Cabo Blanco
Piura
Cabo Blanco ist ein kleines Fischerdorf in der Region Piura im Nordwesten Perus, nahe El Alto, Talara. In den 1950er- und 1960er-Jahren galt es historisch als einer der führenden Orte der Welt für Hochseeangelei. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten kamen hierher – darunter Ernest Hemingway, der über einen Monat im Cabo Blanco Fishing Club wohnte und einen 700-Pfund-Makrelenhai (Marlin) fing. Der Name des Ortes geht auf die hellen, nahegelegenen Berge zurück. Heute ist Cabo Blanco international vor allem für seine außergewöhnlichen Surfbedingungen bekannt: Eine hohle, kraftvolle nach links brechende Welle, die als „Peruvian Pipeline“ bekannt ist, wurde 1979 vom peruanischen Surfer Gordo Barreda entdeckt. Diese Welle bricht sowohl über Sand als auch über Fels. Saisonale Veränderungen beim Sandaufbau beeinflussen dabei das Surfverhalten. Obwohl das Dorf nur eine kleine lokale Bevölkerung hat, zieht der Spot Surfer aus der ganzen Welt an – besonders aus Lima und Umgebung –, die sich eng um die Takeoff-Zone sammeln. Das Meeresökosystem profitiert vom Zusammentreffen der Humboldt- und der Äquatorialströmung und sorgt damit für eine ganzjährige Fischsaison mit reichhaltigen Arten wie Black Marlin, Schwertfisch und Bigeye-Tuna. Ein Betonpier, der nördlich der Hauptwelle gebaut wurde, erhält den Surfbreak, während er zugleich den lokalen Fischern dient. Cabo Blanco war außerdem Drehort für den Film „Undertow“ („Contracorriente“) aus dem Jahr 2010.
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Tipp: Planen Sie Ihre Reise am besten so, dass sie mit den besten Surf- und Fischzeiten zusammenfällt: Surfen ist das ganze Jahr über möglich, während das Fischen von Dezember bis März seinen Höhepunkt erreicht – dann werden vor allem Marlin und Schwertfisch gefangen, und es gibt zweimal jährlich Tuna-Läufe. Für optimale Surfbedingungen empfiehlt es sich, aktuelle Swell-Prognosen online zu prüfen. Unterkünfte und Transportmittel sollten Sie im Voraus buchen – besonders in den Haupt-Surfzeiten –, damit Sie in diesem beliebten, aber kleinen Ort einen Platz bekommen. Der Zugang zum Pier für lokale Fischer ist vorhanden, doch die Takeoff-Zone der Surfer sollte respektiert werden, um die Qualität der Welle zu bewahren.
Interessante Fakten
- •Ernest Hemingway blieb über einen Monat im Cabo Blanco Fishing Club und fing einen 700-Pfund-Marlin, während er „The Old Man and the Sea“ drehte.
- •Patsy Pulitzer fing 1952 vor Cabo Blanco einen 1.230-Pfund-Black-Marlin und stellte damit zur damaligen Zeit einen Weltrekord für eine Frau auf.
- •Der IGFA-All-Tackle-Weltrekord-Black-Marlin mit 1.560 Pfund wurde 1953 in der Nähe von Cabo Blanco von Alfred C. Glassell Jr. gefangen.
- •Der Surfbreak in Cabo Blanco heißt „Peruvian Pipeline“: eine kraftvolle hohle Welle nach links, vergleichbar mit Hawaiis Banzai Pipeline.
- •Der Sandaufbau der Welle ist saisonal unterschiedlich: Im Sommer sammelt sich mehr Sand, im Winter wird er durch Swells wieder abgetragen.
- •Das Dorf war Drehort für den Film „Undertow“ („Contracorriente“) aus dem Jahr 2010.
Geschichte
Die Geschichte von Cabo Blanco ist eng mit der Entwicklung des Sportfischens im Südpazifik verbunden.
In den 1950er-Jahren und frühen 1960er-Jahren wurde es weltweit als führendes Ziel für Sportfischer anerkannt – wegen der einzigartigen Zusammenkunft der Humboldt- und der Äquatorialströmung, die ein unübertroffenes Meeresumfeld schuf.
Internationale Bekanntheit erlangte das Dorf durch Rekordfänge, etwa Patsy Pulitzer mit einem 1.230-Pfund-Black-Marlin im Jahr 1952 und Alfred C.
Glassell Jr.
mit einem 1.560-Pfund-Weltrekord im Jahr 1953.
Die Entdeckung des kraftvollen Surfbreaks im Jahr 1979 durch Gordo Barreda leitete eine neue Ära ein und zog Surfer weltweit an.
Über die Jahrzehnte hinweg hat Cabo Blanco seinen Ruf als Natur- und Kultur-Highlight im Norden Perus bewahrt.
Ortsführer
Cabo Blanco Fishing Club1950s
Historischer Angelclub, in dem Ernest Hemingway übernachtete und einen legendären Marlin fing; ein Symbol für die goldene Ära des Sportfischens im Ort.
The Peruvian Pipeline Surf Break1979
Eine renommierte hohle, kraftvolle nach links brechende Welle, die 1979 von Gordo Barreda entdeckt wurde – und Surfer weltweit mit ihren anspruchsvollen Bedingungen anzieht.
Concrete Fishing PierRecent decades
Ein Pier, der nördlich der Hauptwelle gebaut wurde, um die lokalen Fischer zu unterstützen – sorgfältig platziert, damit die Takeoff-Zone des Surfbreaks nicht beschädigt wird.
Kontakt
Telefon: (073) 256121