
Schindlers Fabrik
Małopolskie
Schindlers Fabrik im Stadtteil Zabłocie in Krakau ist ein Museum, das die Geschichte der Stadt während der deutschen Besatzung von 1939 bis 1945 erzählt. Ursprünglich 1937 als Emaillewarenfabrik gegründet, wurde sie 1939 von dem deutschen Industriellen Oskar Schindler übernommen, der jüdische Arbeiter beschäftigte und vor dem Holocaust schützte. Die Fabrik stellte Emaillewaren her und später Rüstungsgüter für die deutsche Armee. Schindlers mutige Bemühungen führten zur Entstehung der berühmten „Schindler-Liste“: Sie rettete über 1.100 Juden, indem sie sie in eine sicherere Fabrik in Brünnlitz verlegte. Nach dem Krieg wurde die Fabrik verstaatlicht und wurde schließlich zu einer Außenstelle des Historischen Museums von Krakau, mit einer dauerhaften Ausstellung über die Besatzungszeit. Der Ort verbindet auf einzigartige Weise industrielles Erbe mit eindrücklichen menschlichen Schicksalen – eine besonders berührende und zugleich lehrreiche Destination für alle, die sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und für Menschenrechte interessieren.
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Tipp: Besuchen Sie Schindlers Fabrik an Wochentagen, um den Andrang am Wochenende zu vermeiden, und nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die detailreiche Dauerausstellung in Ruhe zu entdecken. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu buchen – besonders in den Hauptreisezeiten –, um den Eintritt sicherzustellen. Ermäßigungen gibt es in der Regel für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Prüfen Sie auf der offiziellen Website des Museums die aktuellen Öffnungszeiten und eventuelle Sonderveranstaltungen.
Interessante Fakten
- •Die Fabrik wurde ursprünglich 1937 gegründet und 1939 von Oskar Schindler übernommen.
- •Schindler beschäftigte jüdische Arbeiter, um sie vor dem Holocaust zu schützen, und rettete so über 1.100 Leben.
- •Die „Schindler-Liste“ war ein echtes Dokument, das dazu diente, jüdische Arbeiter zu verlegen und zu retten.
- •Die Fabrik stellte Emaillewaren her und später auch militärische Ausrüstung wie Feldverpflegungs-Geräte sowie Bestandteile von Artilleriegeschossen.
- •Das Museum gehört zum Kraków Technology Trail und macht das industrielle Erbe der Stadt sichtbar.
Geschichte
Die Fabrik wurde 1937 als Emaille- und Zinnwarenfabrik „Rekord“ von den Israelis Kohn, Wolf Luzer Glajtman und Michał Gutman gegründet.
1939 wurde sie von Oskar Schindler übernommen, der sie in Deutsche Emailwarenfabrik (DEF) umbenannte und die Produktion ausweitete – inklusive Rüstungsgütern während des Krieges.
Schindler beschäftigte viele jüdische Arbeiter und schützte sie vor der nationalsozialistischen Vernichtung, indem er sie auf die „Schindler-Liste“ setzte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Fabrik verstaatlicht und gehörte schließlich ab 2005 zum Historischen Museum von Krakau; als Museum eröffnete sie 2007.
Ortsführer
Dauerausstellung: Kraków unter deutscher Besatzung 1939–19452007
Diese Ausstellung zeigt die Geschichte von Krakau im Zweiten Weltkrieg – mit Fokus auf die deutsche Besatzung, das Schicksal der jüdischen Bevölkerung und die Geschichte von Schindlers Fabrik. Besucher können authentische Exponate, Fotografien und multimediale Präsentationen entdecken, die das alltägliche Leben unter der Besatzung sowie Schindlers Bemühungen, seine Arbeiter zu retten, veranschaulichen.
Kontakt
Telefon: 12 257 00 96