Toquepala-Höhlen

Tacna

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Die Toquepala-Höhlen liegen nahe der Toquepala-Mine im Süden Perus in der Region Tacna und sind vor allem wegen ihrer umfangreichen paläolithischen Felskunst berühmt. Die beiden kleinen Sandsteinhöhlen befinden sich auf einer Höhe von etwa 2.200 bis 2.800 Metern im westlichen Andenraum und enthalten mehr als 50 Gemälde – von denen etwa 30 im Detail untersucht wurden. Dargestellt werden vor allem bewaffnete Sammlerjäger, die Guanacos – ein in den Anden heimisches Kameliden – einkesseln und jagen, wobei sie Äxte, Lanzen und Speerschleuder einsetzen, jedoch auffälligerweise ohne Bogen und Pfeile. Die Kunstwerke wurden mit sieben Farben geschaffen: vor allem Rot, das aus Hämatit gewonnen wurde, außerdem Gelb, Weiß, Schwarz und Grün. Archäologische Untersuchungen datieren die Besiedlung und die künstlerische Tätigkeit auf etwa 7.600 v. Chr. und machen die Höhlen damit zu den ältesten bekannten Zeugnissen von Felskunst in Südamerika. Die Höhlen wurden saisonal von kleinen Gruppen bewohnt, vermutlich der Ethnie Collawa, die die Kunst für animistische Zwecke nutzten, um erfolgreiche Jagden zu sichern. In den 1960er-Jahren wurde der Ort wissenschaftlich dokumentiert – mit Unterstützung der South Peru Copper Corporation, die darüber hinaus Schutzmaßnahmen veranlasste, um die empfindlichen Malereien zu bewahren. Die Toquepala-Höhlen liefern einen unschätzbaren Einblick in die frühe Kultur andiner Sammlerjäger sowie in vor-geschichtliche Techniken der Felskunst.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch auf Tageslicht legen, um die Felsmalereien optimal sehen zu können. Aufgrund der empfindlichen Beschaffenheit des Geländes kann der Zugang eingeschränkt sein; geführte Touren sind möglicherweise empfehlenswert. Es ist ratsam, sich im Voraus zu erkundigen, falls Genehmigungen oder Besucherregeln erforderlich sind. Fahrkarten zu kaufen oder Besuche über offizielle Stellen bzw. lokale Guides zu organisieren, kann helfen, die Erhaltungsbemühungen zu unterstützen und das Risiko von Schäden zu verringern. Ein Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag kann bessere Lichtbedingungen für die Fotografie bieten.

Interessante Fakten

  • Die Toquepala-Höhlen zeigen über 50 Felsmalereien, die vor allem Guanacos und Jagdszenen darstellen.
  • Die Malereien stammen aus etwa 7.600 v. Chr. und gehören damit zu den ältesten bekannten Zeugnissen von Felskunst in Südamerika.
  • Die Kunstwerke wurden mit natürlichen Pigmenten erstellt: hauptsächlich Hämatit für Rot sowie Gelb, Weiß, Schwarz und Grün.
  • Die Szenen zeigen eine traditionelle andine Jagdtaktik namens „chaco“, bei der Jäger Tiere einkesseln, um sie zu fangen oder zu töten.
  • Trotz Zäunung wurden einige Felsmalereien beschädigt, weil es vor dem Einsatz stärkerer Schutzmaßnahmen zu unbefugtem Betreten kam.

Geschichte

1963

Die Toquepala-Höhlen wurden ab 1963 wissenschaftlich entdeckt und untersucht, nachdem bereits seit den 1950er-Jahren ein zufälliges Bewusstsein dafür vorhanden war.

Archäologische Ausgrabungen unter Leitung von Jorge C.

600

Muelle und Roger Ravines legten eine präkeramische Besiedlung frei, die auf ungefähr 7.600 v.

Chr.

zurückgeht.

Die Höhlen gewannen an Bedeutung, nachdem in dem nahegelegenen Tal Kupfer entdeckt wurde und die anschließenden Abbauaktivitäten der South Peru Copper Corporation einsetzten, die die archäologische Forschung finanzierten.

Im Laufe der Jahre wurden die Höhlen mit Zäunen geschützt, um Vandalismus zu verhindern, obwohl es vor strengeren Sicherheitsmaßnahmen bereits zu Schäden gekommen war.

Die Felskunst steht für eines der frühesten bekannten Beispiele menschlichen künstlerischen Ausdrucks in den Anden und spiegelt die Kultur sowie die Jagdpraktiken prähistorischer Sammlerjäger wider.

Ortsführer

1
Abrigo del Diablo (Devil's Rock Face)circa 7600 BC

Die bekannteste der beiden Höhlen: Hier sind der Großteil der Felsmalereien mit Jagdszenen und religiösen Symbolen der Anden zu sehen. Es handelt sich um eine Sandsteinhütte, die durch Erosion entstanden ist und etwa 15 mal 5 Meter misst; die Tiefe beträgt 5 Meter.