Lamas

San Martín

65/10090 min

Lamas ist die Hauptstadt der Provinz Lamas in der Region San Martín im Norden Perus. Sie gilt als folkloristische Hauptstadt des peruanischen Amazonas – vor allem wegen des reichen kulturellen Erbes und der dort lebenden indigenen, quechua-sprachigen Gemeinschaften, die von den Pocras und Hanan Chancas abstammen. Die Stadt liegt ganz besonders auf drei verschiedenen natürlichen Terrassen und trägt deshalb den Spitznamen „Stadt der drei natürlichen Ebenen“ („City of the Three Natural Floors“). Ursprünglich wurde sie vom Anführer der Pocras Ankoallo gegründet, nachdem diese im 15. Jahrhundert durch die Inka vertrieben worden waren. Später wurde Lamas zu einer spanischen Kolonialstadt und erhielt 1656 den Namen „La ciudad del Triunfo de la Santísima Cruz de los Motilones de Lamas“. Die lokale Kultur zeigt eine Mischung aus indigenen und kolonialen Einflüssen: Traditionelle Feste, Folklore und Handwerk ziehen Besucher an, die sich für das amazonische Erbe interessieren. Die Stadt liegt in der Umgebung des Cordillera Azul National Park mit Wasserfällen und Lagunen, die ihren natürlichen Reiz noch verstärken. Lamas wurde außerdem beim Erdbeben im Norden Perus im Jahr 2005 beschädigt, ist aber bis heute ein lebendiger kultureller Mittelpunkt. Ihre einzigartige Lage, ihre kulturelle Bedeutung und die natürliche Umgebung machen Lamas zu einem besonders reizvollen Ziel für Reisende, die eine authentische Amazonas-Erfahrung suchen.

Planen Sie Ihre Reise nach Peru mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Lamas ist die Trockenzeit. So lässt sich die Natur bequem erkunden und man kann an lokalen Festen teilnehmen. Besucher sollten nach Möglichkeit geführte Touren in den Cordillera Azul National Park einplanen und Tickets für kulturelle Veranstaltungen im Voraus besorgen. Für Schüler und Gruppen können Rabatte verfügbar sein. Aufgrund des terrassierten Geländes der Stadt werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Lamas ist als „Stadt der drei natürlichen Ebenen“ bekannt, weil die Stadt durch ihre markante Geografie mit drei Terrassen geprägt ist.
  • Die Stadt wurde 2003 zur Folkloric Capital of the Peruvian Amazon ernannt – wegen ihres kulturellen Erbes.
  • Zu den ursprünglichen Bewohnern zählen quechua-sprachige Gemeinschaften, die von den Pocras und Hanan Chancas abstammen.
  • Der Name „Motilones“ wurde von den Spaniern fälschlicherweise verwendet und führte dazu, dass man die Einheimischen mit ähnlich benannten Gruppen in Kolumbien verwechselte.
  • Lamas war vom Erdbeben im Norden Perus im Jahr 2005 betroffen, das Opfer forderte und Schäden verursachte.

Geschichte

Lamas hat eine bewegte Geschichte, die von zwei großen Eroberungen geprägt ist.

Zunächst, im 15.

1438

Jahrhundert, wanderten die Pocras und Hanan Chancas nach ihrer Niederlage gegen den Inka Pachacútec im Jahr 1438 in den Amazonasregenwald ein und siedelten sich auf dem Hügel an, auf dem Lamas heute steht.

Als ethnischer Gründer gilt der Anführer Ankoallo.

1650

Später, im Jahr 1650, kamen spanische Evangelisierer unter der Leitung von Martín de la Riva-Herrera an und gründeten die Stadt offiziell im Jahr 1656 als „La ciudad del Triunfo de la Santísima Cruz de los Motilones de Lamas“ – ein Symbol für eine kulturelle Allianz.

Seitdem bewahrte die Stadt ihre starke indigene Identität und Folklore.

2003

Offiziell wurde sie 2003 als folkloristische Hauptstadt der Region San Martín anerkannt.

Ortsführer

1
Historisches Zentrum1656

Im Herzen von Lamas finden sich koloniale Architektur und Plätze, die sowohl das spanische als auch das indigene Erbe widerspiegeln – mit lebendigen Märkten und Kulturzentren.

2
Cordillera Azul National Park

Rund um Lamas gelegen, bietet dieser Nationalpark Wasserfälle, Lagunen und eine artenreiche Biodiversität – ideal für Ökotourismus und Ausflüge in die Natur.