Marienbasilika

Marienbasilika

Małopolskie

85/10090 min

Die Marienbasilika in Krakóws Altstadt am Marktplatz ist eine historische römisch-katholische Kirche, die für ihre gotische Architektur und ihre kulturelle Bedeutung bekannt ist. Ihre Anfänge reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück; die heutige gotische Anlage wurde vor allem zwischen dem späten 13. und dem 15. Jahrhundert errichtet. Sie besitzt eine charakteristische Fassade mit zwei Türmen: Der höhere Turm wird traditionell als Wachturm genutzt und trägt seit 1666 eine vergoldete Krone. Im Inneren beherbergt die Basilika den prachtvollen Hochaltar von Veit Stoss, ein spätgotisches Meisterwerk, das vor allem durch seine detailreiche Holzschnitzkunst berühmt ist. Im Innenraum sorgen lebendige neugotische Polychromien, entworfen von Jan Matejko, für besondere Atmosphäre; die Glasfenster im Presbyterium stammen von den Künstlern Stanisław Wyspiański und Józef Mehoffer. Die Marienbasilika ist bis heute eine aktive Pfarrkirche und ein Symbol für Krakaus religiöses und künstlerisches Erbe. Besucher zieht sie mit ihrer architektonischen Pracht und ihrer bewegten Geschichte in den Bann.

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Tipp: Besuchen Sie die Marienbasilika täglich zwischen 11:30 und 18:00 Uhr und meiden Sie besondere religiöse Tage, an denen der Zugang möglicherweise eingeschränkt ist. Für ein noch besseres Erlebnis von Retabel und Glasfenstern bieten sich geführte Touren an. Tickets gibt es vor Ort; für Studierende und Senioren sind unter Umständen Ermäßigungen verfügbar. Am frühen Nachmittag gibt es gutes Licht für Fotos vom Kircheninneren. Verpassen Sie nicht den traditionellen stündlichen Trompetenruf vom höheren Turm – ein einzigartiges kulturelles Erlebnis.

Interessante Fakten

  • Der höhere Turm der Basilika trägt seit 1666 eine vergoldete Krone. Sie steht sinnbildlich für die Treue der Stadt zur polnischen Krone.
  • Der berühmte hölzerne Hochaltar wurde von Veit Stoss zwischen 1477 und 1489 geschnitzt und gilt als eine der größten gotischen Skulpturen Europas.
  • Jede Stunde wird vom höheren Turm ein Trompetenruf (Hejnał mariacki) gespielt – eine Tradition, die an einen Posaunisten aus dem 13. Jahrhundert erinnert, der erschossen wurde, als er die Stadt vor einem Angriff warnte.
  • Die Glasfenster im Presbyterium wurden von den renommierten Künstlern Stanisław Wyspiański und Józef Mehoffer entworfen, zwei Schlüsselfiguren der polnischen Art-nouveau-Kunst.
  • 2010 beherbergte die Basilika die Trauermesse des polnischen Präsidenten Lech Kaczyński – ein bedeutendes nationales Ereignis.

Geschichte

1221

Die erste steinerne Kirche an diesem Ort wurde um 1221–1222 gegründet, jedoch während der Tataren-Einfälle zerstört.

1290

Die heutige gotische Basilika wurde vor allem zwischen 1290 und 1478 errichtet und entwickelte sich von einer Hallenkirche zu einem Basilika-Grundriss.

Wichtige Ergänzungen sind der Einbau von Seitenkapellen im 15.

Jahrhundert sowie das Aufstocken des nördlichen Turms, der als Stadtswachturm diente.

Der berühmte Hochaltar von Veit Stoss wurde im späten 15.

Jahrhundert eingesetzt.

Das Innere wurde im 18.

Jahrhundert gründlich im Stil des späten Barock renoviert und später im späten 19.

Jahrhundert auf eine neugotische Ästhetik zurückgeführt – unter Beteiligung bedeutender polnischer Künstler.

1962

1962 wurde die Basilika zur Basilica minor ernannt und ist bis heute ein Mittelpunkt des geistigen und kulturellen Lebens von Kraków.

Ortsführer

1
Hochaltar von Veit Stoss1477–1489
Veit Stoss

Ein monumentales spätgotisches Retabel aus Lindenholz, das Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria mit außergewöhnlicher Detailfülle und lebendiger Polychromie zeigt. Er ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Bildhauerkunst und ein Höhepunkt im Inneren der Basilika.

2
Nordturm (Hejnalica)im 15. Jahrhundert aufgestockt; Krone hinzugefügt 1666

Der höhere von zwei Türmen, der historisch als Wachturm diente und außerdem zum Spielen des stündlichen Trompetenrufs verwendet wurde, bekannt als Hejnał mariacki. An der Spitze des Turms sitzt eine vergoldete Krone, die Krakóws Verbundenheit mit der polnischen Krone symbolisiert.

3
Glasfensterspätes 19. Jahrhundert
Stanisław Wyspiański, Józef Mehoffer

Von Stanisław Wyspiański und Józef Mehoffer entworfen, zeigen diese Fenster religiöse Motive mit leuchtenden Farben und sind herausragende Werke des polnischen Jugendstils.

4
Neugotische Innenausstattung1887–1891
Jan Matejko, Stanisław Wyspiański, Józef Mehoffer

Das Innere wurde im späten 19. Jahrhundert mit Polychromien von Jan Matejko und seinen Mitarbeitern neu gestaltet. So kehrte der mittelalterliche Geist der Basilika zurück – in beeindruckender künstlerischer Pracht.

Kontakt

Telefon: 12 422 05 21