Burg der Johanniterorden in Chwarszczany

Burg der Johanniterorden in Chwarszczany

Lubuskie

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Die Burg der Johanniterorden in Chwarszczany, in der polnischen Region Lubusz gelegen, ist ein außergewöhnlicher historischer Ort, der sich um eine gotische Kapelle aus der Mitte des 13. Jahrhunderts gruppiert. Zunächst diente sie als Johanniterkapelle, die dem Evangelisten Johannes geweiht war, bevor sie später St. Stanislaus Kostka gewidmet wurde. Die heutige Kapelle, die vor 1280 erbaut wurde, ersetzte einen früheren Bau und ist ein herausragendes Beispiel für vereinfachte bzw. reduzierte gotische Architektur. Sie wurde von den zisterziensischen Baumeistern geprägt, die auch am Kloster Chorin gearbeitet haben. Architektonisch besitzt die Kapelle ein langes Langhaus mit polygonalem Abschluss im Osten sowie zwei zylindrische Türme an den westlichen Ecken. Die Gestaltung ist symbolisch mit der sakralen Architektur Jerusalems verbunden und ruft insbesondere die biblische Beschreibung vom Tempel Salomos sowie die mittelalterliche Bildsprache in Erinnerung. Die Mauern bestehen aus sorgfältig zugerichteten Granitquadern und Mauerwerk aus Ziegeln, dazu kommen schlanke, spitzbogige Fenster und reich ausgearbeitete Portale. Die Kapelle zählt zu den wertvollsten Kulturdenkmälern in Westpommern und spiegelt die historische Präsenz sowie den Einfluss der Johanniter und späterer katholischer Orden in der Region wider.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten in den wärmeren Monaten, um die Details der Außenansicht und die umgebende Landschaft in vollem Umfang zu genießen. Für die Zugangszeiten empfiehlt es sich, die lokalen Pfarrtermine zu prüfen, da die Kapelle als Filialkirche dient. Eine vorherige Buchung von Führungen oder die Kontaktaufnahme mit der Pfarrei kann tiefere Einblicke in die Geschichte des Ortes geben. Für Gruppen oder im Rahmen besonderer Veranstaltungen zum kulturellen Erbe können Ermäßigungen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Die Architektur der Kapelle ist symbolisch mit der biblischen Beschreibung vom Tempel Salomos und mit der sakralen Architektur Jerusalems verbunden.
  • Sie wurde von zisterziensischen Baumeistern errichtet, die auch am berühmten Kloster Chorin nahe Angermünde gearbeitet haben.
  • Die ursprüngliche Johanniterkapelle wurde um 1280 abgebaut, um Platz für die heutige gotische Kapelle zu schaffen.
  • Die Kapelle gilt als eines der wertvollsten historischen Denkmäler in Westpommern.
  • Das Bauwerk besitzt zwei zylindrische Türme an seinen westlichen Ecken – ein markantes architektonisches Element für eine Kapelle aus dieser Zeit.

Geschichte

Der Ort wurde ursprünglich Mitte des 13.

Jahrhunderts als Johanniterkapelle gegründet und dem Evangelisten Johannes geweiht; sie diente damit dem Johanniterorden in der Region.

1280

Um 1280 wurde die ursprüngliche Kapelle abgetragen und durch die heutige gotische Anlage ersetzt, die von zisterziensischen Handwerkern errichtet wurde, die mit dem Kloster Chorin verbunden waren.

Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich die Widmung der Kapelle zu St.

Stanislaus Kostka.

Die Kapelle überstand verschiedene politische Veränderungen im Land Lubusz, das historisch zwischen polnischen Herzögen, der Mark Brandenburg und weiteren Mächten umkämpft war.

Der architektonische Stil spiegelt die religiösen und kulturellen Einflüsse des Mittelalters wider und verbindet den Ort auf symbolische Weise mit den heiligen Stätten Jerusalems.

Ortsführer

1
Hauptkapellen-Langhausvor 1280
Zisterziensische Baumeister aus dem Kloster Chorin

Ein langes, einschiffiges Hallenbauwerk mit schlanken Proportionen: mit polygonalem Abschluss im Osten und zwei zylindrischen Türmen an den westlichen Ecken. Das Entwurfskonzept des Langhauses symbolisiert die sakrale Architektur Jerusalems und spiegelt den Einfluss der Sainte-Chapelle in Paris wider.

2
Granitportalvor 1280
Unbekannte mittelalterliche Handwerker

Auf der westlichen Fassade befindet sich dieses zweiteilige Granitportal mit einem sanft spitzbogigen Bogen und fein eingefassten Granitquadern, die das Portalfeld bzw. den Durchgang bilden. Es ist der Haupteingang und ein wichtiges Beispiel mittelalterlicher Steinmetzkunst.

3
Fenster mit Glasmalerei19. Jahrhundert Restaurierung
Restauratoren aus dem 19. Jahrhundert

Die Fenster der Kapelle zeigten ursprünglich schmale spitzbogige Öffnungen mit Glasmalerei und Maßwerk, die im Rahmen der Renovierungen im 19. Jahrhundert wiederhergestellt wurden. Einige Fenster sind heute teilweise oder ganz zugemauert.