
Molo-Kirche
Visayas Region
Die Molo-Kirche, offiziell als Santa-Ana-Pfarrkirche bekannt, ist eine spanisch-neugotische römisch-katholische Kirche im Stadtteil Molo in Iloilo City, Philippinen. Zunächst wurde sie 1831 errichtet und präsentiert eine Mischung aus gotisch-neuzeitlicher Renaissance-Revival-Architektur: raue Steinfassaden, spitz zulaufende Bögen und zwei Zwillingstürme, die mit aufgesetzten Türmchen (Spireln) verziert sind. Die Kirche wird als „Frauenkirche“ oder „feministische Kirche“ bezeichnet, denn im Inneren findet sich etwas Besonderes: Sechzehn Statuen weiblicher Heiliger säumen beide Seiten des Altars – darunter auch die heilige Anna, die Schutzpatronin von Molo. Im Kirchenraum entdecken Besucher drei Seitenschiffe (Naven), vier hölzerne Seitenaltäre, einen einzigen Hochaltar sowie zwei kunstvoll verzierte hölzerne Kanzeln. Historisch diente die Kirche während des Zweiten Weltkriegs als Evakuierungszentrum und wurde dabei beschädigt, unter anderem durch den Verlust eines Turms, der später wiederhergestellt wurde. Seit 1992 als nationales Kulturdenkmal ausgewiesen, ist sie die einzige gotische Kirche auf den Philippinen außerhalb von Metro Manila – und zieht Besucher wegen ihrer architektonischen Schönheit und ihres kulturellen Erbes an.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Molo-Kirche sind die Wochentage: So entgehen Sie den Menschenmengen und können die ruhige Atmosphäre besser genießen. Besucher sollten sich unbedingt die einzigartige Sammlung an Statuen weiblicher Heiliger sowie die hölzernen Kanzeln ansehen. Der Eintritt ist in der Regel frei, aber Spenden sind willkommen, um die Instandhaltung zu unterstützen. Das Buchen einer geführten Tour im Voraus kann das Erlebnis zusätzlich verbessern – besonders für alle, die sich für Geschichte und Architektur der Kirche interessieren.
Interessante Fakten
- •Die Molo-Kirche ist als „Frauenkirche“ bekannt, weil im Inneren ausschließlich weibliche Heilige zu sehen sind – eine Besonderheit in den Philippinen.
- •Sie ist die einzige gotische Kirche außerhalb von Metro Manila auf den Philippinen.
- •Dr. Jose Rizal besuchte die Molo-Kirche im Jahr 1886 und war beeindruckt von den biblischen Gemälden, die heute nicht mehr vorhanden sind.
- •Die Kirche diente während des Zweiten Weltkriegs als Evakuierungszentrum und wurde während der Befreiung der Philippinen beschädigt.
- •Die Fassade zeigt Elemente im Stil „Gotik-Renaissance-Revival“, darunter zwei Türme mit zahlreichen Spireln sowie spitz zulaufende Bögen.
Geschichte
Die Molo-Kirche wurde erstmals 1831 unter Fray Pablo Montaño mit tabique pampango und einem Schindeldach (chalk roof) errichtet.
Pläne für eine dauerhaftestabile Betonkonstruktion wurden 1869 genehmigt und 1888 unter Fray Agapito Buenaflor umgesetzt.
Historisch ist der Besuch durch den philippinischen Nationalhelden Dr.
Jose Rizal im Jahr 1886 hervorzuheben.
Während des Zweiten Weltkriegs diente die Kirche als Evakuierungszentrum, wurde jedoch 1945 beschädigt – einschließlich der Zerstörung eines Turms.
Die Restaurierungsarbeiten wurden nach dem Krieg von Rev.
Manuel Alba geleitet.
1992 wurde die Kirche vom National Historical Institute zum nationalen Kulturdenkmal erklärt.
Ortsführer
Hochaltar und Retabel1888
Der Hochaltar beherbergt die Statue der heiligen Anna, der Schutzpatronin der Kirche, sowie Statuen der Seligen Jungfrau Maria und der Heiligen Dreifaltigkeit – und dient als zentrales Ziel des Gebets.
Statuen von sechzehn weiblichen Heiligen1888
Zwei Reihen mit sechzehn Statuen weiblicher Heiliger säumen beide Seiten des Altars – darunter bekannte Heilige wie St. Cecilia, St. Rose of Lima und St. Agnes of Rome. Damit wird die Hingabe der Kirche an die weibliche Spiritualität besonders hervorgehoben.
Hölzerne Kanzeln1888
Die Kirche besitzt zwei kunstvoll verzierte hölzerne Kanzeln, die für das Halten von Predigten genutzt werden. So zeigt sich die Handwerkskunst – und das trägt zur Ästhetik im Kircheninneren bei.
Fassade und Zwillingstürme1888
Die Fassade der Kirche besteht aus rauem Stein und betont Elemente des Gotik-Renaissance-Revival. Zwei Zwillingstürme sind mit Spireln und spitz zulaufenden Bögen geschmückt – und machen die Kirche in der Region auch architektonisch besonders.
Kontakt
Telefon: (033) 337 2258