Manglares de Tumbes National Sanctuary

Tumbes

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Das Manglares de Tumbes National Sanctuary wurde 1988 gegründet und ist ein geschütztes Naturgebiet in der Region Tumbes in Peru. Es umfasst nahezu 30 Quadratkilometer. Es bewahrt Perus größten Mangrovenwald und umfasst fünf dominante Mangrovenarten: die schwarze, die weiße, die Knopfmangrove sowie zwei Rotsorten. Das Schutzgebiet beherbergt vielfältige Ökosysteme wie saisonal trockene Wälder und Buschland mit verschiedenen einheimischen Baumarten und krautigen Pflanzen. Es ist Lebensraum für 148 Vogelarten – darunter der Gelbkragen-Nachtreiher und die Amerikanische Weißeibis – sowie für 105 Fischarten. Hinzu kommen Säugetiere wie der Krabbenfresser-Nasenbär (crab-eating raccoon) und der Neotropische Otter, außerdem zahlreiche Wirbellose und Reptilien. Besucher können die ausgewiesenen Bereiche zu beiden per Kayak oder Kanu erkunden, Vogelbeobachtung genießen und beobachten, wie die Mangroven von den lokalen Gemeinschaften traditionell genutzt werden. Das Schutzgebiet spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz der Biodiversität und wirkt zudem als natürlicher Schutzwall gegen Küstenerosion. Allerdings ist es durch Garnelenzucht, Landwirtschaft, Verschmutzung, illegale Rohstoffgewinnung und invasive Arten bedroht. Nachhaltiger Tourismus und Naturschutzmaßnahmen sind daher unerlässlich, um dieses einzigartige Ökosystem zu sichern und die Lebensgrundlagen vor Ort zu unterstützen.

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Tipp: Die beste Zeit, um das Manglares de Tumbes zu besuchen, ist zwischen April und November in der Trockenzeit, wenn Tierbeobachtungen besonders gut gelingen. Besucher werden ermutigt, geführte Touren oder Kayak-Ausflüge im Voraus zu buchen, um die ausgewiesenen Touristengebiete zu erreichen. Nachhaltige Tourismuspraktiken werden gefördert, um die Umweltbelastung zu minimieren. Eintrittsgelder könnten anfallen, eventuell gibt es jedoch Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen. Besucher sollten sich auf tropisches Wetter einstellen und an Ferngläser sowie Kameras für Vogel- und Wildlife-Fotografie denken.

Interessante Fakten

  • Das Schutzgebiet beherbergt Perus größten Mangrovenwald mit einer Ausdehnung von nahezu 30 Quadratkilometern.
  • Es schützt 148 Vogelarten, darunter seltene und gefährdete Arten wie den Gelbkragen-Nachtreiher und die Amerikanische Weißeibis.
  • Das Gebiet wurde 1997 als Ramsar-Stätte ausgewiesen und würdigt damit seine internationale Bedeutung als Feuchtgebiet.
  • UNESCO nahm das Schutzgebiet 2016 als Kernzone des Biosphärenreservats Noroeste Amotapes-Manglares auf.
  • Der Amerikanische Krokodil bewohnte das Schutzgebiet einst, ist jedoch mittlerweile lokal ausgestorben – ein Zeichen dafür, dass es zu Perus am stärksten bedrohten Arten gehört.
  • Lokale Gemeinschaften ernten Garnelenlarven nachhaltig, um die Garnelenzucht zu unterstützen und gleichzeitig die Gesundheit der Mangroven zu erhalten.

Geschichte

1988

Das Manglares de Tumbes National Sanctuary wurde 1988 offiziell eingerichtet, um Perus größten Mangrovenwald zu schützen.

000

Dieser hatte historisch etwa 28.000 Hektar umfasst, bevor es durch Garnelenzucht und Entwaldung stark zurückging.

1997

1997 wurde es als Ramsar-Wetland von internationaler Bedeutung ausgewiesen, was seinen ökologischen Wert hervorhob.

2016

2016 erkannte UNESCO es als Kernzone innerhalb des Biosphärenreservats Noroeste Amotapes-Manglares an.

Im Laufe der Zeit zielten Naturschutzbemühungen darauf ab, den Schutz der Ökosysteme mit der nachhaltigen Nutzung durch lokale Gemeinschaften in Einklang zu bringen – trotz anhaltender Umweltprobleme.

Ortsführer

1
Mangrovenwälder

Das zentrale Merkmal des Schutzgebiets sind die ausgedehnten Mangrovenwälder, die von fünf Arten dominiert werden: der schwarzen Mangrove, der weißen Mangrove, der Knopfmangrove sowie zwei Arten der Rots mangroven. Diese Mangroven bilden dichte, zwischen den Gezeiten liegende Ökosysteme, die entscheidend für den Küstenschutz und die Biodiversität sind.

2
Beobachtungszonen für Wildtiere

Ausgewiesene Bereiche innerhalb des Schutzgebiets ermöglichen es Besuchern, sich mit dem Kayak oder Kanu auf Erkundungstour zu begeben. So ergeben sich gute Möglichkeiten zum Vogelbeobachten und zum Entdecken von Säugetieren wie dem Krabbenfresser-Nasenbär (crab-eating raccoon) und dem Neotropischen Otter in ihrem natürlichen Lebensraum.

3
Saisonaler Trockenwald und Buschland

Einige Bereiche des Schutzgebiets sind von saisonal trockenen Wäldern und Buschland geprägt – mit vielfältigen einheimischen Baumarten wie Pithecellobium excelsum und Bursera graveolens. Das erweitert die ökologische Vielfalt auch außerhalb der Mangroven.