
Huaca Pucllana
Lima
Huaca Pucllana, auch bekannt als Huaca Juliana, ist eine bedeutende Adobe- und Lehm-Pyramide im Stadtteil Miraflores von Lima, Peru. Sie wurde aus sieben versetzt angeordneten Plattformen errichtet und diente zwischen 200 und 700 n. Chr. als zeremoniales und administratives Zentrum der Lima-Kultur. Die Anlage spiegelt die politische und religiöse Macht einer Elite Geistlicher wider, die die Wasserressourcen der Region kontrollierten. Die Pyramide ist von einem großen Platz umgeben und in zwei Hauptbereiche gegliedert: einen Bereich für rituelle Opfergaben mit Meereslebewesen und einen administrativen Bereich mit kleinen Adobe-Bauten. Außerdem finden sich hier Überreste der Wari-Kultur, darunter das bemerkenswert gut erhaltene Grab des „Señor de los Unkus“ mit mehreren Bestattungsumhüllungen und Opfergaben. Das gesamte Areal umfasst etwa sechs Hektar und ist in das moderne Stadtgefüge von Lima eingebunden. Sein Museum, das 1984 eröffnet wurde, bietet Besuchern Ausstellungen und geführte Touren, um dieses einzigartige archäologische Kleinod zu entdecken.
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Tipp: Besuchen Sie Huaca Pucllana in der Trockenzeit (Mai bis Oktober) für angenehmes Wetter und bessere Zugänglichkeit. Es empfiehlt sich, geführte Touren oder Tickets im Voraus über die offizielle Website des Museums zu buchen, um Wartezeiten zu vermeiden. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Senioren und Gruppen. Am besten lässt sich die Anlage morgens oder am späten Nachmittag erkunden, um der Mittagshitze zu entgehen und das optimale Licht für Fotografie zu nutzen.
Interessante Fakten
- •Die Pyramide besteht nahezu vollständig aus Adobe-Ziegeln und ist mit Flusssteinen sowie Sand gefüllt.
- •Das Grab des „Señor de los Unkus“ war die erste vollständig intakte Bestattung, die an der Stätte gefunden wurde – mit drei erwachsenen Personen und einem geopferten Kind.
- •Huaca Pucllana wurde einst als Motocross-Strecke genutzt, bevor mit den Restaurierungsarbeiten begonnen wurde.
- •Die Anlage kontrollierte ursprünglich Bewässerungskanäle und hatte Zugang sowohl zu Wasser aus Salzwasser- als auch aus Süßwasserquellen.
- •Die wichtigste verehrte Gottheit war das Meer, symbolisiert durch Meerestiere wie Haie und Seelöwen, die in in der Anlage gefundenen Keramiken dargestellt sind.
Geschichte
Huaca Pucllana wurde von der Lima-Kultur etwa zwischen 200 und 700 n.
Chr.
als zeremoniales und administratives Zentrum errichtet.
Später wurde die Anlage von der Wari-Kultur (500–1000 n.
Chr.) wiederverwendet, die unter anderem Gräber errichtete, darunter das „Señor de los Unkus“.
Im Laufe der Zeit verfiel der Ort und wurde zu einer Müllkippe und sogar zu einer Motocross-Strecke im 20.
Jahrhundert.
Seit 1981 haben multidisziplinäre Teams die Anlage restauriert und erhalten und sie so zu einer bedeutenden archäologischen und touristischen Attraktion in Lima gemacht.
Ortsführer
Große Pyramide200-700 AD
Die zentrale Adobe-Pyramide mit sieben versetzt angeordneten Plattformen erreicht etwa 25 Meter Höhe. Sie war das zeremonielle Zentrum, in dem die Elitegeistlichen ihre religiöse und politische Macht ausübten.
Zeremonialplatz200-700 AD
Um die Pyramide herum gelegen, war dieser große Platz der Ort ritueller Opfergaben – darunter Gruben, in denen Meerestiere geopfert wurden, um die Götter zu besänftigen.
Administrativer Bereich200-700 AD
Ein durch eine große Mauer geteiltes Areal mit kleinen Adobe-Strukturen und Innenhöfen. Es diente als Verwaltungs- und Wohnraum für die Elite.
Museum von Huaca Pucllana1984
Das 1984 eröffnete Museum zeigt Artefakte und archäologische Funde und bietet geführte Touren, die die Bedeutung und Geschichte der Stätte erklären.
Kontakt
Telefon: (01) 6177148