
Bosque de Piedras de Huayllay
Pasco
Der Bosque de Piedras de Huayllay in der Region Pasco in Peru ist ein bemerkenswertes Natur-Schutzgebiet. Bekannt ist es vor allem für seine umfangreiche Sammlung von über 4.000 Felsformationen, die durch Erosion geformt wurden. Diese Gebilde ähneln häufig Tieren wie Schildkröten, Lamas (Alpacas), Kondoren, Elefanten, Zebras, Pinguinen, Hunden und Schnecken – aber auch menschlichen Profilen wie „dem Wanderer“ oder „dem Denker“. Zusammen schaffen sie eine surreale Landschaft auf dem Meseta-Plateau von Bombón. Die Formationen entstanden aus vulkanischem Ignimbrit, der in der Cenozoic-Ära abgelagert wurde. Die porösen Gesteine wurden anschließend über Tausende von Jahren durch Frost-Tau-Wechsel während der letzten Eiszeit verwittert. So sind die heute sichtbaren, stark verwitterten Formen entstanden. Das 1974 gegründete Schutzgebiet erstreckt sich über etwa 6.000 Hektar auf einer Höhe von rund 4.310 Metern über dem Meeresspiegel. Es herrscht ein kaltes und trockenes Klima mit Temperaturen von -8 bis 13,8 °C. Neben den geologischen Besonderheiten bietet die Gegend elf gut markierte Wanderstrecken, auf denen Besucher den Felsenwald erkunden, die einheimische Flora und Fauna beobachten und archäologische Überreste sowie alte Felsmalereien entdecken können. Zudem versorgen nahegelegene Thermalquellen wie La Calera, Goshpi und Yanahuato Besucher mit Heilwasser und machen den Aufenthalt noch attraktiver. Der Bosque de Piedras ist außerdem ein beliebtes Ziel für Kletterbegeisterte und zieht internationale Aufmerksamkeit auf sich.
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Tipp: Besucher sollten das Schutzgebiet vorzugsweise in der Trockenzeit erkunden, um beste Wetterbedingungen zu haben. Es wird empfohlen, geführte Touren zu buchen, damit man die zahlreichen Felsformationen und archäologischen Stätten in vollem Umfang würdigen kann. Die elf gut markierten Wanderwege unterscheiden sich hinsichtlich der Schwierigkeit; einfachere Routen dauern etwa drei bis vier Stunden. Eine geführte Besichtigung im Voraus zu planen ist besonders in den Zeiten mit viel Tourismus sinnvoll. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Aufgrund der großen Höhe und des kalten Klimas sollten Besucher die passende Kleidung einpacken und sich entsprechend an die Höhe gewöhnen.
Interessante Fakten
- •Die Felsformationen werden manchmal mit dem Shilin Stone Forest in China und dem Garden of the Gods in den USA verglichen – wegen der dramatischen Erosionsspuren und der einzigartigen Formen.
- •Mehr als 4.000 verschiedene Felsfiguren wurden von den Einheimischen identifiziert und benannt; sie erinnern an verschiedene Tiere und menschliche Profile.
- •Das Schutzgebiet liegt auf einer hohen Höhe von etwa 4.310 Metern (14.140 feet) über dem Meeresspiegel und trägt so zu seinem kalten und trockenen Klima bei.
- •Die poröse Beschaffenheit des Ignimbritgesteins machte es besonders anfällig für Erosion – und formte während der letzten Eiszeit die einzigartige Landschaft des Schutzgebiets.
Geschichte
Der Bosque de Piedras de Huayllay entstand durch vulkanische Aktivität in der Cenozoic-Ära, als Ignimbrit über ältere Gesteinsschichten abgelagert wurde.
Vor ungefähr 20.000 Jahren, während der letzten Eiszeit, führten Frost-Tau-Zyklen zu einer starken Erosion, die die einzigartigen Felsformationen herausgearbeitet hat.
Das Gebiet wurde 1974 offiziell als Huayllay-Nationalheiligtum unter Schutz gestellt, um seine geologische und ökologische Bedeutung zu bewahren.
Im Laufe der Zeit wurde es als Naturwunder der Anden bekannt – und als wichtiger Ort für Tourismus sowie wissenschaftliche Untersuchungen.
Ortsführer
Die FelsformationenCenozoic era
Eine umfangreiche Sammlung von über 4.000 einzigartig geformten Felsformationen, die Tiere und menschliche Figuren nachbilden – entstanden durch Erosion von vulkanischem Ignimbrit.
Wanderwege
Elf gut markierte Wanderstrecken, die es Besuchern ermöglichen, die geologischen Besonderheiten des Schutzgebiets, die einheimische Flora und Fauna sowie archäologische Stätten zu erkunden.
Thermalquellen
Nahegelegene, medizinisch wirksame heiße Quellen einschließlich La Calera, Goshpi und Yanahuato – mit therapeutischem Wasser für Besucher.