
Wallfahrtsstätte Krasnobród
Lubelskie
Die Wallfahrtsstätte Krasnobród in der Woiwodschaft Lubelskie (Polen) ist vor allem für ihr wundersames Marienbild bekannt, das bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückreicht. Das Bild ist eine metallgeätzte Kopie von Francesco Raibolinis „Madonna in the Rose Garden“ und zeigt die Jungfrau Maria in weißen Gewändern, wie sie das Jesuskind anbetet. Um sie herum befinden sich symbolische Elemente wie der Heilige Geist als Taube und ein Rosen- bzw. Rosengarten. Die Entstehung der Wallfahrtsstätte geht auf eine Erscheinung aus dem Jahr 1640 zurück: Jakub Ruszczyk soll das Bild in einer Vision gesehen haben und wurde anschließend von einer Besessenheit geheilt. Obwohl es während der Konflikte Mitte des 17. Jahrhunderts zerstört wurde, blieb das Bild erhalten und wurde zum Verehrungsobjekt. Daraus entwickelten sich der Bau einer hölzernen Kirche sowie später einer Backsteinkirche und eines Klosters, die von Maria Kazimiera d’Arquien, der Ehefrau von König Jan III Sobieski, finanziert wurden. Die Wallfahrtsstätte ist ein bedeutender Ort der Marienwallfahrt im Bistum Zamość-Lubaczów und richtet jährlich Feste aus, die verschiedenen Marientiteln gewidmet sind. 1965 wurde das Bild feierlich (kanonisch) gekrönt, was seine religiöse Bedeutung unterstreicht. Architektur und lebendige Andachtstraditionen machen die Wallfahrtsstätte zu einem einzigartigen spirituellen und kulturellen Wahrzeichen der Region.
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Tipp: Besucher sollten ihren Aufenthalt am besten rund um die jährlichen Marienfeste planen – etwa am 2. Juli, 15. August oder 8. September. Dann finden dort lebendige Pilgerzüge und Feiern statt. Um Menschenmengen zu vermeiden, sind Besuche an regulären Tagen früh am Morgen empfehlenswert. Vorab sollte man nach den Messezeiten und möglichen geführten Touren fragen, um das Erlebnis zu verbessern. Pilger bringen oft als Zeichen der Dankbarkeit Votivgaben mit. Es sind keine speziellen Eintrittskarten erforderlich, aber Spenden unterstützen die Instandhaltung der Wallfahrtsstätte.
Interessante Fakten
- •Das wundersame Bild ist eine Metall- bzw. Kupferstichdarstellung aus dem 17. Jahrhundert auf Büttenpapier – eine Kopie eines italienischen Renaissance-Gemäldes von Francesco Raibolini.
- •Obwohl das Bild während des Krieges im Schlamm verloren gegangen war, blieb es frisch und unversehrt; man betrachtet es als göttliches Wunder.
- •Maria Kazimiera d’Arquien, die Ehefrau von König Jan III Sobieski, wurde durch das Bild geheilt und finanzierte die Backsteinkirche sowie das Kloster der Wallfahrtsstätte.
- •Die Wallfahrtsstätte feiert mehrere jährliche Feste zu verschiedenen Titeln der Jungfrau Maria und zieht zahlreiche Pilger an.
- •Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Bild in einem Herrschaftssitz sicher aufbewahrt, um es vor Schaden zu schützen.
Geschichte
Die Ursprünge der Wallfahrtsstätte reichen bis zum 5.
August 1640 zurück, als Jakub Ruszczyk in der Nähe von Krasnobród eine Marienerscheinung erlebte.
Nach seiner Heilung wurde zwischen 1648 und 1664 eine hölzerne Kapelle errichtet.
Der Ort wurde im Zuge der Feldzüge von Bohdan Khmelnytsky im Jahr 1648 zerstört, doch das wundersame Bild konnte unversehrt geborgen werden.
Ende des 17.
Jahrhunderts ließ Maria Kazimiera d’Arquien den Bau einer Backsteinkirche und eines Klosters (1690–1699) in Auftrag geben, um das verehrte Bild aufzubewahren.
Von 1664 bis 1864 wurde die Wallfahrtsstätte dem Dominikanerorden anvertraut.
Das Bild wurde am 4.
Juli 1965 von Bischof Piotr Kałwa feierlich gekrönt und damit seine geistliche Bedeutung bestätigt.
Ortsführer
Hochaltar mit wundersamem Bild17. Jahrhundert
Der Mittelpunkt der Wallfahrtsstätte ist der Hochaltar mit dem verehrten Marienbild Unserer Lieben Frau von Krasnobród aus dem 17. Jahrhundert. Es ist in Silber gerahmt und von Engeln gekrönt. Das Bild ist eine 1964 vergrößerte Kopie, die der Künstler Tadeusz Korpal anfertigte.
Backsteinkirche und Kloster1690-1699
Die zwischen 1690 und 1699 errichteten Gebäude wurden von Maria Kazimiera d’Arquien als Gelübdegabe nach ihrer Heilung finanziert. Die Backsteinkirchen im Barockstil ersetzten frühere hölzerne Kapellen und sind die wichtigsten Bauten der Wallfahrtsstätte.