museum, eine Abteilung des Nationalmuseums in Krakau. Dort wird die größte Sammlung polnischer Malerei und Bildhauerei des 19. Jahrhunderts gezeigt – darunter Meisterwerke von Jan Matejko, Henryk Siemiradzki und Jacek Malczewski. Das Erdgeschoss dient noch immer als lebendiger Markt mit Ständen für Schmuck, Souvenirs und Handwerk und bewahrt so sein kommerzielles Erbe. Die Tuchhallen bleiben ein bedeutendes kulturelles und historisches Wahrzeichen, das Handel, Kunst und Architektur in Krakaus Altstadt miteinander verbindet.

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Tipp: Besuchen Sie die Tuchhallen unter der Woche außerhalb von Montag, da das Museum dann geschlossen ist. Dienstags gibt es freien Eintritt in die Dauerausstellungen – ideal für Besucher, die mit einem Budget planen. In der Hauptsaison empfiehlt es sich, Tickets im Voraus zu kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden. Das Museum im Obergeschoss zeigt eine umfangreiche Auswahl polnischer Kunst des 19. Jahrhunderts, daher sollten Sie genug Zeit für die Erkundung einplanen. Der Markt im Erdgeschoss ist perfekt für Souvenirshopping und um die lebendige Atmosphäre des historischen Zentrums von Krakau zu erleben.

Interessante Fakten

  • Die Tuchhallen waren einst ein bedeutendes Zentrum des internationalen Handels und handelten mit exotischen Importen wie Gewürzen und Seide.
  • Dort waren auch namhafte Gäste zu Besuch, darunter König Charles III und Kaiser Akihito von Japan.
  • Im Museum im Obergeschoss befindet sich die größte dauerhafte Ausstellung polnischer Malerei und Bildhauerei des 19. Jahrhunderts.
  • Das Motiv der Tuchhallen erschien auf den 50-złoty-Banknoten, die während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg ausgegeben wurden.
  • Gasbeleuchtung aus der historischen Zeit ist noch erhalten und funktioniert unterhalb der Außenfassade des Gebäudes.
  • Die Restaurierung aus dem 19. Jahrhundert umfasste Karikatur-Skulpturen der Präsidenten von Krakau auf den Spitzen der östlichen Risalite.

Geschichte

1257

Die Anfänge der Tuchhallen gehen auf das Jahr 1257 zurück, als Herzog Bolesław der Kahle den Bau von steinernen Tuchständen auf dem Krakauer Hauptmarkt anordnete.

1358

Aus den hölzernen Ständen entwickelte sich eine gotische Halle, die vor 1358 unter König Kasimir III.

dem Großen entstanden ist.

1555

Nach einem Brand im Jahr 1555 wurde sie zwischen 1556 und 1559 im Renaissance-Stil wiederaufgebaut – mit Arkaden und dekorativen Dachaufbauten von Santi Gucci.

Im späten 19.

1875

Jahrhundert, zwischen 1875 und 1879, leitete der Architekt Tomasz Pryliński eine große Renovierung, bei der angrenzende Gebäude entfernt und das Obergeschoss zu einem Museumsraum umgestaltet wurde.

Die Tuchhallen haben die historischen Umbrüche Krakaus miterlebt – von der Zeit als polnische Hauptstadt über den Niedergang bis hin zur kulturellen Wiederbelebung unter der österreichischen Herrschaft.

Ortsführer

1
Halle am Hauptmarkt

Das Erdgeschoss der Tuchhallen bietet hölzerne Stände, die entlang der Wände angeordnet sind. Dort werden Schmuck, Souvenirs und traditionelle Handwerksarbeiten verkauft – und so wird die jahrhundertelange Handelstradition des Gebäudes fortgeführt.

2
Sukiennice Museum – Galerie polnischer Kunst des 19. Jahrhunderts1879
Verschiedene polnische Künstler

Das Museum im Obergeschoss, eine Abteilung des Nationalmuseums in Krakau, zeigt Meisterwerke vom späten Barock bis hin zum Jungen Polen, darunter Arbeiten von Jan Matejko („Preußische Huldigung“), Henryk Siemiradzki („Neros Fackeln“), Jacek Malczewski sowie Władysław Podkowiński („Ekstase“). Die Galerie ist thematisch und chronologisch über vier große Säle angeordnet.

3
Risalits und dekorative Dachaufbauten1875-1879
Jan Matejko (Entwurf), Walery Gadomski (Skulpturen)

Die Fassade der Tuchhallen zeigt Risalite mit Arkaden und Dachaufbauten, die mit Maskarons (Karikatur-Skulpturen) geschmückt sind – sie stellen Krakauer historische Präsidenten dar. Entworfen von Jan Matejko und ausgeführt von Walery Gadomski.

Kontakt

Telefon: 12 433 54 00

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