Kloster Santa Rosa de Ocopa

Kloster Santa Rosa de Ocopa

Junín

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Das Kloster Santa Rosa de Ocopa wurde 1725 von Franziskanermönchen gegründet und ist eine bedeutende religiöse und missionarische Anlage im Mantaro-Tal von Junín, Peru. Ursprünglich als Hochschule gegründet, um Missionare für die Evangelisierung indigener Bevölkerungsgruppen im Amazonasbecken auszubilden, wurde es um 1800 zur größten missionarischen Organisation in den Amerikas. Es beaufsichtigte über siebzig Pfarreien und Missionen. Die Klosteranlage umfasst ein Museum mit einer Bibliothek von 25.000 Bänden, darunter einige aus dem 15. Jahrhundert, eine umfangreiche Sammlung von Gemälden aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Museum für Naturgeschichte. Architektonisch sind unter anderem der Olivenhof (Olive Cloister), die Kapelle mit den sterblichen Überresten des Gründers, eine Galerie mit Kunstwerken, eine Kirchturmkuppel und eine historische Orgel hervorzuheben. Das Kloster liegt außerdem nahe bei den archäologischen Ruinen von Ocupi, einer huanca-spezifischen Stätte aus der Zeit von 1100 bis 1470 n. Chr. Obwohl es während der Unabhängigkeitskriege in Peru beschädigt wurde und 1990 ein Feuer ausbrach, wurde es wiederhergestellt und ist bis heute ein beliebtes Ziel für Kultur- und Touristenbesuche. So spiegelt es Perus koloniales missionarisches Erbe und die kulturelle wie künstlerische Vielfalt wider.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch in der Trockenzeit planen, um angenehmes Wetter und eine einfachere Anreise zu haben. Es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, damit Sie die umfangreichen Sammlungen und den historischen Kontext wirklich in Ruhe würdigen können. Ermäßigungen sind eventuell für Schüler und Senioren verfügbar. Das Kloster ist über zwei Hauptstrecken von den nahegelegenen Städten Concepción und Huancayo erreichbar. Fotografieren kann in einigen Bereichen der Museen eingeschränkt sein – bitte prüfen Sie das bei Ihrer Ankunft.

Interessante Fakten

  • In seiner Blütezeit um 1800 verwaltete das Kloster mehr als siebzig Pfarreien und Missionen in ganz Südamerika.
  • Die Bibliothek umfasst 25.000 Bände, darunter Manuskripte aus dem 15. Jahrhundert.
  • Das Kloster wurde während der Unabhängigkeitskriege von Simón Bolívar beschlagnahmt, was zur Konfiszierung und Verhaftungen führte.
  • In der Nähe liegen die Ruinen von Ocupi, eine archäologische huanca-Stätte aus der Zeit von 1100 bis 1470 n. Chr.
  • Die steinernen Darstellungen des Via Crucis im Portería Cloister stammen möglicherweise aus dem 18. Jahrhundert; der Künstler ist unbekannt.

Geschichte

1725

Das 1725 von dem Franziskaner Francisco Jiménez de San José gegründete Kloster Santa Rosa de Ocopa diente als Missionshochschule mit dem Ziel, abgelegene indigene Gruppen im Amazonasgebiet zu evangelisieren.

Im späten 18.

Jahrhundert war es die größte missionarische Organisation in den Amerikas – mit über siebzig Missionen in seinem Zuständigkeitsbereich.

1824

Während der Unabhängigkeitsbewegungen in Südamerika stand das Kloster vor politischen Herausforderungen: 1824 wurde es von Simón Bolívar in Besitz genommen, wodurch das Vermögen konfisziert und Missionare verhaftet wurden.

1836

Es blieb 12 Jahre geschlossen, wurde aber 1836 auf Anordnung von Präsident Luis José de Orbegoso wiedereröffnet.

1849

Die Einrichtung arbeitete weiterhin mit Unterstützung europäischer Missionare und wurde 1849 offiziell per Dekret anerkannt.

1990

Ein Brand im Jahr 1990 beschädigte den Tempel und seine Sammlungen, doch die Restaurierungsmaßnahmen haben einen Großteil seines historischen und künstlerischen Erbes bewahrt.

Ortsführer

1
Portería CloisterEnde des 18. Jahrhunderts

Der älteste der vier Kreuzgänge wurde im späten 18. Jahrhundert fertiggestellt. Er verbindet koloniale Architektur mit Steinverzierungen und besitzt einen zentralen dreistufigen Brunnen, der 1960 von dem lokalen Kunsthandwerker Catalino Martínez geschaffen wurde. Hier befindet sich eine außergewöhnliche Sammlung aus Stein gemeißelter Via-Crucis-Tafeln aus Huamanga, die möglicherweise aus dem 18. Jahrhundert stammt.

2
Kapelle mit den sterblichen Überresten des Gründers1725
Francisco Jiménez de San José

Diese Kapelle beherbergt die sterblichen Überreste des Gründers des Klosters: des Franziskaners Francisco Jiménez de San José. Sie ist ein spiritueller Mittelpunkt innerhalb des Klosters und zeigt koloniale religiöse Kunst sowie Architektur.

3
Galerie und Museum für Kunst

Das Museum innerhalb des Klosters beherbergt eine reiche Sammlung an Gemälden, viele davon aus dem 18. Jahrhundert, sowie eine Sammlung zur Naturgeschichte. Es spiegelt die kulturelle und missionarische Geschichte der Region wider.

4
Kirchkuppel und Orgel

Die Kirche verfügt über eine markante Kuppel sowie eine historische Orgel. Beide sind für die religiösen Zeremonien des Klosters und das koloniale architektonische Erbe von zentraler Bedeutung.

Kontakt

Telefon: 910 134 807