
Kathedrale von Huancavelica
Huancavelica
Die Kathedrale von Huancavelica, auch bekannt als Kathedrale des Heiligen Antonius, ist die bedeutendste katholische Kirche der Stadt Huancavelica in Peru. Sie wurde zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert von den Tonsurados errichtet und zeigt den churrigueresken Barockstil mit besonders aufwendiger und reich verzierter Gestaltung. Direkt vor der Plaza de Armas gelegen, fällt sie vor allem durch ihre rote Barockfassade aus Stein auf, der aus den lokalen Steinbrüchen von Puka Rumi stammt. Im Inneren erwartet Besucher ein prächtiger Hauptaltar, der mit Blattgold überzogen ist. Dazu kommen Silberplatten sowie Gemälde aus den Kunstschulen von Cusco und Huamanga. Die Gewölbedecke ist mit großen Bildern geschmückt, die Szenen aus dem Himmel, dem Fegefeuer, der Hölle, dem Letzten Abendmahl sowie der Kreuzigung zeigen. Zudem werden zahlreiche bedeutende religiöse Personen verehrt – darunter der Nazareno, die Schutzpatronin der Stadt, die Jungfrau der Barmherzigkeit, sowie der Heilige Antonius von Padua und weitere. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kathedrale immer wieder restauriert und weiter ausgeschmückt, sodass ihre kulturelle und religiöse Bedeutung als Mittelpunkt des spirituellen und architektonischen Erbes von Huancavelica erhalten blieb.
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Tipp: Besucher sollten die Kathedrale tagsüber besichtigen, um die filigrane Barockfassade und die Kunstwerke im Inneren in vollem Umfang zu erleben. Die beste Zeit ist außerhalb der großen Feiertage, um Menschenmengen zu vermeiden. Für den Eintritt können Tickets erforderlich sein – ein früher Kauf oder das Einholen von Informationen bei der lokalen Touristenstelle kann den Zugang erleichtern. Gewünscht ist schlichte Kleidung, da die Kirche weiterhin als aktiver Ort des Gebets genutzt wird. Gegebenenfalls werden auch geführte Touren angeboten, um mehr über die Kunst und die Geschichte der Kathedrale zu erfahren.
Interessante Fakten
- •Die Fassade der Kathedrale besteht aus rotem Stein, der lokal in Puka Rumi abgebaut wurde und ihr ein unverwechselbares Aussehen verleiht.
- •Sie besitzt einen Altar, der mit Blattgold überzogen ist und mit Silberplatten sowie Gemälden aus den Kunstschulen von Cusco und Huamanga verziert wurde.
- •Die Kathedrale hat eine gewölbte Decke, die mit großen Gemälden geschmückt ist, darunter religiöse Motive wie Himmel, Fegefeuer und Hölle.
- •Im Jahr 1687 wurde die Kathedrale durch ein schweres Erdbeben beschädigt und mit Ergänzungen wiederhergestellt, darunter zwei Glockentürme mit jeweils drei Ebenen.
- •Im Jahr 2007 wurde im Rahmen einer Heiligen-Woche-Messe ein wertvolles Gemälde, das die vierte Station des Kreuzwegs darstellt, gestohlen – ein tragischer Verlust für die Kultur.
Geschichte
Der Bau der Kathedrale von Huancavelica begann im späten 16.
Jahrhundert durch die Tonsurados und wurde im Juli 1608 abgeschlossen.
Infolge des Erdbebens von 1687 erlitt die Kathedrale schwere Schäden, wurde jedoch umgehend repariert.
Dabei erhielt sie eine barocke Steinfassade und zwei elegante Glockentürme mit jeweils drei Ebenen.
Weitere Restaurierungen folgten 1770, als es durch das Wetter – vor allem am Dach – zu deutlichen Schäden kam.
Im späten 19.
Jahrhundert wurde die Kathedrale durch den Entdecker Charles Wiener für ihre einzigartige, im Jesuitenstil gehaltene weiße Steinfassade bekannt, die mit roten skulpturalen Elementen wirkt, die wie Marmor aussehen.
Die Kathedrale hat die Jahrhunderte überdauert und ist heute ein religiöses und kulturelles Wahrzeichen in Huancavelica.
Ortsführer
Hauptaltar17. Jahrhundert
Ein prächtiger Altar, der die gesamte Breite der Innenwand der Kathedrale einnimmt. Er ist mit Blattgold überzogen und zeigt kunstvoll geschnitztes Holz. Zu sehen sind außerdem Silberplatten sowie religiöse Gemälde aus renommierten regionalen Kunstschulen.
Barockfassade17. Jahrhundert
Die vordere Fassade der Kathedrale ist aus rotem Stein von Puka Rumi gebaut. Sie zeigt aufwendige barocke architektonische Details und Skulpturen, die bis zur Dachkante hinaufreichen.
GlockentürmeRekonstruktion nach 1687
Zwei elegante Glockentürme, jeweils aus drei Ebenen bestehend, flankieren die Kathedralfassade und prägen so ihre markante Silhouette im Stadtbild von Huancavelica.
Gemälde der Gewölbedecke17. Jahrhundert
Gemälde auf dem zentralen sowie den seitlichen Gewölben zeigen religiöse Szenen – darunter Himmel, Fegefeuer, Hölle, das Letzte Abendmahl und die Kreuzigung. So entsteht über den Betenden eine eindrucksvolle geistliche Bildgeschichte.